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	<title>FF-vita Blog &#187; Feuchtgebiete</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Naturnaher Wald</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 17:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wald ist in unserer Kulturlandschaft auf kleine Inseln zusammen geschrumpft und steht unter einem enormen Nutzungsdruck.  Einschichtige Monokulturen aus Kiefern bestimmen das Waldbild in Brandenburg und es gibt nur wenige Ausnahmen mit naturnahen Eichen-, Buchen-, Erlen- oder Erlen-Eschenwäldern auf Standorten, die für den Menschen eher schwierig zu nutzen sind oder waren. Nicht zuletzt wegen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wald ist in unserer Kulturlandschaft auf kleine Inseln zusammen geschrumpft und steht unter einem enormen Nutzungsdruck.  Einschichtige Monokulturen aus Kiefern bestimmen das Waldbild in Brandenburg und es gibt nur wenige Ausnahmen mit naturnahen Eichen-, Buchen-, Erlen- oder Erlen-Eschenwäldern auf Standorten, die für den Menschen eher schwierig zu nutzen sind oder waren. Nicht zuletzt wegen der Nutzung als Biomasse ist sehr unwahrscheinlich geworden, dass unsere Nachfahren einmal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ivenacker_Eichen" target="_blank">&#8220;1000-jährige Eichen&#8221;</a> oder allgemein Naturwald werden bewundern können.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/InvenackerEichen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1050" title="Invenacker Eichen" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/InvenackerEichen.jpg" alt="" width="640" height="200" /></a></p>
<p>Bäume dürfen nicht einmal in Naturschutzgebieten ihr natürliches Alter erreichen und als mächtiger, stehender oder liegender Stamm neues Leben bergen. Wenn auch etwas größere Feldgehölze in der Ackerlandschaft mit mehr als einem Hektar schon als Wald definiert werden und eine wichtige Funktion als Biotop erfüllen, so sind die doch kaum naturnah bzw. typisch ausgebildet. Als willkommener Wildeinstand von Reh und Wildschwein genutzt, gibt es praktisch keine Naturverjüngung und die Krautschicht wird durch den Nährstoffeintrag von Brennnessel und Wiesenkerbel beherrscht.</p>
<p>Um so mehr habe ich mich gestern im FFH-Gebiet &#8220;<em>Randowtal bei Grünz und Schwarze Berge</em>&#8220;  über einen relativ naturnahen Erlen-Eschenwald mit typisch ausgeprägter Krautschicht gefreut. Obwohl dieses Gebiet eher wegen seine Kalkmagerrasen interessant ist und Wald eine untergeordnete Rolle spielt, musste ich mir diesen schmalen Streifen an einem Seitentälchen der Randow doch einmal näher ansehen. Ja &#8211; die Eschen sind aufgrund des Eschen-Triebsterbens abgängig oder bereits abgestorben, aber ich denke, dass sie den Pilz letzlich überwinden werden. Ich glaube, wenn Ökosysteme noch halbwegs funktionieren, werden neue Bäume wachsen und sie werden Krankheiten und &#8220;Schädlinge&#8221; auf lange Sicht überleben. Aber abgesehen von dem vielen Totholz, dass auf diese Weise entstanden ist, habe ich mich hier an einer wunderbar natürlichen, artenreichen Bodenvegetation erfreuen können: Giersch, Einbeere, Vielblütige Weißwurz, Sumpf-Dotterblume, Scharbockskraut, Bingelkraut, Lungenkraut, Gelbes und Weißes Buschwindröschen und an den sickerfeuchten Stellen Sumpfsegge.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Erlen-Eschenwald.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1057" title="Erlen-Eschenwald" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Erlen-Eschenwald.jpg" alt="" width="640" height="200" /></a></p>
