FF-vita Blog

Landschaftsnutzung und Naturschutz

Tag: Kranich

Chorin ist mehr als ein Kloster

Wer noch richtigen “Urwald” erleben möchte, muss nach Chorin kommen und das Kloster mal Kloster sein lassen, also einfach links liegen lassen  oder östlich für die Geographen unter uns und sich in Richtung Golzow bewegen. Klar wird auch hier gewirtschaftet und wir haben es mit einem Nutzwald zu tun, aber wenn man mal die Polter am Wegesrand vergisst, könnte man eben doch glauben in einem Urwald zu sein. Was für Ökis “eine gute Naturverjüngung” ist, mutet für jeden Normalsterblichen mit etwas Phantasie als: “Boah was für ein Urwald” an. Man bekommt doch eine gewisse Vorstellung davon, wie sich die Römer gefühlt haben müssen und was sie meinten mit undurchdringlichem germanischen Wald. Buchenmischwald  vom Feinsten, kleine Hügelchen, die in dieser Region schon als Berge durchgehen, wie z.B. der Pferdeberg mit seinen immerhin 101,8 m üNN oder der Katzenberg mit schlappen 99,7 m üNN. Daneben kleine Moore mit Wollgras und mickrigen Birken und durchzogen wird das ganze vom Nettelgraben. Nun gut, das ist kein schönes Fließgewässer, sondern entwässert diese Region noch heute Richtung Parsteinsee, was nicht so toll ist.  Aber wer Zeit mitbringt sollte sich auch nach Brodowin begeben, sich dieses nette Ökodorf anschauen, das südlich gelegene 102-jährige Naturschutzgebiet Plagefenn nicht zu vergessen und auf dem “Königsweg” kann man in Richtung Chorin zurückgehen oder fahren. Hoffentlich gehen, Kopfsteinpflaster gut und schön, aber für Radler ist es eher eine Teststrecke als eine gemütliche Tour. Und was nützt das alles dem Orni? Wer schon frühzeitig draussen ist, wird ganz bestimmt Kraniche auf der einen oder anderen Lichtung stehen sehen. Gewiss wird man einen Schwarzspecht hören oder sehen, Hohltauben, Kolkraben, und natürlich die üblichen Verdächtigen wie Mäusebussard, Buchfink, Buntspecht, Kohl- und Blaumeisen, Ziplzalp, Amseln, Zaunkönig, Waldlaubsänger, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Garten- und Waldbaumläufer usw. usw. Ach, macht Euch doch ein eigenes Bild von der Schönheit Chorins und bei der Gelegenheit kann man sich ja auch mal die Klosterruine anschauen, die ist ja auch ganz hübsch. ;-)

Die Vogelwelt bei Trampe

Lohnenswert, in ornithologischer Hinsicht ist auch auf jeden Fall der unscheinbare Ort Trampe kurz hinter Eberswalde. Regional eher bekannt für seinen guten Bäcker bietet die parkähnliche Landschaft mit Wiesen, Feldgehölzen, Söllen und angrenzenden Wäldern allerlei Vogelarten eine Heimat. Bei meiner Ankunft kann ich gleich zwei Kraniche und einen Mäusebussard beobachten, na da hat sich das frühe Aufstehen doch wieder gelohnt. Neben Feld- und Heidelerchen, Grau- und Goldammern, Baumpiepern gibt es hier Braunkehlchen, Neuntöter, Pirol, Mönchs,-Sperber,-Zaun- und Klappergrasmücken. Auffällig sind aber vor allem die vielen Grauammern. Ui ein dicker Buchfink fliegt vorbei, ach nein, bei genauerem Hinschauen zeigt sich ein Kernbeißer in seiner ganzen Farbenpracht. In den Robinien huscht ein Grauschnäpperpärchen und Baumpieper lassen sich von Birken- oder Kiefernwipfel zu Singflügen herab. Nur die Mücken nerven und lassen sich auch nicht sonderlich vom Duft des Autans beeindrucken, so dass ich diese Gegend verlassen muss, bevor ich völlig blutleer bin.

