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	<title>FF-vita Blog &#187; Unwort des Jahres</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Die Abwrackprämie als Umweltprämie?&#8230;.</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 06:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Unwort des Jahres]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich will es garnicht verhehlen, dass auch ich seit Mitte Januar mit dem Gedanken gespielt habe, meinen alten, treuen Opel Astra aus dem Baujahr 1998 via Abwrackprämie ins Jenseits des Schrottplatznirvanas zu schicken, um mir stattdessen meinen allerersten Neuwagen zu kaufen. Die von Vater Staat angepriesenen 2500 Euro für die Verschrottung meines Altfahrzeugs, würde mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich will es garnicht verhehlen, dass auch ich seit Mitte Januar mit dem Gedanken gespielt habe, meinen alten, treuen Opel Astra aus dem Baujahr 1998 via Abwrackprämie ins Jenseits des Schrottplatznirvanas zu schicken, um mir stattdessen meinen allerersten Neuwagen zu kaufen. Die von Vater Staat angepriesenen 2500 Euro für die Verschrottung meines Altfahrzeugs, würde mein treuer Gefährte ansonsten ganz sicher bei keinem Händler der Welt mehr als Verkaufswert erhalten. Doch lange Rede, wenig Sinn&#8230;ich kann es nicht. Nicht nur aus reiner Sentimentalität heraus, nein, mein ökologisches gewissen hat sich lautstark zu Wort gemeldet.<span id="more-48"></span>Mein Opel ist sicherlich nicht mehr der schönste welche auf Deutschlands Straßen und ganz sicher hat sich auch an der einen oder anderen Stelle ein wenig Flugrost breitgemacht, doch in jedem Fall ist er absolut fahrtüchtig und viel zu schade, um sinnlos verschrottet zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem zunächst der Begriff Abwrackprämie in den Medien herumgeisterte, haben sich anscheinend inzwischen die PR-Berater der Großkopferden Plitiker eingeschaltet und das Wort (unter mithilfe der Medien) ratz fatz in die viel klangvollere &#8220;Umweltprämie&#8221; gewandelt. Na klar, warum auch nicht. Ist ja ein irrsinnig raffinierter Schachzug in Zeiten, in denen sogar die Automobilindustrie und nahezu jede andere Industriebranche die Werbewirksamkeit des Umweltschutzes begriffen hat. Ich will an dieser Stelle garnicht weiter in die Tiefe gehen, um zu klären, warum die meisten Unternehmen, die sich werbewirksam den Umweltschutz auf die Kappe geschrieben haben, eigentlich nicht mehr mit dem Thema zu tun haben als holländische Tomaten mit Geschmack. Fakt ist meiner Meinung nach nur, dass die Umweltprämie sich nahtlos in den reigen der Schönfärberei einreiht.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Astra hat einen Verbrauch von kaum sieben Litern pro 100km. Was soll ich mir denn für ein sparsames Auto kaufen, dass diese Werte so massiv unterbietet, dass ich erstens den ökologischen Schwachfug der verschrottung meines Fahrzeugs zustimmen und zweitens die Mehrausgaben für ein Neu- oder Jahresfahrzeug wieder langfristig einsparen kann? Ich weiss es nicht. Die Regelungen für die Umweltprämie beziehen sich lediglich auf Bereiche, die nichts oder vielmehr absolut nichts mit der Umwelt zu tun haben. Das zu verschrottende Vehikel muss lediglich alt und ein Jahr auf denjenigen zugelassen sein, der die Prämie in Empfang nehmen will. An keiner Stelle ist darauf hingewiesen, dass die Prämie nur dann gezahlt wird, wenn ein spritsparendes oder eines mit alternativen Energien betriebenes Fahrzeig gekauft wird. Man bekommt die Prämie somit auch, wenn man sich denkt &#8220;ach Mensch, jetzt wo ich die tolle Prämie einsacken kann, dann leiste ich mir den Wagen doch einfach mit ner stärkeren Motorisierung&#8221;. Um die Abwrackprämie wirklich als umweltprämie bezeichnen zu können, fehlt es an grundlegenden Einschränkungen bezüglich des Neu-, bzw. Jahreswagenkaufs. Daher höre ich auf mein ökologisches Gewissen und halte meinem treuen Gefährten die Stange.</p>