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		<title>Krötenwanderung und blaue Moorfrösche</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 19:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich für Amphibien interessiert kommt zurzeit so richtig auf seine Kosten. Eigentlich wollte ich ja auf den großen Ackerflächen bei Gerswalde hören oder sehen, ob sich dort mein Verdacht des Vorkommens der Knoblauchkröte bestätigt. Aber es war einfach nichts zu wollen mit dieser Kröte, vielleicht war es doch noch etwas zu früh oder Herr Urox und ich nicht leise genug. Aber auf jeden Fall sind gerade Erdkröten auf dem Weg zu ihrem Laichgewässer und blaue Moorfroschmännchen blubbern in den Tümpeln, um Weibchen zu beeindrucken. Sieht schon irgendwie niedlich aus, wenn überall so blaue Froschköpfe aus dem Wasser lucken. Leider kam ich zum Fotografieren dieses Phänomens nicht nah genug heran, denn die Gummistiefel lagen vorsorglich im Auto&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Blog3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1019" title="Blog3" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Blog3.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a></p>
<p>Naja aber im Wald kann man ja auch trockenen Fußes Frühjahrsblüher wie das Buschwindröschen oder den Goldstern bewundern. Rotkehlchen, Buchfink, Singdrossel, Feld- und Heidelerche etc. zwitschern wieder um die Wette, Zitronenfalter flattern wild durch die Gegend und verheißen den Frühling! Ja, endlich Frühling, endlich wieder angenehme Temperaturen und längere Tage, um die Zeit draußen zu verbringen.</p>
<p>Zum krönenden Abschluss habe ich noch mein Auto festgefahren, so ein Seat Cordoba ist eben doch nicht mit einem Lada Niva zu verwechseln. Da sollte man besser aufpassen, vor allem im Frühjahr. Wo letztes Jahr noch harter Lehm war, konnte ich nun den Schlamm so richtig spritzen lassen. Blöd, wenn man dann allein ist, der Herr Urox ist da überhaupt keine Hilfe und ansonsten ließen sich nur ein Eiskratzer zum &#8220;freischaufeln&#8221; und eine Hundedecke zum unterlegen finden. So eine Decke bringt übrigens bei nassem Lehm überhaupt gar nichts, die wurde einfach durchgezogen. Aber auch alle anderen Versuche trockene Materialen wie Holz, Rinde etc. unterzulegen scheiterten ebenso grandios. Zum Glück kam dann doch noch kurz vor der Dämmerung ein Jäger vorbei, der mich mit seinem Jimny rausziehen konnte. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle an den netten, unbekannten Jäger und ich nehm alles zurück, was ich je über Fahrer eines Suzuki Jimnys gesagt oder gedacht haben sollte. <img src='http://blog.ff-vita.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Naturnahe Moralvorstellungen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 19:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin gegen Atomkraft &#8211; um das erst einmal vorweg zu nehmen. Die Aneinanderreihung der Katastrophen in Japan ist ohne Frage eine große Tragödie. Aber dabei erschreckt mich auch, wie dieses Elend gerade genutzt wird, um in Deutschland der Anti-Atombewegung einen neuen Aufschwung zu verleihen. Fast schon süffisant, so kommt es mir zumindest manchmal vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gegen Atomkraft &#8211; um das erst einmal vorweg zu nehmen. Die Aneinanderreihung der Katastrophen in Japan ist ohne Frage eine große Tragödie. Aber dabei erschreckt mich auch, wie dieses Elend gerade genutzt wird, um in Deutschland der Anti-Atombewegung einen neuen Aufschwung zu verleihen. Fast schon süffisant, so kommt es mir zumindest manchmal vor, wird dieses Unglück (beispielsweise von Jürgen Trittin bei Anne Will) instrumentalisiert, um sagen zu können: &#8220;<em>HA, wir haben es schon immer gewusst &#8211; diese Technik ist nicht beherrschbar</em>!&#8221;</p>
<p>Ehrlich gesagt, war das auch einer meiner ersten Gedanken: &#8220;<em>Nun wird die Atomlaufzeit neu verhandelt werden müssen, nun werden mehr Menschen auf die Straße gehen, um gegen Atomkraft zu demonstrieren &#8211; diese Technik ist nicht beherrschbar, oh Gott es werden noch mehr Windräder gebaut&#8230;</em>&#8221; Ich habe mich wegen dieser Gedanken geschämt, denn sollte man sich nicht als Erstes fragen: &#8220;<em>Was ist mit den Menschen in Japan?</em>&#8221;</p>
