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	<title>FF-vita Blog &#187; Kormoran</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Still und starr ruht der See</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 13:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, das sind schwere Zeiten für Ornis! Denn der Winter hat unsere Landschaft fest im Griff und (fast) alle Seen der näheren Umgebung um Eberswalde liegen zur Zeit unter einer dicken Schnee- und Eisdecke. So war ich erfolglos am Grimnitz,- und Parsteinsee sowie den umliegenden kleineren Seen sowieso. Nicht einmal Wildgänse liessen sich auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, das sind schwere Zeiten für Ornis! Denn der Winter hat unsere Landschaft fest im Griff und (fast) alle Seen der näheren Umgebung um Eberswalde liegen zur Zeit unter einer dicken Schnee- und Eisdecke. So war ich erfolglos am Grimnitz,- und Parsteinsee sowie den umliegenden kleineren Seen sowieso. Nicht einmal Wildgänse liessen sich auf den Feldern blicken. Wenigstens schien gestern zum ersten Mal seit Wochen wieder die Sonne und durchbrach das ewige Weiss-Grau des Januars. Auf dem Weg zum Grimnitzsee sah ich, dass aber zumindest der Werbellinsee offen ist und so hielt ich auf dem Rückweg am Ufer zwischen Altenhof und Eichhorst an. Aber auch hier war nichts Interessantes zu sehen, ausser Stockenten, Blässrallen, Haubentaucher und wunderschöne Eisskulpturen&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8320.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-819" title="Werbellinsee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8320-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8328.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-820" title="Eisskulpturen am Werbellinsee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8328-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Natürlich waren am anderen Ufer riesige Ansammlungen von Wasservögeln, welche aber auf dieser Entfernung nur schemenhaft zu erkennen waren. Und natürlich ist die Straße am scheinbar vogeltechnisch besseren Ufer zwischen Eichhorst und Joachimsthal wegen Bauarbeiten gesperrt. <span id="more-817"></span>Aber ich entschloss mich dennoch, zu sehen, wie weit man auf der anderen Seite kommt und ob ich dort nicht mehr Glück habe. Und wie ich so zurück zum Auto laufe, mit aufgeschultertem Spektiv und dem &#8220;Svensson&#8221; bewaffnet, denke ich, wenigstens einpaar Tafel- oder Reiherenten könnten ja mal in den Stockentenschwärmen mitschwimmen! Noch bevor ich den Gedanken zu Ende denken konnte, sah ich einpaar weisse Flecken zwischen den Stockenten aufblitzen und Tatsache: ca. 20 Reiherenten, na wenigstens was&#8230;</p>
<p>Am Café Wildau bzw. dem Ablauf des Sees in den Werbellinkanal gab es noch größere Ansammlungen von Blässrallen, Stockenten und auch einige Kormorane, na super, dafür schleppe ich nicht das Spektiv durch die Gegend.  Also fuhr ich weiter und dann hatte ich endlich etwas mehr Glück, in der Bucht nördlich vom Strand &#8220;Am Spring&#8221; haben sich auch einige Tafel- und Schellenten mitunter gemischt. Ansonsten konnte ich noch ein einzelnes Gänsesägerweibchen entdecken. Ach, da macht es bald mehr Spaß die Trupps aus Grünfinken, Erlenzeisigen, verschiedenen Meisen, wie beispielsweise Sumpf- oder Schwanzmeisen in den Erlen am Ufer zu beobachten. Aber schön war es dennoch am Werbellinsee. Vor allem der Strand, absolut weiss und ohne Menschen, hatte eine ganz besondere Stimmung und zu hören war nur das Rufen des Schwarzpechtes, das Gemecker der Enten und das Gezwitscher der Meisen und Zeisige.</p>
