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	<title>FF-vita Blog &#187; Greifvogel</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Unteres Odertal &#8211; Singschwäne und mehr</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 11:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Zur Zeit tummeln sich Hunderte Singschwäne und Wildgänse auf den Stoppelfeldern rund um Schwedt. Am 20. und 21. Februar wird es auch wieder die Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal geben. Dieses Spektakel wollten Florian und ich uns nicht entgehen lassen, außerdem soll es im Odertal während des Winterzuges sogar die seltenen Zwerg- und Rothalsgänse als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zur Zeit tummeln sich Hunderte Singschwäne und Wildgänse auf den Stoppelfeldern rund um Schwedt. Am 20. und 21. Februar wird es auch wieder die <a href="http://blog.mitkid.de/singschwaene-im-odertal/" target="_blank">Singschwantage</a> im <a href="http://www.nationalpark-unteres-odertal.de/" target="_blank">Nationalpark Unteres Odertal</a> geben. Dieses Spektakel wollten Florian und ich uns nicht entgehen lassen, außerdem soll es im Odertal während des Winterzuges sogar die seltenen Zwerg- und Rothalsgänse als Gäste aus dem hohen Norden geben. Schon bei der Anfahrt auf der B2 nach Schwedt sollte man Ausschau auf die angrenzenden Felder halten. Wir bogen von der B2 in Richtung Criewen ab, übrigens ein Ort, in dem ich schon gern meine Kindheit mit Reitferien verbracht habe! Dann fuhren wir am Vorwerk vorbei und hielten  ersteinmal an einem Rastplatz für sicherlich tausend Bläss- und Saatgänse und mehr als Hundert Singschwänen.  <span id="more-759"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Danach ging es weiter durch den Ort Criewen, Richtung Criewener Polder. Schon beim Überqueren der Brücke über die Hohensaaten-Friedrichtsthaler-Wasserstraße wurden wir von einem Schwarzspecht willkommen gerufen und auf dem offenen Wasser tummelten sich Stockenten, Blässrallen und Höckerschwäne. Die Polderflächen zwischen der Wasserstraße und der Oder gehören zum Nationalpark Unteres Odertal, der sich als Deutschlands einziger Auen-Nationalpark rühmen kann. Wenngleich seit achtzig Jahren das Wasserregime mit Dämmen und Schöpfwerken reguliert wird, aber das ist eine andere Geschichte&#8230; Wie auch immer, der Anblick ist jedenfalls dennoch beeindruckend: eine weite glatte Schneefläche, so weit das Auge reicht und dazwischen Bäume, wie steckengeblieben in Eis und Schnee.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Nationalpark-Unteres-Odertal.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-778" title="Nationalpark Unteres Odertal" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Nationalpark-Unteres-Odertal-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Criewen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-779" title="Criewen" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Criewen-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Aus ornithologischer Sicht jedoch waren die Stoppelfelder weitaus interessanter, denn auf den Polderflächen sind die Gänse und Schwäne dem eisigen Wind schutzlos ausgeliefert und da es keine offenen Wasserstellen gibt, kann man auch nach Enten lange suchen. Fast schon etwas schadenfroh nahm ich zur Kenntniss, dass wenigstens ein Seeadler etwas Bewegung in den Stockentenschwarm brachte. Aber es lohnt sich auf dem Damm entlang  der Wasserstraße weiterzugehen und aufmerksam nach Vögeln zu schauen. Wir konnten jedenfalls einige Zwergsäger, Gänsesäger und Schellenten beobachten und in den Bäumen oder Gärten tummelten sich Schwärme von Grünfinken, Wacholderdrosseln und Goldammern.</p>
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		<title>Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 14:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben &#8211; aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof  abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst&#8230; Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei AOS (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? Nachdem wir daraufhingewiesen haben, dass eigentlich klar ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-288" title="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/09/dscn8651.jpg" alt="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" width="697" height="523" />Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben &#8211; aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof  abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst&#8230; Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? <span id="more-274"></span>Nachdem wir daraufhingewiesen haben, dass eigentlich klar ist, was wir zu tun haben und es eine ziemlich genaue  Projektausschreibung gibt, meinte er, dass wir ja morgen ersteinmal bei einer Vogelexkursion gemeinsam mit der &#8220;Dschitisiii&#8221; (<a href="http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/5466.htm" target="_blank">GTZ</a>) mitfahren koennen. Gut: Gesagt &#8211; Getan. Treffpunkt war heute morgen um halb neun (reichlich spaet fuer Voegel gucken, oder?) an der Metrostation Genschlik, am Hotel Genschlik. Eine nette Beschreibung fuer einen Treffpunkt, wenn nirgendwo eine Name steht und das sogenannte &#8220;Hotel Genschlik&#8221; ein verfallenes Hochaus ist, das hoffentlich schon glanzvollere Zeiten erlebt hat. Weil wir nicht wussten, wo dieses Hotel sein soll haben wir eine Mitarbeiterin angerufen und festgestellt, dass wir zufaellig am richtigen Ausgang waren. Sie hat uns dann eingesammelt und ist mit uns zum Treffpunkt gegangen. Gegen halb zehn waren denn auch alle da und wir konnten losfahren. Die Maedels hatten sich entsprechend auf die Exkursion eingestellt und ausnahmsweise mal keine hochhakigen Schuhe an, sondern duenne Turnschuhe oder Ballerinas, gern auch in weiss. Unterwegs haben wir noch einen erfahrenen deutschen Ornithologen und GTZ-Mitarbeiter eingesammelt. Der GTZ-Bus brachte die illustre Runde dann bis kurz vor den Berg Besh Barmag ans Ufer des Kaspischen Meeres und wir machten uns mit Spektiv und Fernglaesern bewaffnet auf den Weg die vorgelagerten Lagunen vogeltechnisch zu erkunden. Es gab auch einiges Interessante zu sehen: Alpen-, Temminck- und Sichelstrandlaeufer, Steinwaelzer, Kormorane, Seiden- und Graureihertrupps, Zwerg- Steppen und Lachmoewen und dazwischen eine Trauerseeschwalbe im Schlichtkleid. Hinter den Wasserflaechen ueberm Schilf drehten Rohrweihen ihre Runden und direkt hinter uns in den Seggen schaukelten Schwarzkehlchen auf den abgestorbenen Struenken. Die in weiter Ferne ausgemachten Flamingos stellten sich beim Naeherkommen leider als Eisenflamingos heraus. Ich habe mit vielem in Aserbaidschan gerechnet, aber nicht, dass sich Aserbaidschaner irgendwelche Eisentiere in die Lagune vors Haus stellen, wie der Deutsche den Kranich in den Vorgarten. Nunja, der GTZ-Ornithologe hoffte eigentlich auf einen Zug Steppenadler, aber man kann sein Glueck halt nicht erzwingen und so gingen wir mehr oder weniger langsam zum Bus zurueck, wo Puten-Sandwiches auf uns warteten. Als wir auf die Ironie aufmerksam machten nun gleich Voegel zu essen, meinte Dr. Elchin, dass Huehner keine Veogel seien, da hat er nun auch wieder recht und manche hatte wohl so einen grossen Hunger, dass sie foermlich zum Bus gerannt sind. Der Busfahrer hat nach dem Essen mit aller Selbstverstaendlichkeit seine PET-Flasche und die Verpackung des Sandwiches nach draussen in die Botanik geworfen. Darueber waren wir Deutsche natuerlich einigermassen entsetzt und fragten uns, ob es ihm die anderen wohl gleichtun werden. Aber wir waren erleichtert, dass alsbald eine grosse Tuete fuer den Muell rumging und auch die achtlos nach draussen geworfene PET-Flasche ihren Weg in die Tuete fand, auch wenn der Unterschied in der Landschaft nicht aufgefallen waere. Auf dem Rueckweg sah unser GTZ-Ornithologe noch einige Waldwasserlaeufer neben dem Weg und nach diesem kurzen Stopp fuhren wir in Richtung Baku zurueck. Obwohl es erst um zwei war und wir eigentlich gern noch weiter Voegel beobachtet haetten, aber die Mehrheit war wohl fuer den Antritt der Heimreise.</p>
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		<title>Österreich und der Greifvogelschutz</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 15:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