<p>Natürlich denke ich auch, dass die Menschheit aus diesen Katastrophen lernen MUSS, um neues Unglück zu verhindern. Aber irgendwie habe ich ein mulmiges Gefühl bei all diesem Aktionismus im Moment, denn es ist doch eigentlich nicht der richtige Zeitpunkt angesichts der Tragödie in Japan und es kommt mir auch unmoralisch vor, selbiges für den Wahlkampf zu nutzen. Gleichzeitig verstehe ich, dass man die &#8220;<em>Gunst der Stunde</em>&#8221; nutzen will, das Ruder rumzureißen, so lange Fukushima in den Köpfen der Menschen ist.</p>
<p>Dabei sollte jedoch mit Verstand gehandelt werden! Denn wo sind denn wirklich die Alternativen? Schnell wird nach mehr Windkraft, Solarenergie und Biomasse gerufen, damit lässt sich ja auch wunderbar Geld verdienen und gleichzeitig ein gutes Gewissen schaffen -  keine atomare Verseuchung, kein CO2 (?).</p>
<p>Die Revitalisierung von Mooren hingegen, die als einzige Ökosysteme, alle klimarelevanten Gase (nicht nur CO2) dauerhaft  in sich speichern könnten, ist dagegen weniger populär. Im Gegenteil, sie werden weiterhin großflächig entwässert und setzen dabei fleißig CO2, Methan &amp; co frei. Das Bundesland Brandenburg hat das ehrgeizige Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken und die Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent am Energiemix zu steigern. Das Wort Moor kommt in dieser &#8220;<a href="http://brandenburg.de/cms/media.php/gsid=lbm1.a.1312.de/Energiestrategie%202020.pdf" target="_blank">Energiestrategie 2020</a>&#8221; natürlich nicht vor. Es geht ja dabei auch eher um den Standort Brandenburg, um Entwicklung, neue Technologien, CO2-Verpressung und nicht um Umwelt- geschweige denn Naturschutz.</p>
<p>Ich befürchte ganz einfach, dass es nun noch mehr Windfelder geben wird, die ja mittlerweile direkt neben Vogelschutzgebieten oder in Wäldern gebaut werden. Es wird sogar Wald gerodet, um Windparks bauen zu können! Alles hat Auswirkungen und es ist nicht immer klimaneutral oder umweltfreundlich, was als &#8220;Öko&#8221; verkauft wird, das Debakel um <a href="http://www.zeit.de/auto/2011-02/E10-Bioethanol-Energiepflanzen-Klimabilanz" target="_blank">E10</a> würde dabei den Rahmen an dieser Stelle sprengen.</p>
<p>Auch Energieeffizienz ist wenig attraktiv und erst recht Energie sparen. Ich halte es jedoch für unmoralisch und schlichtweg falsch, weitere Windkrafträder zu bauen, Solarparks für 20 Jahre, bis die Förderung abläuft anzulegen, Holzkraftwerke zu bauen, bis es keine Bäume mehr über 100 Jahre gibt und all die Tiere und Pflanzen, die mit einem naturnahen Wald verknüpft sind, bevor nicht die echten Alternativen ausgeschöpft sind. Nur wie lässt sich mit intakten Mooren, Energieeffizienz und Sparsamkeit Geld verdienen?</p>
<p>Bei allen derzeitigen politischen Versprechungen, wunderbaren Potentialrechnungen, CO2-Bilanzen und Preisungen der Technik sollte man genau hinsehen, was dabei wirklich grün ist!</p>
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		<title>NATURA 2000</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 19:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oder: Ein Nachtrag&#8230; Ein Sommer der Biotop- und FFH-Lebensraumkartierung liegt hinter uns und es war nicht alles schlecht. Es gab auch schöne Ecken in den FFH-Gebieten Krohnhorst in Brandenburg und Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben großen Ackerschlägen mit kleinen Söllen oder Baumgruppen als einzige Naturinseln gibt es auch noch wunderschöne Landschaften mit Wiesen, Weiden und Büschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: Ein Nachtrag&#8230;</p>