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		<title>Vogelzählung auf Aserbaidschanisch</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/10/vogelzahlung-aus-aserbaidschanisch/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 17:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir fast alle IBA`s digitalisiert haben und auch langsam die Saison beginnt, die Zugvögel am Kaspischen Meer zu zählen, war heute unser erster &#8220;richtiger&#8221; Birdwatchingday. Wie uns Dr. Elchin Sultanov von AOS empfohlen hat, sind wir zur Artyom-Halbinsel gefahren, um dort in den Buchten nach Zugvögel Ausschau zu halten.  Die Insel Artyom ist laut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem wir fast alle IBA`s digitalisiert haben und auch langsam die Saison beginnt, die Zugvögel am Kaspischen Meer zu zählen, war heute unser erster &#8220;richtiger&#8221; Birdwatchingday. Wie uns Dr. Elchin Sultanov von <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> empfohlen hat, sind wir zur Artyom-Halbinsel gefahren, um dort in den Buchten nach Zugvögel Ausschau zu halten.  Die Insel Artyom ist laut dem Trescher-Reiseführer ein: &#8220;<em>trostloses Stück Land,&#8230; umringt von uninspirierten Wohnblöcken&#8230; Ölfeldern und Flüchtlingssiedlungen&#8230;</em>&#8221; Tja, besser kann man diesen gottverlassenen Ort auch nicht beschreiben und Vögel gucken, stellt man sich ja irgendwie anders vor, in unberührter Natur oder sowas in der Art zumindest. Aber da wir uns schon seelisch und moralisch gut auf eine ölfverschmierte Industrielandschaft vorbereitet haben, wurden wir relativ positiv überrascht. <span id="more-505"></span></p>
<p style="text-align: justify;">An unserem ersten Halt waren leider nur unzählige Blessrallen (<em>Fulica atra</em>) und der Wind versuchte unser Spektiv wegzupusten, so dass wir ersteinmal in einem Restaurant einkehrten, um uns an Chay aufzuwärmen. Während wir frühstückten hing man, einen bereits aus der Decke geschlagenen, Hammel direkt neben uns auf, um ihn auzunehmen und in wohlproportionierte Teile zu schneiden, wie gut, dass wir keine Vegetarier sind. Gleichzeitig flog der Hubschreiber ziemlich dicht über unseren Köpfen, der die Öl-Arbeiter regelmäßig zur weltweit einzigen Stadt auf Stelzen, Neft Daschlari bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir machten uns dann auf den Weg Richtung Strand, wieder nur Blessrallen, aber gut, wir begannen sie zu zählen und kamen auf über 800 allein an dieser Stelle.  Ansonsten tummelten sich noch 22 Kormorane (<em>Phalacrocorax spec.</em>),  19 Tafelenten (<em>Aythya ferina</em>), zwei Schnatterenten (<em>Anas strepera</em>), eine vereinsamte Rostgans (<em>Tadorna ferruginea</em>) sowie diverse Reiher und Möwen in der Bucht. Am Ufer waren Bachstelzen und Haubenlerchen unterwegs, drei Stieglitze liessen sich sehen und ein (wahrscheinlich) Rötelfalke jagte über die Ebene. Wir gingen weiter Richtung Norden, um an anderer Stelle unser Spektiv aufzustellen und zählten nochmals über 400 Blessrallen und neun Silberreiher (<em>Egretta alba</em>). So langsam dachte ich, könnte uns mal was spannenderes vor die Linse laufen, schwimmen oder fliegen und tatsächlich als wir weitergingen &#8211; endlich ein paar Limis!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben flugs unser Spektiv aufgebaut und tatsächlich waren da einige Strandläufer und Regenpfeifer. Aber während wir noch rätselten, ob es sich wohl um Sandregenpfeifer handelte, gesellte sich ein Trupp Soldaten hinzu. Uns war nicht klar, dass wir auf einem Militärgelände waren und erklärten, dass wir nur nach Vögel gucken wollen. Irgendwie fanden dann wohl alle Beteiligten die Situation ziemlich lustig, denn auch die Soldaten mussten schmunzeln bis lachen, als einer von ihnen durch unser Spektiv schaute und seinen Kumpanen bestätigen konnte, dass wir tatsächlich kleine niedliche Vögel fokussiert hatten.