Die seltsamen Laute eines Graureihers

Heute morgen bin ich mit dem Hund aus einer alten Gewohnheit heraus zum Schwärzesee gefahren, wenngleich es noch zu kalt zum Baden ist, Vögel beobachten kann man dennoch wunderbar hier. Nach der Eintönigkeit des Kiefernwaldes freue ich mich bei der Ankunft über die Triller der Waldlaubsänger und die Gesänge einer Mönchsgrasmücke, von Fitissen, Zilpzalp und Buchfinken. Ansonsten ist es noch wunderbar still hier, keine Menschenseele um diese Zeit und die Wasseroberfläche wird nur von einigen Stock- und Schellenten durchzogen. Während ich einen Kleiber bei seinen Kletterkünsten am Baum beobachte, höre ich eine Art bellen, wie von einem Fuchs oder so, denk ich jedenfalls bei mir. Aber das Geräusch kommt vom Wasser, ach nee, da zieht ein Graureiher seine Runden. Er lässt sich auf einer alten Kiefer in der Nähe nieder und ich denke, na super, Kissen und Kaffee wieder in der Fahrradtasche verstauen, Hund schnappen und weiterziehen, um den Herr Reiher nicht zu stören. Am anderen Ende des Badestrandes lasse ich mich wieder nieder, hole meinen Kaffee raus und beobachte Trauerschnäpper, Baumläufer, höre Stare, diverse Meisen, Amseln und Buchfinken. Eine Drossel läuft über den Strand und sucht nach Nahrung und vom anderen Ufer hört man die Kraniche und einen Schwarzspecht rufen. Der Graureiher hat sich auch mittlerweile auf der anderen Seeseite niedergelassen und steht ebenso gelassen wie elegant auf einem abgebrochenen Baumstamm. Nun gut, ich werde auch wieder abziehen, aber sicherlich wieder öfter zum Schwärzesee fahren, denn der Sommer fängt ja grad erst an.

Ein kleiner ornithologischer Rundumschlag zum Frühlingsanfang

Beim Start meiner kleinen ornithologischen Radtour heute morgen lag noch Reif über der „Heide“ unter der Stromtrasse. Anscheinend waren es der Heidelerche und Goldammer noch zu kalt zum Zwitschern. Im Kiefernforst hingegen waren Kohlmeisen, Buchfinken, Eichelhäher, Amseln und an exakt derselben Stelle wie neulich die Singdrossel aktiv. Auf Höhe des Forsthauses hielt ich kurz an, um mir den fröhlichen Gesang des Rotkehlchens anzuhören, um dann über die Telekomstrasse und weiter durch den Kiefernforst zu fahren. Hier vernahm ich noch eine Tannenmeise und Misteldrossel, bevor ich nach rechts zum Walpurgisbruch, einem durch Torfstich entstandenen Kleingewässers abbog. Ein herrlicher Platz zum Kaffee trinken! Beim Abstellen des Fahrrads bemerkte ich einen kleinen flinken Vogel in einem unteren Kiefernast und dachte, was wuselt denn da? Mit dem Fernglas konnte ich wunderbar den gelben Scheitel und schwarzen Überaugenstreif des Wintergoldhähnchen sehen, echt bezaubernd. weiterlesen… »

Das Trompeten des Kranichs

Als heute Morgen die ersten Sonnenstrahlen in mein Zimmer luckten, dachte ich, man, bei dem Wetter muss man doch raus, der Bürokram kann schliesslich warten. Also machte ich mir eine Kanne Kaffee, einpaar Stullen, packte Fernglas und Vogelbuch in den Rucksack, ein Kissen in die Fahrradtasche und fuhr los in den Wald Richtung Schwärzesee.
Beim Überqueren der Stromtrasse hörte ich Goldammer und Heidelerche, da dachte ich mir schon, ja wirklich in guter Tag zum Vögel beobachten. Im Kiefernforst vernahm ich neben einigen Kohlmeisen und Buchfinken, eine Singdrossel in der Nähe einer Schonung. Für das Beobachten eines Buntspechtweibchens beim Nüsseln an der Birkenrinde musste ich nur anhalten und brauchte nicht einmal das Fernglas zum Erkennen ihres schönen kontrastreichen Gefieders. Dabei flogen lautstark eine Gruppe Gänse über mich hinweg und aus dem Wald weiter weg hörte ich das Trompeten eines Kranichs, ja meine Herren, denke ich bei mir, herrlich heute. Kurz vor dem Schwärzesee biegt der Waldweg zum Schwärzefliess ab und ich entscheide mich für ein Stück Buchenwald zur weiteren Vogelbeobachtung. Ich schaue mir die Buchen genauer an und tatsächlich da sind Schwarzspechthöhlen, die mir ein Grinsen aufs Gesicht zaubern und da höre ich auch schon in der Nähe seinen anklagenden Revier-Ruf, ja ja ich bin ja gleich weg. weiterlesen… »

FF-vita Blog läuft unter Wordpress 3.0.1
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates