FF-vita Blog

Landschaftsnutzung und Naturschutz

Tag: Feuchtgebiete

Unser kläglich Wasser

Zur Zeit ist die Betrachtung von “Virtuellem Wasser” sehr in Mode. Beim letzten ASA-Seminar war es gleich viermal als Thema bei der “Aktion Globales Lernen” vertreten und Die Zeit hat sich in den Ausgaben 26 und 30 ausführlich damit beschäftigt. Na klar, Die Zeit beschäftigt halt immer ausführlich mit Themen, darum liebe ich sie ja auch! Die Artikel sind super recherchiert, die Themen werden komplex und von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet.  Aber es wundert mich dann doch sehr, dass der Autor des Artikels “Unser täglich Wasser” lapidar schreibt, dass wir schliesslich in Mitteleuropa in einem humiden Klima leben und deshalb eine Wasserverschwendung etwa durch langes Duschen nicht so schlimm sei im Verhältnis zum Wasserverbrauch bei der Herstellung von Lebensmitteln und Konsumgütern. Es mag sein, dass für ein Kilgramm Kaffee 21.000 Liter “Virtuelles Wasser”  aufgewendet werden mussten, wobei das Wasser nicht einfach weg ist, sondern zum Teil nach der Bewässerung dem lokalen Kreislauf wieder zugefügt wird. Und ich frage mich, ob ich zwar nun drei mal am Tag duschen darf, aber dafür meinen ökologisch hergestellten und fair gehandelten Kaffee nicht mehr guten Gewissens trinken kann?! Ich begrüße es sehr, sich über globale Zusammenhänge gedanken zu machen und sich bei jeglichem Konsum und Genussmitteln bewusst zu machen, welchen “ökologischen Fussabdruck” ich hinterlasse, wieviel CO2 ich produziere und nun auch wieviel Wasser ich beim Bier trinken vergeude. Aber dabei dürfen wir nicht unsere eigenen Ökosysteme vergessen, denn sie sind auch in globale Zusammenhänge und Auswirkungen verstrickt. In Brandenburg sind die Niederschläge nachweisslich gesunken in den letzten Jahren und wir haben hier zum Teil mit nur 350 mm N/Jahr aride Verhältnisse erreicht. Und es ist einfach gefährlich zu verharmlosen: “…dass ein sinkender Grundwasserspiegel die Pflanzen in Mitleidenschaft zieht und das Bild der Landschaft verändert”. Unsere Feuchtgebiete und Seen sind zum größten Teil vom Grundwasser gespeist, aber seit einigen Jahren können wir beobachten, wie Seen und Moore aus der Landschaft verschwinden. Das ist bei weitem mehr als eine Veränderung des Landschaftsbildes oder ein bisschen in Mitleidenschaft geraten! Es ist das leise Sterben von Ökosystemen mit daran angepassten Tieren und Pflanzen und es ist außerdem ein sich verstärkender Prozess, wenn die “Schwämme” in unserer Landschaft fehlen, sowohl beim Artensterben, für den Wasserhaushalt als auch für das globale Klima. Denn aus den Senken für klimarelevante Gase werden bei Austrocknung und Torfzersetzung Gas-Quellen und wir vertärken damit den Klimawandel und nicht zuletzt die Dürrekatastrophen in anderen Ländern. Denn es scheint immer noch nicht verstanden worden zu sein, dass Moore mit einer wachsenden Torfschicht die einzigen(!) Ökosysteme sind, die alle klimarelevanten Gase in sich binden können, während Wälder nur CO2 binden. Aus diesem Grund plädiere ich für einen sparsamen Umgang mit Wasser, auch  in unserem Haushalt und insbesondere beim Duschen!

Mein Nebenjob als Suchmaschine

Bevor es für mich auch bald so richtig losgehen kann mit der Selbstständigkeit arbeite ich noch nebenbei bei einer großen Buchhandlung in Berlin, der Name tut dabei nichts zur Sache, die sehen sowieso bald alle gleich aus. Und was man da so alles erleben kann, darüber könnte ich auch ein Buch schreiben, aber Erfahrungsberichte gibt es ja schon so viele und überhaupt will ich mich ja den wirklichen Feuchtgebieten widmen, den Vögeln und all dem da draußen. Ähm, sorry ich meine natürlich Outdoor.

Jedenfalls habe ich eine Beobachtung bei der Spezies Kunde weiterlesen… »

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