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-510" title="Birdwatching_Artyom" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn9154-300x225.jpg" alt="Birdwatching_Artyom" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-512" title="Artyom_Birdwatching" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0689-300x200.jpg" alt="Artyom_Birdwatching" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Nach dieser ersten illustren  Vorhut kamen weitere Soldaten mit einem wichtig dreinblickenden Herrn, der uns wieder fragte, was wir hier zu suchen hätten. Wieder unsere Erklärung in Russisch und in Zeichensprache, dass wir nur Vögel gucken, aber er wollte sich nicht davon überzeugen lassen, dass man kleine niedliche Limis sieht, wenn man durchs Spektiv schaut und bezichtigte uns der Militärspionage. Schliesslich gäbe es hier eine Rakete und überhaupt, wo wir denn herkommen würden usw., unnötig zu erwähnen, wie unglaubhaft &#8220;zu Fuss&#8221; in Aserbaidschan ist. Auf meine Frage, wo wir denn nun weiter langgehen dürften, meinte er, nirgendwo hin, wir müssten hier warten, wahrscheinlich auf einen noch wichtiger dreinblickenden Soldaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das wurde mir langsam zu blöd und ich rief Elchin an, schilderte ihm kurz die Sitation und gab das Telefon weiter an den wichtigen Soldaten. Nach einem kurzen Gespräch in seiner Landessprache gab er uns lächelnd das Telefon wieder, zeigte uns den Rückweg und verabschiedete uns freundlich, er sagt sogar &#8220;<em>cpacibo</em>&#8220;. Wir wissen bisher noch nicht, was Elchin gesagt hat, aber es hat gewirkt und wir konnten abziehen. Puh, wir hatten auch eigentlich wenig Lust, Zeit auf einem Polizeirevier zu verbringen, um zu Protokoll zu geben, dass wir Vögel beobachtet haben. Zum Glück hat der wichtige Mann meine Kamera und das GPS-Gerät nicht gesehen, denn fotografieren kann man in Aserbaidschan nur schöne Dinge. Fotographiert man Industrie-, Öl- oder was auch immer-Anlagen riskiert man einen Ausflug zur Polizei und dann kommt man noch am Besten weg, wenn man seine Bilder löscht &#8211; seltsames Absur&#8230; äh Aserbaidschan! Nun denn, wir haben noch die ca. 1500 Blessrallen auf der anderen Seite gezählt, vor welchen wir uns am Anfang gedrückt hatten und fuhren erleichtert nach Hause.</p>
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		<title>Absheron Nationalpark</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 15:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern haben Birgit und ich unsere  aserbaidschanische Nationalparktour fortgeführt und waren an der Nehrungsküste Absheron, östlich von Baku. Dieser Nationalpark wurde 2005 gegründet und ist der kleinste in Aserbaidschan &#8211; klein, aber fein. Obwohl ich schon darum gebeten worden bin, doch mal wieder was positives über Aserbaidschan zu schreiben, muss ich mich nach diesem Sonntagsausflug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern haben Birgit und ich unsere  aserbaidschanische Nationalparktour fortgeführt und waren an der Nehrungsküste Absheron, östlich von Baku. Dieser Nationalpark wurde 2005 gegründet und ist der kleinste in Aserbaidschan &#8211; klein, aber fein. Obwohl ich schon darum gebeten worden bin, doch mal wieder was positives über Aserbaidschan zu schreiben, muss ich mich nach diesem Sonntagsausflug nicht mal der Beeinflussung bezichtigen lassen. Ich kann tatsächlich mit Fug und Recht behaupten, dass diese ehemalige Sperrzone im Südost-Zipfel der Absheron-Halbinsel ein schöner Flecken Erde ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-430" title="Absheron Nationalpark " src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/absheron1-300x200.jpg" alt="Absheron Nationalpark " width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-431" title="Heuschrecke" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/heuschrecke-300x200.jpg" alt="Heuschrecke" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aber ersteinmal, wie kommt man dahin? Wir fuhren mit der U-Bahn zur Metrostation Azis Beyov, um von dort einen Bus nach Zirya zu nehmen, ein kleiner Ort, ca. 40 km von Baku entfernt, um dann mit dem Taxi weitere 8 km durch karges Land zu überwinden.  Der Taxifahrer wusste natürlich weder, was ein &#8220;Milli Parki&#8221; ist, noch wo das sein könnte, zum Glück gibt es kaum Möglichkeiten sich zu verfahren. Anscheinend hegen nicht so viele den Wunsch, von Zirya zum Nationalpark gebracht zu werden, wir waren auch die einzigen Gäste an diesem herrlichen Sonntag. Hat man jedenfalls am  Eingangstor (natürlich wieder im sozialistischen Stil errichtet) sein Bilet bezahlt, kann man endlich einen traumhaften Strand betreten und sich ein wahrlich erfrischendes Bad im Kaspischen Meer gönnen. <span id="more-420"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Weit in der Ferne kann man dabei Baku in einer Smogglocke ausmachen und hier etwas Ruhe von all dem Hupen, Chaos und der schrecklichen Luft geniessen.  Zu sehen gab es ersteinmal nicht so viel aufregendes, einpaar Bachstelzen, Seidenreiher und Kormorane. Jaja, ich weiss, ich bin ja jetzt <a href="http://www.nabu.de/kormoranfreunde/kormoran-freunde.php" target="_blank">Kormoranfreund</a> und sollte mich entsprechend mehr darüber freuen, welche zu sehen. Aber wir haben natürlich mit spannderen Vogelarten und mindestens ein paar Kaspirobben gerechnet. Wir wollten schliesslich nicht umsonst das Spektiv mitgeschleppt haben und uns deswegen noch mehr angaffen lassen als sonst. Aber wir wurden auch entlohnt, denn als wir uns auf den Weg zur Nehrungsspitze machten, liess sich ein Trupp von ca. 10 Sandregenpfeifer vor uns nieder. Wir konnten sie in aller Ruhe beobachten und trieben sie noch eine Weile vor uns her. Eine Kaspirobbe haben wir auch gesehen, aber leider nur noch den hinteren angefressenen Teil. Man kann nicht alles haben, dafür haben wir eine ziemlich große Würfelnatter gesehen.</p>
<p style="text-align: justify;">An der Nehrungsspitze angekommen, mussten wir eigentlich auch schon bald zurück, um zur verabredeten Zeit wieder am Tor zu sein und uns vom Taxifahrer wieder nach Zirya bringen zu lassen. Aber ersteinmal stellten wir das Spektiv auf, um auf der vorgelagerten Sandinsel Kaspirobben, möglichst noch lebend zu beobachten, konnten aber leider keine entdecken. Dafür sahen wir ein paar Löffelenten und einen riesigen Schwarm Tafelenten. Jetzt wo es spannend wurde, mussten wir natürlich umkehren und gingen im Stechschritt die ca. 6 km zum Eingangstor zurück. Unterbrochen wurde der Weg durch einen See, den man wegen dem Schlamm nicht durchwaten konnte und so mussten wir noch einen relativ großen Umweg machen. So langsam wurden wir auch etwas panisch, unseren Taxifahrer zu verpassen, natürlich waren auch unsere Handyakkus leer, wenn schon, denn schon. Aber mit deutscher Pünktlichkeit erreichten wir doch noch genau um fünf Uhr das Tor und machten uns auf den ca. dreistündigen Rückweg nach Baku. Damit ging ein schöner Tag am Meer mit ziemlich verbrutzelter Haut zu Ende.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-440" title="Absheron" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/absheron2-300x200.jpg" alt="Absheron" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-451" title="Baden im Kaspi" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn8952-300x225.jpg" alt="Baden im Kaspi" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Schluss mit putzig! Kormoran ist Vogel des Jahres 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Kormoran ist zum Vogel des Jahres 2010 gekürt worden &#8211; das ist doch mal spannend! Da kommt doch mal so richtig Bewegung in die Sache.  Schluss mit hübsch, putzig oder elegant! Ich mein, so einen Eisvogel findet noch jeder schön, am liebsten in einer netten Licher-Werbung mit klarem Wasser und so schön grünen Wäldern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Kormoran ist zum Vogel des <a href="http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/vogeldesjahres/2010-kormoran/Informationen/index.html" target="_blank">Jahres 2010</a> gekürt worden &#8211; das ist doch mal spannend! Da kommt doch mal so richtig Bewegung in die Sache.  Schluss mit hübsch, putzig oder elegant! Ich mein, so einen Eisvogel findet noch jeder schön, am liebsten in einer netten Licher-Werbung mit klarem Wasser und so schön grünen Wäldern drumherum. Ja damit können wir uns identifizieren, vor allem wir Biertrinker. Wo genau liegt eigentlich dieses Licher-Land? <span id="more-411"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Na egal, so genau nimmt es der Eisvogel ja dann auch nicht und kommt sogar am dreckigen Finowkanal bei Eberswalde vor. Dennoch ist er so schön und steht symbolisch für naturnahe Fliessgewässer, dass er sogar schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gewählt wurde. Und auch die anderen Kanditaten waren regelrechte Musterknaben und Sympathieträger: der Kuckuck, wer kennt ihn nicht aus Kinderliedern, der Turmfalke, elegant und angepasst segelt er durch die Stadt, der Kleiber kann so lustig am Baum rauf und runter klettern und hat diese schönen Maskarastriche an den Augen, der Uhu macht auch was her und und und&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nun der Kormoran, alles andere als hübsch, schwarz wie die Nacht und mit diesem anmassenden Appetit auf Fisch. Würde sich der Kormoran von Blättern ernähren, ich denke, dass die Fischzüchter nicht mit dem Schutz der armen Bäume kommen würden. Und auch sonst kann man sich nur wundern über die Argumente gegen Kormorane und <em>für</em> deren &#8220;Management&#8221;. Als gäbe es keine Möglichkeiten Fischzuchtanlagen vor Kormorane zu schützen und als sei Angeln ein Menschenrecht. Und als sei es ist nicht genug, dass Menschen sehr viel Raum für ihre Städte, Strassen und Landnutzung (einfach mal beim nächsten Malle-Flug aus dem Fliegerfenster schauen!) oder vielseitigen Hobbys einnehmen. Nein, auch der letzte halbwegs natürliche See muss noch für den Menschen nutzbar sein. Und sei es nur, um sehr männlich einen Fisch zu angeln, sich mit Müll zu verewigen und dem Hausdrachen wenigstens für einpaar Stunden entfliehen zu können. Das ist auch viel wichtiger als den Fisch ganz profan zu verzehren, weil er nun mal Nahrungsgrundlage ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber an mir prallen diese und die vielen anderen bestimmt ganz wichtigen Argumente ab, wie das Wasser an einem Eisvogel. Denn ich bin <a href="http://www.kormoranfreunde.de/" target="_blank">Kormoranfreund</a> und habe auch schon einen Vorschlag fürs Jahr 2011. Wie wärs mit Graureiher oder <em>Fischreiher</em>, nennen wir das Kind doch beim Namen. Noch so ein Flegel, der sich anmasst der Krone der Schöpfung den Goldfisch aus dem Teich zu stibitzen.</p>
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