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	<title>FF-vita Blog &#187; Literatur</title>
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		<title>Karawanserei, Halva und der Khanpalast</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 07:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle schwärmen von Sheki &#8211; ich auch. Das letzte Wochenende hat unsere WG wieder genutzt, um mehr von Aserbaidschan zu sehen und dem Moloch Baku zu entkommen. Das Gute ist, man kann mit dem Nachtzug nach Sheki fahren und dort mehr oder weniger ausgeschlafen ankommen, aber man muss sich frühzeitig um Tickets kümmern. Das haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Alle schwärmen von Sheki &#8211; ich auch. Das letzte Wochenende hat unsere WG wieder genutzt, um mehr von Aserbaidschan zu sehen und dem Moloch Baku zu entkommen. Das Gute ist, man kann mit dem Nachtzug nach Sheki fahren und dort mehr oder weniger ausgeschlafen ankommen, aber man muss sich frühzeitig um Tickets kümmern. Das haben wir getan und auch die zwei Manat Aufpreis für einen Schlafplatz im Coupé nicht gescheut. Leider kann man keine Rückfahrkarten kaufen, auch nicht an der Kasse bei der Ankunft in Sheki. So muss man also darauf vertrauen, irgendwie wieder nach Baku zurückzukommen, aber dazu später mehr &#8211; es ist schliesslich sehr unaserbaidschanisch im Voraus zu planen. Es ist übrigens auch sehr unaserbaidschanisch praktisch zu sein, in jeder Lebenslage und natürlich befindet sich der Bahnhof nicht etwa in der Stadt, sondern fünf Kilometer südlich entfernt. Also wird man bei seiner Ankunft von Taxifahrern umringt, die glauben, jeder halbwegs nach Touri aussehende Fahrgast ist dumm wie Brot und lässt sich völlig überteuert nach Sheki fahren. Wir haben uns für vier Manat nach Sheki bringen lassen und weitere Preiserhöhungs-Versuche seinerseits eiskalt abblitzen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-614" title="Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/markt_eingang-300x199.jpg" alt="Sheki" width="300" height="199" /><img class="alignright size-medium wp-image-615" title="Karawanserei Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/karawanserei-300x200.jpg" alt="Karawanserei Sheki" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dafür hat uns der etwas enttäuschte Fahrer bei einem Büro abgesetzt, bei dem man angeblich Rückfahrkarten kaufen kann. Aber natürlich war es noch geschlossen, es war schliesslich erst acht Uhr und wir konnten überhaupt froh sein, um diese Zeit schon Frühstück essen zu können &#8211; oder so etwas in der Art. In einer Bäckerei gab es, neben sehr süßen Speisen, nur Kakao, sehr süßen Kakao,  oder sollte ich besser sagen &#8211; dunkelbraunes Zuckerwasser? <span id="more-587"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Nun denn, da das Büro immer noch geschlossen war, riefen wir den Fahrkahrtenverkäufer an bzw. aus dem Bett und machten solange einen Rundgang durch Shekis Basare und versuchten es dann erneut.  Leider war es der falsche Laden, schade auch für den Fahrkartenverkäufer, der nun wahrscheinlich umsonst aufgestanden ist. Aber hier konnte man nur Zugfahrkahrten nach Russland kaufen. Ich mein, auch gut zu wissen, falls man mal von Sheki nach Jekaterinenburg oder so fahren möchte. Nebenan war wohl der richtige Fahrkartenverkaufsladen, aber dort wurde uns nur ein Zettel in die Hand gedrückt. Darauf stand der ominöse Name &#8220;Hamlet&#8221;, was auch ein Code sein könnte, und eine Telefonnummer, welche man um acht Uhr abends anrufen solle.