<p>Ein Sommer der Biotop- und FFH-Lebensraumkartierung liegt hinter uns und es war nicht alles schlecht. Es gab auch schöne Ecken in den FFH-Gebieten Krohnhorst in Brandenburg und Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben großen Ackerschlägen mit kleinen Söllen oder Baumgruppen als einzige Naturinseln gibt es auch noch wunderschöne Landschaften mit Wiesen, Weiden und Büschen in der Uckermark. Bei Groß Kölpin, Luisenhof und Friedenfelde erinnert die hügelige Landschaft mit ihren alten Feldsteinmauern, knöchrigen Eichen und Hecken an irländische Weidelandschaften. Und um Hohenwalde und Temmen wechseln sich die Wiesen, Weiden und Wälder mit glasklaren Seen, kleinen Dörfern und Allen ab. Es ist eine Kulturlandschaft, na klar, aber sie ist wunderschön, man muss nur genau hinschaun.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-992" title="Blog2" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog2.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a>Und so richtig schön ist es natürlich im FFH-Gebiet Hinrichshagen in der Feldberger Seenlandschaft. Es besteht hauptsächlich aus naturnahem Buchenwald, mit vielen eingestreuten Erlenbrüchen, Kesselmooren und Kleingewässern. Hier gab es auch einige botanische Besonderheiten zu bewundern wie zum Beispiel den fleischfressenden, in nährstoffarmen Moorgewässern lebenden Wasserschlauch (<em>Utricularia vulgaris, U.minor)</em> oder den nicht minder schönen Froschbiss (<em>Hydrocharis morsus-ranae</em>).</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-989" title="Blog" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a>Man muss es nur schaffen alles auszublenden, was der Mensch der Natur angetan hat, dass der Wald bei Hinrichshagen komplett mit Entwässerungsgräben durchzogen ist und die Schweinereien einer intensiven Landwirtschaft mit ihren riesigen flurbereinigten Ackerflächen. Man muss nur wieder das Positive sehen können. Zum Beispiel, dass es bereits über 100 Wiedervernässungs-maßnahmen in Hinrichshagen gegeben hat, dass es engagierte Menschen wie Peter Wernicke vom <a href="http://www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de/" target="_blank">Naturpark Feldberger Seenlandschaft</a> gibt und die FFH-Managementplanung eine Chance für die Erhaltung unserer Kultur- und Naturlandschaft sein kann.</p>
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		<title>Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 14:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben &#8211; aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof  abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst&#8230; Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei AOS (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? Nachdem wir daraufhingewiesen haben, dass eigentlich klar ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-288" title="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/09/dscn8651.jpg" alt="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" width="697" height="523" />Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben &#8211; aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof  abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst&#8230; Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? <span id="more-274"></span>Nachdem wir daraufhingewiesen haben, dass eigentlich klar ist, was wir zu tun haben und es eine ziemlich genaue  Projektausschreibung gibt, meinte er, dass wir ja morgen ersteinmal bei einer Vogelexkursion gemeinsam mit der &#8220;Dschitisiii&#8221; (<a href="http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/5466.htm" target="_blank">GTZ</a>) mitfahren koennen. Gut: Gesagt &#8211; Getan. Treffpunkt war heute morgen um halb neun (reichlich spaet fuer Voegel gucken, oder?) an der Metrostation Genschlik, am Hotel Genschlik. Eine nette Beschreibung fuer einen Treffpunkt, wenn nirgendwo eine Name steht und das sogenannte &#8220;Hotel Genschlik&#8221; ein verfallenes Hochaus ist, das hoffentlich schon glanzvollere Zeiten erlebt hat. Weil wir nicht wussten, wo dieses Hotel sein soll haben wir eine Mitarbeiterin angerufen und festgestellt, dass wir