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		<title>Abwrackprämie &#8211; Unwort des Jahres?</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 21:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Unwort des Jahres]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Januar ist gerade einmal zur Hälfte verstrichen und schon zeigt sich mit voller Überzeugung der erste Kandidat für das Unwort des Jahres 2009 &#8211; ABWRACKPRÄMIE. Es hat zwar bei weitem nicht den agentenhaften Charme des  im letzten Jahr für jeden krisengebeutelten Banker aufgespannten &#8220;SCHUTZSCHIRMS&#8221;, doch implimentiert es gerade durch seine bodenständige Schlichtheit den ernst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Januar ist gerade einmal zur Hälfte verstrichen und schon zeigt sich mit voller Überzeugung der erste Kandidat für das Unwort des Jahres 2009 &#8211; ABWRACKPRÄMIE. Es hat zwar bei weitem nicht den agentenhaften Charme des  im letzten Jahr für jeden krisengebeutelten Banker aufgespannten &#8220;SCHUTZSCHIRMS&#8221;, doch implimentiert es gerade durch seine bodenständige Schlichtheit den ernst der Lage im Konsumgulag Deutschland.<span id="more-29"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt 2500 € für die Verschrottung eines eventuell noch fahrtauglichen Kraftfahrzeugs um damit die angeschlagenen Autobauern an dem krisenvernichtendem Konjunkturpaket der Bundesregierung teilhaben zu lassen. Natürlich ist die Prämienzahlung an einigen Papierkram und verschiedene <a title="Abwrackprämie mdr" href="http://www.mdr.de/nachrichten/6058215.html" target="_blank">Vorgaben</a> geknüpft, doch bekommen kann sie anscheinend jeder, der a) ein mindestens 9 Jahre altes Auto fährt, welches b) seit mindestens einem Jahr auf ihn zugelassen ist. Hört sich ja ganz leicht an, wäre da nicht noch eine klitze kleine weitere Bedingung. Gezahlt wird nur, wenn sich im Anschluss auch fröhlich ein Neu- oder Jahreswagen gekauft wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Für mich werfen sich da zwei drei Fragen auf, die ich an dieser Stelle zumindest einmal nicht ungestellt im Verborgenen lassen will. Gibt es viele Bundesbürger, die seit neun Jahren in ihrer runtergegurkten und durchgesessenen Karre ihr trauriges Dasein damit fristen, vielleicht alleine mit den Reparaturkosten ihres Fahrzeug die Fachwerkstatt um die Ecke vorm Untergang zu retten und jetzt mit der Abwrackprämie im Nacken doch feststellen, dass sie noch irgendwo unterm Kissen 20000 Euro für nen Neuwagen haben? Geht denn mit dem abgewrackten Altwagen auch gleichzeitig die fachwerkstatt an der Ecke unter? Und warum zum Teufel wird so unglaublich viel Wert darauf gelegt, den Altwagen nun tatsächlich durch die Schrottpresse zu jagen, bloß damit kein anderer mehr damit spielen kann? Und wenn ich schon einmal dabei bin, was wird aus der Branche der &#8220;bunte Kärtchen ans Auto hefter&#8221;, hat auch mal jemand an sie gedacht, geschweige denn an all die autohungrigen Menschen in Übersee, die auf Nachschub der Kärtchenhefter zählen?</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz ehrlich muss man es auch ökologischen Gesichtspunkten heraus einmal hinterfragen, wie sinnvoll es ist Funktionierendes zu zerstören um die ressourcenverbrauchende Produktion von einem gleichwertigen Ersatz zu initiieren. Doch so lange diese Regelung gilt, werden viele Menschen entsprechend verfahren.</p>
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