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir stellen generell keine Fragen mehr in diesem Land und suchten uns als nächstes ein Hotel. Zur Auswahl standen <strong>die</strong> Karawanserei und das &#8220;Panorama Hotel&#8221;, was ideal für einen schmalen Geldbeutel sein soll und dazu seinem Namen wohl alle Ehre macht. Als Anhaltspunkt zum Auffinden des Hotels galt aus der Beschreibung eines Freundes ein Fussballstadion, das wir auch gefunden haben. Das Stadion wurde anscheinend anlässlich der Bewerbung Bakus  für die Olympischen Spiele 2016 gebaut. (Irgendwie überkommt mich bei dem Gedanken, dass sich Aserbaidschan ernsthaft als Austragungsort der Olympischen Spiele beworben hat, ein fast schon mütterliches Gefühl, dann möchte ich dieses kleine niedliche Land in den Arm nehmen und trösten.) Aber das &#8220;Panorama Hotel&#8221; selbst haben wir nicht gefunden und da sich langsam Unmut breit machte, schliesslich wollte man gern mal auf Toilette gehen, duschen etc., gingen wir weiter zur Karawanserei und das war auch gut so. Denn das hatte nun wirklich Stil, den gewissen Flair aus 1001 Nacht, den Hauch orientalischer Exotik und das Ganze für zwölf  Manat pro Nacht und Nase.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-618" title="Karawanserei Eingang" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/karawanserei_eingang-300x200.jpg" alt="Karawanserei Eingang" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-619" title="Karawanserei Zimmer" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/karawanserei_zimmer-300x200.jpg" alt="Karawanserei Zimmer" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die drei grossen Karawansereien in Sheki stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und zeugen  von seiner Bedeutung als Handelsplatz auf der Handelsroute zwischen Dagestan und der südlich vom Kaspischen Meer verlaufenden Seidenstrasse. Auch wenn Sheki nicht direkt auf der Seidenstrasse liegt und die örtliche Seidenproduktion &#8220;nur&#8221; auf die Sowjetära zurückgeht, welche immerhin die grösste Seidenfabrik der UdSSR war und den wenig überraschenden Namen &#8220;Lenin Kombinat&#8221; trug (<em>Oppeln, Aserbaidschan, Trescher Verlag 2009</em>),  so fühlt man dennoch diesen orientalischen Hauch in den ehrwürdigen Mauern der Karawanserei.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einem zweiten Frühstück mit Kaffee (!) in der Gelersen Görarsen Festung war auch unser Wasser endlich angeheizt und wir konnten duschen, etwas relaxen und weitere Schritte planen. Wir entschieden uns natürlich für den Khan-Palast (Xan Saray) und einer Besichtigung der Seidenfabrik oder doch zumindest des Seidenfabrik-Shops, um endlich einige vernünftige Souveniers zu ergattern. Echte Seidentücher aus Sheki, das hätte was, aber wir haben den Laden nicht gefunden und die Seidenfabrik machte nicht den Eindruck, dass sie Gäste willkommen heisst. Dafür war der Kahn-Palast sehr beeindruckend, er ist laut <em>Oppeln, Aserbaidschan (Trescher Verlag, 2009)</em> &#8220;<em>die wohl berühmteste Attraktion Shekis</em>&#8221; und &#8220;<em>wurde Ende des 18. Jahrhunderts im osmanischen Stil erbaut</em>&#8220;. Aber auch die beiden 480-jährigen Platanen auf dem Palast-Hof, die in den schönsten Herbstfarben ihre Aufwartung machten, waren durchaus sehenswert. Ansonsten sollte man sich auf jeden Fall den Basar in Sheki anschauen, aber dafür war es dann leider schon zu spät, die Stände wurden gerade abgebaut, man kann nicht alles haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-623" title="Khan-Palast Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/khan-palast-300x200.jpg" alt="Khan-Palast Sheki" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-624" title="Markt Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/markt-sheki-300x200.jpg" alt="Markt Sheki" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Na dann fehlte eigentlich nur noch die Verköstigung einer besonderen &#8220;<em>Baklava-Spezialität</em>&#8221; aus Sheki: &#8220;Halva&#8221;. Gut, Baklava ist ja in der Regel schon sehr süss und generell wird hier sehr viel Zucker verwendet, zum Beispiel fünf Teelöffel Zucker pro Teeglas, aber das man süss, süsser, am süssesten geschmacklich