zufaellig am richtigen Ausgang waren. Sie hat uns dann eingesammelt und ist mit uns zum Treffpunkt gegangen. Gegen halb zehn waren denn auch alle da und wir konnten losfahren. Die Maedels hatten sich entsprechend auf die Exkursion eingestellt und ausnahmsweise mal keine hochhakigen Schuhe an, sondern duenne Turnschuhe oder Ballerinas, gern auch in weiss. Unterwegs haben wir noch einen erfahrenen deutschen Ornithologen und GTZ-Mitarbeiter eingesammelt. Der GTZ-Bus brachte die illustre Runde dann bis kurz vor den Berg Besh Barmag ans Ufer des Kaspischen Meeres und wir machten uns mit Spektiv und Fernglaesern bewaffnet auf den Weg die vorgelagerten Lagunen vogeltechnisch zu erkunden. Es gab auch einiges Interessante zu sehen: Alpen-, Temminck- und Sichelstrandlaeufer, Steinwaelzer, Kormorane, Seiden- und Graureihertrupps, Zwerg- Steppen und Lachmoewen und dazwischen eine Trauerseeschwalbe im Schlichtkleid. Hinter den Wasserflaechen ueberm Schilf drehten Rohrweihen ihre Runden und direkt hinter uns in den Seggen schaukelten Schwarzkehlchen auf den abgestorbenen Struenken. Die in weiter Ferne ausgemachten Flamingos stellten sich beim Naeherkommen leider als Eisenflamingos heraus. Ich habe mit vielem in Aserbaidschan gerechnet, aber nicht, dass sich Aserbaidschaner irgendwelche Eisentiere in die Lagune vors Haus stellen, wie der Deutsche den Kranich in den Vorgarten. Nunja, der GTZ-Ornithologe hoffte eigentlich auf einen Zug Steppenadler, aber man kann sein Glueck halt nicht erzwingen und so gingen wir mehr oder weniger langsam zum Bus zurueck, wo Puten-Sandwiches auf uns warteten. Als wir auf die Ironie aufmerksam machten nun gleich Voegel zu essen, meinte Dr. Elchin, dass Huehner keine Veogel seien, da hat er nun auch wieder recht und manche hatte wohl so einen grossen Hunger, dass sie foermlich zum Bus gerannt sind. Der Busfahrer hat nach dem Essen mit aller Selbstverstaendlichkeit seine PET-Flasche und die Verpackung des Sandwiches nach draussen in die Botanik geworfen. Darueber waren wir Deutsche natuerlich einigermassen entsetzt und fragten uns, ob es ihm die anderen wohl gleichtun werden. Aber wir waren erleichtert, dass alsbald eine grosse Tuete fuer den Muell rumging und auch die achtlos nach draussen geworfene PET-Flasche ihren Weg in die Tuete fand, auch wenn der Unterschied in der Landschaft nicht aufgefallen waere. Auf dem Rueckweg sah unser GTZ-Ornithologe noch einige Waldwasserlaeufer neben dem Weg und nach diesem kurzen Stopp fuhren wir in Richtung Baku zurueck. Obwohl es erst um zwei war und wir eigentlich gern noch weiter Voegel beobachtet haetten, aber die Mehrheit war wohl fuer den Antritt der Heimreise.</p>
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		<title>Unser kläglich Wasser</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 14:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Zeit ist die Betrachtung von &#8220;Virtuellem Wasser&#8221; sehr in Mode. Beim letzten ASA-Seminar war es gleich viermal als Thema bei der &#8220;Aktion Globales Lernen&#8221; vertreten und Die Zeit hat sich in den Ausgaben 26 und 30 ausführlich damit beschäftigt. Na klar, Die Zeit beschäftigt halt immer ausführlich mit Themen, darum liebe ich sie ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zur Zeit ist die Betrachtung von &#8220;Virtuellem Wasser&#8221; sehr in Mode. Beim letzten ASA-Seminar war es gleich viermal als Thema bei der &#8220;Aktion Globales Lernen&#8221; vertreten und Die Zeit hat sich in den Ausgaben <a href="http://www.zeit.de/online/2009/25/infografik-wasser" target="_blank">26</a> und <a href="http://www.zeit.de/2009/30/Wasser-Fragen-Antworten" target="_blank">30</a> ausführlich damit beschäftigt. Na klar, Die Zeit beschäftigt halt immer ausführlich mit Themen, darum liebe ich sie ja auch! Die Artikel sind super recherchiert, die Themen werden komplex und von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet.  