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		<description><![CDATA[In dem aktuellen Nabu-Newsletter wird auf einen derart offensichtlichen Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie hingewiesen, dass ich dem Inhalt zunächst selbst kaum Glauben schenken konnte. Es heißt darin, dass es bei unseren österreichischen Nachbarn kurz vor Weihnachten zu einem Erlass gekommen ist, der es den Jägern erlaubt innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 Bussarde und 250 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In dem aktuellen <a title="Nabu Newsletter" href="http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/international/10456.html" target="_blank">Nabu-Newsletter</a> wird auf einen derart offensichtlichen Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie hingewiesen, dass ich dem Inhalt zunächst selbst kaum Glauben schenken konnte. Es heißt darin, dass es bei unseren österreichischen Nachbarn kurz vor Weihnachten zu einem Erlass gekommen ist, der es den Jägern erlaubt innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 Bussarde und 250 Habichte abzuschiessen. Um die eilige Umsetzung des Erlasses noch zu untermalen, sollen bereits bis zum 31. Januar 200 Bussarde und 50 Habichte vom Himmel geholt werden. Natürlich kann man jetzt denken &#8221; Ja haben die denn noch alle Germknödel an der Waffel?!&#8221;, aber selbstverständlich! Man kann diese Frage nur mit einem klaren JA beantworten.<span id="more-25"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Während in den meisten europäischen Ländern noch fieberhaft daran geforscht wird, wie geschützten Arten nachhaltig ihr Lebensraum gesichert werden kann und was denn nun die Hauptfaktoren für den Artenrückgang in der Kulturlandschaft sind, ist man in Österreich bereits einen Schritt weiter. Mit einer schier unglaublichen Selbstsicherheit und einer an Kühnheit grenzenden Ignoranz ist man dort den wahren Schuldigen auf die Schliche gekommen, hat sie gestellt und in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Hört sich nach Inquisition an, ist aber so. Die dortige Landesregierung scheint davon überzeugt zu sein, dass sich Habichte und Mäusebussarde in ihrer tiefsitzenden Boshaftigkeit, getrieben von allerhand krimineller Energie zusammengerottet haben um gemeinsam ein möglichst breites Spektrum bedrohter und somit geschützter Tierarten zu vernichten.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Delinquenten wird vorgeworfen sich insbesondere an den streng geschützten Arten wie Laubfrosch, Brachpieper oder Smaragdeidechse zu verlustieren, ohne sich dabei an die im menschlichen Dasein tief verwurzelten Werte wie Nachhaltigkeit im Handeln oder den respektvollen und lebensbejaenden Umgang mit allen Arten zu orientieren. &#8220;Pfui deibel&#8221; und &#8220;Kruzifixnochamoal&#8221; kann man da nur sagen. Denen geschieht es doch gerade recht so! Vom Himmel mit ihnen!&#8230;..</p>
<p style="text-align: justify;">Ach wie schön müsste das Leben doch sein, wenn nur alles so einfach wäre. Natürlich muss man Stimmen gelten lassen, die da sagen &#8220;Ja aber jagen Habichte nicht eher und häufiger durchaus größere Singvögel als den Brachpieper?&#8221; oder &#8220;Ist denn die größte Besiedlung mit Mäusebussarden nicht entlang viel befahrener Straßen, weil Aas in der Regel ihre Leibspeise ist?&#8221;. Ja klar muss man sie gelten lassen&#8230;..aber anhören muss man sie ja wohl nicht. Wo kämen wir denn hin, wenn man einer politischen Entscheidung über das Leben oder Sterben von 1250 Greifvögeln noch die Betrachtung wissenschaftlicher Fakten vorschalten müsste. Das macht doch alles nur unnötig komplizierter.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Tourismusbranche wird es der Landesregierung danken. Wie freue ich mich schon auf meinen nächsten Österreichurlaub. Im Gegensatz zu Deutschland bin ich dort dann nicht mehr gezwungen den Greifvögeln nur bei ihrer ewigen Kreiserei am Himmel oder der eleganten Beutejagd zuzusehen. Nein, die Naturbeobachtung wird um einen lottoesken Aspekt erweitert, wenn auf den Knall der Fall folgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun bleiben zunächst nur noch zwei Sachen zu sagen. Erstens hoffe ich, dass die österreichischen Jäger in der Lage sind zwischen Mäuse-, Wespen-, Rauhfuss- und Haumichblaubussard und anderen extrem seltenen und streng geschützten Greifvögeln zu unterscheiden und zweitens natürlich, dass die EU schnell und hart reagiert um dem Erlass einen Riegel vorzuschieben.</p>
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