noch steigern kann, war dann doch überraschend. Wir kauften also in einen der vielen Halva-Läden eine geheimnisvolle Holzschachtel und öffneten sie direkt einige Meter weiter, um den Inhalt zu probieren. Wir waren schliesslich neugierig, hockten uns an den Strassenrand, fast wie die Einheimischen und versuchten nun mit einem Opinel-Messer Herr über diese klebrige Masse aus Honig und gehackten Nüssen zu werden. Nach dem jeder ein Stückchen probiert hat und sich bei jedem das Gesicht zusammenzog, packten wir die Schachtel wieder ein und hielten es für eine bessere Idee, diese besondere Baklava-Spezialität aus Sheki am nächsten Tag mit zum Wandern zu nehmen. Das gibt Energie und wenn man nur genügend Hunger hat, wird man es schon essen, dachten wir.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen entschieden wir uns jedoch dafür, die Schachtel samt ihrem süssesten Inhalt im Zimmer liegen zu lassen. Auch wenn es gemein war, diese besondere Spezialität aus Sheki einfach so zurückzulassen, aber sie hätte sicherlich den kompletten Inhalt eines Rucksackes verklebt und das wollte nun wirklich keiner von uns. Da das Wetter nicht so toll war und wenig zu Wanderungen in den Bergen einlud, fuhren wir mit einer Mischung aus LKW und Bus nach Kisch und guckten uns eine albanische Museumskirche an. Kisch lag komplett in den Wolken und man sah leider nicht viel, dafür war die Theorie des experimentellen Archaeologen Thor Heyerdahl, &#8220;<em>der eine historische Verbindung Norwegens und Aserbaidschans unter anderen an den Petroglyphen von Qobustan erkennen </em><em>will</em>&#8221; recht interessant: Also, die blondhaarigen und blauäugigen Albaner, die wenig mit den heutigen Albanern zu tun hatten, deren Name sich vielmehr von dem Wort Albino ableiten lässt, sind wohl mal nach Norwegen gewandert und haben sich dort niedergelassen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Gut, ich habe dann nicht mehr wirklich zugehört, obwohl ich grossen Respekt vor Heyerdahl und seinen Expeditionen habe. Statt Berge der näheren Umgebung zu erklimmen, sind wir nach Sheki zurückgelaufen, wobei wir mehrmals von vorbeifahrenden Leuten gefragt wurden, ob wir denn nicht mit wollen. So wie wir uns über viele Dinge wundern, wundern sich nämlich auch die Aserbaidschaner über diese seltsamen Deutschen, die mit einem Vogelbuch und Fernglas in die Berge <strong>gehen</strong>, die alte, ganz normal beladene Ladas fotografieren und im Restaurant nicht im Separé sitzen wollen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-628" title="a laden Lada" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0944-300x200.jpg" alt="a laden Lada" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-629" title="Lada in Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0946-300x200.jpg" alt="Lada in Sheki" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aber über eines darf ich mich noch wundern, wie man in Aserbaidschan an Zugtickets kommt. Denn wir haben diesen ominösen Hamlet angerufen und er hat wohl vier Tickets für uns &#8220;reserviert&#8221;, aber ohne sich die Namen oder irgendetwas zu notieren, während in Baku beim Verkauf die Vorlage des Reisepasses notwendig ist. Am Sonntag weit vor der geplanten Abreise sind wir also sicherheitshalber mit einem Taxi zum Bahnhof gefahren und haben dort gewartet, bis der Schalter geöffnet wurde. Nachdem Martina an der &#8220;Kassa&#8221; gesagt hat, dass wir Hamlet angerufen haben und die Tickets mit der Hand ausgefüllt wurden, fuhren wir wieder nach Sheki, denn wir hatten noch über zwei Stunden Zeit. Die haben wir sinnvoll im gleichen netten Sheki-Seray-Restaurant wie am vorigen Abend verbracht. Schliesslich hat es viele Vorteile, wenn einen die Kellner schon kennen, denn dann wissen sie beispielsweise schon, dass man Bier bevorzugt kalt und nicht aus Gläsern trinkt. (Was insbesondere bei den hiesigen Bieren wie das gängige Xirdalan von besonderer Wichtigkeit ist, da sie einen kleinen Hang zum Schnell-Schal-Werden haben, aber das nur am Rande.)</p>
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		<title>Altiaghaj Nationalpark</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 17:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag war es wieder soweit, wir mussten Baku dringend verlassen und frische Landluft schnappen. Nachdem wir bereits im Shirvan-und Hirkan-Nationalpark waren, haben wir mittlerweile den Anspruch alle Nationalparke in Aserbaidschan kennenzulernen. Nun denn, unser ultimativer Vogel-Reisefuehrer  &#8221;Birdwatching in Azerbaijan &#8211; a guide to nature and landscape&#8221; lockt mit: &#8220;Wolves and Caucasian Brown Bears still roam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am Sonntag war es wieder soweit, wir mussten Baku dringend verlassen und frische Landluft schnappen. Nachdem wir bereits im Shirvan-und Hirkan-Nationalpark waren, haben wir mittlerweile den Anspruch alle Nationalparke in Aserbaidschan kennenzulernen. Nun denn, unser ultimativer Vogel-Reisefuehrer  &#8221;<em>Birdwatching in Azerbaijan &#8211; a guide to nature and landscape</em>&#8221; lockt mit: &#8220;Wolves and Caucasian Brown Bears still roam the national park, which is espacially beautiful in early October, when the trees are in full autumn colours.&#8221; <span id="more-360"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Und das war nun wirklich nicht zu viel versprochen, wir waren definitiv zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Beeindruckend sind natuerlich auch die beruehmten Candy Cane Mountains, wenn man bei Gilaezi nach Westen abbiegt. Aber leider hat unser Rally-Taxi-Fahrer hier nicht angehalten, so dass wir unbedingt noch einmal herkommen muessen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-361" title="Herbst im Altiaghaj" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0347-300x200.jpg" alt="Herbst im Altiaghaj" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-364" title="Candy Cane Mountains" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0344-300x200.jpg" alt="Candy Cane Mountains" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Tour war weniger ein ornithologischer Ausflug als eine Begegnung mit vielen Absonderlichkeiten, zumindest aus deutscher Sicht. Wenngleich wir aus aserbaidschanischer Sicht wohl auch als sehr absonderlich aussahen, schon allein, weil wir <strong>gelaufen</strong> sind. Dazu noch unsere komisch-praktische Kleidung, Wanderschuhe, Rucksaecke, Fotoapperate und Fernglaeser. Ich habe mich auch ganz kurz gefragt, was eigentlich der Taxifahrer dachte, als er uns beim netten Oertchen Altiaghaj rausgelassen hat, um uns am Abend im naechsten Dorf wieder einzusammeln, habe diese Frage aber schnell wieder verworfen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-374" title="Schutzzaun" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0355-300x200.jpg" alt="Schutzzaun" width="300" height="200" /><img class="alignleft size-medium wp-image-375" title="Kaffee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0361-300x200.jpg" alt="Kaffee" width="300" height="200" />Ausserdem wurden unterwegs genuegend andere Fragen aufgeworfen, zum Beispiel was wird hier eigentlich geschuetzt oder ist dieser Zaun nur wieder Ausdruck der aserbaidschanischen Eigenheit Fassaden aufzubauen? Und warum hat der Kaffee hier nie so grosse Bedeutung erlangen koennen wie bei uns?</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-380" title="Lada Niva" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0397-300x200.jpg" alt="Lada Niva" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-381" title="Personenkult" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0371-300x200.jpg" alt="Personenkult" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Sind Schafe gute Fussballspieler? Warum wird der Lada Niva von SUVs abgeloest? Was hat es mit diesem Personenkult in Aserbaidschan auf sich und was bedeuten die Schilder mit Spruechen des Praesidenten den Einheimischen? Warum sind die Eingaenge der Nationalparke in Aserbaidschan im sowjetischen Stil errichtet, obwohl das Land seit 1991 unabhaengig vom grossen Bruder ist? Wie kann es sein, dass anscheinend alle aelteren Maenner der postsowjetischen Laender, insbesondere Aserbaidschans waehrend der Sowjetzeit in der &#8220;GDR&#8221; in Magdeburg stationiert waren und wenn ja, waren das dann mehr Soldaten als es Buerger in der DDR gab? Ich werde noch viel darueber nachdenken koennen, wenn ich mal wieder im Buero der AOS darauf warte, dass der Rechner <em>irgendetwas</em> macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls wurden wir von einem sehr zuvorkommenden Aserbaidschaner eingeladen, der beim Kaffee aufgeregt von seiner Zeit in der &#8220;GDR&#8221; berichtet hat. Und da wir nun schon kein Brot angenommen haben und nicht zum Abendessen bleiben konnten, obwohl er ein Huhn fuer uns geschlachtet haette, gab er uns wenigstens noch suesse Quitten mit auf den Weg. Koffeingestaerkt fuehrten wir nun unseren Weg durchs Dorf weiter, als zwei riesige Greifvoegel ueber uns schwebten. Sicherlich war das seltsame Verhalten voegelbeobachtender Großstaedter beim Anblick von kreisenden Gaensegeiern in der Luft nicht nur fuer unsere Begleiter ein putziger Anblick. Panisch stellten Birgit und ich unsere Rucksaecke ab, zueckten die Fernglaeser, holten den Svensson raus und liefen aufgeregt die Strasse auf und ab, um noch einen Blick auf die Voegel erhaschen zu koennen. Gaensegeier, krass &#8211; na da hat sich der Ausflug doch wieder gelohnt!</p>
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		<title>Packen für Aserbaidschan</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 09:42:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, die letzten Stunden vor der Abreise nach Aserbaidschan und die Frage, was muss ich jetzt noch tun, was muss noch unbedingt in den Rucksack!? Vielleicht doch noch mal zum Outdoorladen, neuen Nikwax und eine Jacke kaufen? Oder reicht meine Regenjacke, oder besser den dicken Wintermantel anziehen und hoffen, dass ansonsten die Fleece-Jacke reicht? Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Tja, die letzten Stunden vor der Abreise nach Aserbaidschan und die Frage, was muss ich jetzt noch tun, was muss noch unbedingt in den Rucksack!? Vielleicht doch noch mal zum Outdoorladen, neuen Nikwax und eine Jacke kaufen? Oder reicht meine Regenjacke, oder besser den dicken Wintermantel anziehen und hoffen, dass ansonsten die Fleece-Jacke reicht? Man kann einfach nicht &#8220;alles&#8221;  mitschleppen, was man meint, unbedingt zu brauchen für drei Monate. Unerlässlich sind auf jeden Fall Fernglas, GPS-Gerät, Kamera, Svensson Vogelführer, das Buch &#8220;<em>Birdwatching in Azerbaijan</em>&#8220;, Russisch-Wörterbuch, Aserbaidschanisch-Sprachführer, iPod, externe Festplatte und diverse Ladekabel. <span id="more-231"></span>Äusserst wichtig sind des Weiteren ausreichend Kaffee, weil es in dieser Teetrinkernation wohl nur Instantkaffee gibt &#8211; brrrr, Tabak wegen meiner Vorliebe zu den selbstgedrehten Zigaretten, ansonsten sicherlich billiger vor Ort zu bekommen, dicke Sachen wie hübsche BW-Unterhosen, Hüttenschlafsack für den Fall der Fälle, naja und das übliche. Wanderstiefel werde ich anziehen und mir dort ein Paar billige Turnschuhe kaufen, weil für Schuhe einfach kein Platz mehr im Rucksack ist. Man muss Prioritäen setzen! Und dabei ständig die Frage, was muss ich wirklich mitnehmen und was kann ich in Baku besorgen? Wichtig sind mir ausreichend Bücher für jede Stimmung. Ich werde nie wieder den Fehler begehen und nur ein, wenn auch dickes Buch mitzunehmen, wie in den drei Monaten in Kirgistan und nur den Ulysses von James Joyce dabei &#8211; ein schrecklich langweiliges Buch. Diesmal bin ich hoffentlich mit folgenden Büchern gut ausgestattet: Conefrey, Wie man bei Windstärke 10 stilvoll eine Tasse Tee trinkt; Forster, Reise um die Welt; Humboldt, Reise durchs Baltikums nach Russland und Sibirien 1829; Hosseini, Drachenläufer. Naja und natürlich noch diverse DVDs, meine Kollegin hat schliesslich ihren Laptop dabei und wahrscheinlich gibt es in der WG in Baku sogar einen DVD-Player. Hoffentlich, denn drei Monate ohne Kalkofe werden hart für mich. (Lieber Kalk, ich vermisse Dich jetzt schon!) Aber gut, wer das eine will, muss das andere mögen und ansonsten gibt es natürlich Internet, sprich Youtube. Seltsam, wie frühere Forscher und Entdecker gereist sind, ohne den ganzen Outdoorkram, mit Kompass statt Navigationsgerät, Briefe schreiben statt Blogs und dabei <em>wirklich</em> auf Dinge verzichten zu müssen. Diese Entbehrungen und Erfahrungen zu machen wird wohl immer schwieriger. Ich bin gespannt, was ich für Aserbaidschan noch hätte einpacken müssen. Und am Ende noch ein Buchtipp, für jeden der mit Aserbaidschan als nächstes Traumziel liebäugelt: Ingo Petz, Kuckucksuhren in Baku, Reise in ein Land, das es wirklich gibt.</p>
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		<title>Heimische Amphibien: Bestimmen &#8211; Beobachten &#8211; Schützen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 07:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amphibien]]></category>
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		<category><![CDATA[Kartierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit gestern ist ein neues Buch über die heimischen Amphibien in unseren Bürobestand übergegangen. Zweifelsohne gibt es zahlreiche Bücher, die sich mit der heimischen Amphibienwelt beschäftigen, doch macht dieses einen ausgesprochen guten, umfassenden und dabei gleichzeitig nicht zu detaillierten Eindruck. Der Autor Dieter Glandt hat es im Aula-Verlag 2008 verfasst. Zum Inhalt: Der Autor weist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit gestern ist ein neues Buch über die heimischen Amphibien in unseren Bürobestand übergegangen. Zweifelsohne gibt es zahlreiche Bücher, die sich mit der heimischen Amphibienwelt beschäftigen, doch macht dieses einen ausgesprochen guten, umfassenden und dabei gleichzeitig nicht zu detaillierten Eindruck. Der Autor Dieter Glandt hat es im Aula-Verlag 2008 verfasst.<span id="more-74"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Inhalt:</p>
<p style="text-align: justify;">Der Autor weist bereits in seiner Einleitung darauf hin, welche Schwerpunkte er in dem Buch gesetzt hat. Er richtet das Buch nicht ausschließlich an ein detailliert kundiges Fachpublikum, sondern will eine breite interessierte Öffentlichkeit erreichen. Die Leser sollen durch die Lektüre in die Lage versetzt werden die heimischen Amphibien bis zur Art zu bestimmen, es sollen Anregungen für eigene Beobachtungen durch die Beschreibung der arttypischen Verhaltensweisen gegeben werden und des weiteren stellt Dieter Glandt potentielle Bedrohungen und Maßnahmen zum Amphibienschutz dar.</p>
<p style="text-align: justify;">Anhand gut strukturierter Kapitel und zahlloser Farbbilder spannt das Buch den Bogen vom Wanderverhalten über das Paarungsverhalten hin bis zu den bevorzugten Gewässertypen, den Winterquartieren und wirklich nahezu allem, was noch dazwischen einzuordnen ist. Dabei ist der Schreibstil gut verständlich und interessant gehalten, was für ein Fachbuch durchaus nicht immer zutreffend ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Als eine Art Bonus zu dem Buch erhält man eine CD, die neben den Rufen sämtlicher Vertreter der heimischen Froschlurche, vielen Fotos, Bestimmungstabellen noch weiteres Material zur Kartierung von Amphibien im privaten Bereich beinhaltet.</p>
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