Aber es wundert mich dann doch sehr, dass der Autor des Artikels &#8220;Unser täglich Wasser&#8221; lapidar schreibt, dass wir schliesslich in Mitteleuropa in einem humiden Klima leben und deshalb eine Wasserverschwendung etwa durch langes Duschen nicht so schlimm sei im Verhältnis zum Wasserverbrauch bei der Herstellung von Lebensmitteln und Konsumgütern. Es mag sein, dass für ein Kilgramm Kaffee 21.000 Liter &#8220;Virtuelles Wasser&#8221;  aufgewendet werden mussten, wobei das Wasser nicht einfach weg ist, sondern zum Teil nach der Bewässerung dem lokalen Kreislauf wieder zugefügt wird. Und ich frage mich, ob ich zwar nun drei mal am Tag duschen darf, aber dafür meinen ökologisch hergestellten und fair gehandelten Kaffee nicht mehr guten Gewissens trinken kann?! Ich begrüße es sehr, sich über globale Zusammenhänge gedanken zu machen und sich bei jeglichem Konsum und Genussmitteln bewusst zu machen, welchen <a href="http://www.footprint.ch/" target="_blank">&#8220;ökologischen Fussabdruck&#8221;</a> ich hinterlasse, wieviel <a href="http://www.nabu.de/themen/klimaschutz/selbstaktivwerden/11271.html" target="_blank">CO2</a> ich produziere und nun auch wieviel Wasser ich beim Bier trinken vergeude. Aber dabei dürfen wir nicht unsere eigenen Ökosysteme vergessen, denn sie sind auch in globale Zusammenhänge und Auswirkungen verstrickt. In Brandenburg sind die Niederschläge nachweisslich gesunken in den letzten Jahren und wir haben hier zum Teil mit nur 350 mm N/Jahr aride Verhältnisse erreicht. Und es ist einfach gefährlich zu verharmlosen: &#8220;&#8230;dass ein sinkender Grundwasserspiegel die Pflanzen in Mitleidenschaft zieht und das Bild der Landschaft verändert&#8221;. Unsere Feuchtgebiete und Seen sind zum größten Teil vom Grundwasser gespeist, aber seit einigen Jahren können wir beobachten, wie Seen und Moore aus der Landschaft verschwinden. Das ist bei weitem mehr als eine Veränderung des Landschaftsbildes oder ein bisschen in Mitleidenschaft geraten! Es ist das leise Sterben von Ökosystemen mit daran angepassten Tieren und Pflanzen und es ist außerdem ein sich verstärkender Prozess, wenn die &#8220;Schwämme&#8221; in unserer Landschaft fehlen, sowohl beim Artensterben, für den Wasserhaushalt als auch für das globale Klima. Denn aus den Senken für klimarelevante Gase werden bei Austrocknung und Torfzersetzung Gas-Quellen und wir vertärken damit den Klimawandel und nicht zuletzt die Dürrekatastrophen in anderen Ländern. Denn es scheint immer noch nicht verstanden worden zu sein, dass Moore mit einer wachsenden Torfschicht die einzigen(!) Ökosysteme sind, die alle klimarelevanten Gase in sich binden können, während Wälder nur CO2 binden. Aus diesem Grund plädiere ich für einen sparsamen Umgang mit Wasser, auch  in unserem Haushalt und insbesondere beim Duschen!</p>
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		<title>Mein Nebenjob als Suchmaschine</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 15:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
		<category><![CDATA[Buchhändler]]></category>
		<category><![CDATA[Feuchtgebiete]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor es für mich auch bald so richtig losgehen kann mit der Selbstständigkeit arbeite ich noch nebenbei bei einer großen Buchhandlung in Berlin, der Name tut dabei nichts zur Sache, die sehen sowieso bald alle gleich aus. Und was man da so alles erleben kann, darüber könnte ich auch ein Buch schreiben, aber Erfahrungsberichte gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 10]><br />
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<p style="text-align: justify;">Bevor es für mich auch bald so richtig losgehen kann mit der Selbstständigkeit arbeite ich noch nebenbei bei einer großen Buchhandlung in Berlin, der Name tut dabei nichts zur Sache, die sehen sowieso bald alle gleich aus. Und was man da so alles erleben kann, darüber könnte ich auch ein Buch schreiben, aber Erfahrungsberichte gibt es ja schon so viele und überhaupt will ich mich ja den wirklichen Feuchtgebieten widmen, den Vögeln und all dem da draußen. Ähm, sorry ich meine natürlich Outdoor.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls habe ich eine Beobachtung bei der Spezies Kunde <span id="more-99"></span>machen müssen, die ich sehr bedenklich finde und mich irgendwie an „Matrix“ erinnert. In meiner Naivität dachte ich immer, Computer sind nur so schlau wie die Menschen, die sie programmiert und mit Daten gefüttert haben, aber die Kunden der großen Buchhandlung in Berlin wissen da anscheinend mehr als ich. Man wird als Buchhändler nämlich nicht mehr gefragt, ob man dieses oder jene Buch hat, sondern, ob man mal im Computer nachschauen könne, ob dieses oder jene Buch da ist. Wenn man dann mit dem Kunden zum Regal gehen möchte, ist er oder sie irritiert und fragt noch mal mit Nachdruck: „KÖNNEN SIE DA NICHT MAL IM PC NACHSCHAUEN??“</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich hat die große Buchhandlung in Berlin wie jeder, der was im Einzelhandel auf sich hält, ein Warenwirtschaftssystem, aber dieses kann eben nur registrieren, was rein kommt und wieder rausgeht. Was geklaut wird, im Lager schlummert oder anders, als der ach so schlaue PC mit seinem arroganten Warengruppenvorschlag, verräumt wurde, kann der Herr PC nämlich nicht wissen, oder? Wenn doch, leben wir alle in einer Matrix, na Herzlichen Glückwunsch.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn etwas im PC zu finden ist kinderleicht, das könnten heute schon Erstklässler und wären wahrscheinlich sogar schneller als mancher altmodische Buchhändler. Aber zu wissen, ob Anne Franks Tagebuch real (das heißt also in FirstLife) bei Geschichte, Jugendbüchern oder in der Belletristik steht, das weiß dann eben doch nur der Buchhändler. Ob Effi Briest real bei den Taschenbüchern, in der Auslage (weil doch grad der Kinofilm lief) oder bei den Klassikern steht, kann ein Computer nicht wissen. Wenn der altmodische Buchhändler dann doch mal im Computer nachschaut, wie das Buch eigentlich genau heißt oder der Autor, da gibt es ja die wildesten Sachen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls um Anhaltspunkte bei der Suche zu bekommen oder zu sehen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, ob ein Titel da ist, kommt prompt die Frage: „Und? Ist es da?“ Dann sagt der professionelle Buchhändler, kleinen Moment bitte, ich geh mal nachschauen. „Wie? Sehen sie das denn nicht im Computer, meine Fresse, was für ein mittelalterlicher Laden ist das hier eigentlich!“</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ja, das ist tatsächlich sehr altmodisch, konservativ möchte ich schon sagen, Bücher im Bücherregal zu suchen, aber sicherlich gibt es da bald technische Lösungen. Wenn die Ortungssysteme genauer arbeiten, also eine Genauigkeit von wenigen Zentimetern erreichen, kann man Bücher mit einem Peilgerät ausstatten und am Eingang der Buchhandlung kann sich jeder Kunde ein GPS-Gerät ausleihen oder sich mit seinem Handy, iPod oder was auch immer einloggen und das Buch selbst finden. Mir schwebt da ein großer Book-Automat vor, dann muss man auch keine albernen Gespräche mehr mit Buchhändlern über Bücher oder mittlerweile auch DVDs führen. Diese Zeit könnte man dann besser nutzen, um zu telefonieren, Mails zu checken oder beim Einkauf zu skypen. Ich denke es wird auch Zeit dem ohnehin bald auslaufenden Ausbildungsberuf „Buchhändler“ in „Boogle“, „Booksfinder“ oder so umzubenennen, irgendwas hippes, das man endlich Bücher boogeln kann, das würde dann vielleicht der neue Trend werden und den Boogler doch noch vor dem Aussterben bewahren. Ach oder gleich downloaden, warum überhaupt noch Bücher? Schöne Neue Welt, zum Glück bin ich dann mal weg, so outdoormäßig, quasi WLAN.</p>
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