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	<title>FF-vita Blog &#187; Feuchtgebiete</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 14:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben &#8211; aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof  abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst&#8230; Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei AOS (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? Nachdem wir daraufhingewiesen haben, dass eigentlich klar ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-288" title="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/09/dscn8651.jpg" alt="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" width="697" height="523" />Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben &#8211; aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof  abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst&#8230; Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? <span id="more-274"></span>Nachdem wir daraufhingewiesen haben, dass eigentlich klar ist, was wir zu tun haben und es eine ziemlich genaue  Projektausschreibung gibt, meinte er, dass wir ja morgen ersteinmal bei einer Vogelexkursion gemeinsam mit der &#8220;Dschitisiii&#8221; (<a href="http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/5466.htm" target="_blank">GTZ</a>) mitfahren koennen. Gut: Gesagt &#8211; Getan. Treffpunkt war heute morgen um halb neun (reichlich spaet fuer Voegel gucken, oder?) an der Metrostation Genschlik, am Hotel Genschlik. Eine nette Beschreibung fuer einen Treffpunkt, wenn nirgendwo eine Name steht und das sogenannte &#8220;Hotel Genschlik&#8221; ein verfallenes Hochaus ist, das hoffentlich schon glanzvollere Zeiten erlebt hat. Weil wir nicht wussten, wo dieses Hotel sein soll haben wir eine Mitarbeiterin angerufen und festgestellt, dass wir zufaellig am richtigen Ausgang waren. Sie hat uns dann eingesammelt und ist mit uns zum Treffpunkt gegangen. Gegen halb zehn waren denn auch alle da und wir konnten losfahren. Die Maedels hatten sich entsprechend auf die Exkursion eingestellt und ausnahmsweise mal keine hochhakigen Schuhe an, sondern duenne Turnschuhe oder Ballerinas, gern auch in weiss. Unterwegs haben wir noch einen erfahrenen deutschen Ornithologen und GTZ-Mitarbeiter eingesammelt. Der GTZ-Bus brachte die illustre Runde dann bis kurz vor den Berg Besh Barmag ans Ufer des Kaspischen Meeres und wir machten uns mit Spektiv und Fernglaesern bewaffnet auf den Weg die vorgelagerten Lagunen vogeltechnisch zu erkunden. Es gab auch einiges Interessante zu sehen: Alpen-, Temminck- und Sichelstrandlaeufer, Steinwaelzer, Kormorane, Seiden- und Graureihertrupps, Zwerg- Steppen und Lachmoewen und dazwischen eine Trauerseeschwalbe im Schlichtkleid. Hinter den Wasserflaechen ueberm Schilf drehten Rohrweihen ihre Runden und direkt hinter uns in den Seggen schaukelten Schwarzkehlchen auf den abgestorbenen Struenken. Die in weiter Ferne ausgemachten Flamingos stellten sich beim Naeherkommen leider als Eisenflamingos heraus. Ich habe mit vielem in Aserbaidschan gerechnet, aber nicht, dass sich Aserbaidschaner irgendwelche Eisentiere in die Lagune vors Haus stellen, wie der Deutsche den Kranich in den Vorgarten. Nunja, der GTZ-Ornithologe hoffte eigentlich auf einen Zug Steppenadler, aber man kann sein Glueck halt nicht erzwingen und so gingen wir mehr oder weniger langsam zum Bus zurueck, wo Puten-Sandwiches auf uns warteten. Als wir auf die Ironie aufmerksam machten nun gleich Voegel zu essen, meinte Dr. Elchin, dass Huehner keine Veogel seien, da hat er nun auch wieder recht und manche hatte wohl so einen grossen Hunger, dass sie foermlich zum Bus gerannt sind. Der Busfahrer hat nach dem Essen mit aller Selbstverstaendlichkeit seine PET-Flasche und die Verpackung des Sandwiches nach draussen in die Botanik geworfen. Darueber waren wir Deutsche natuerlich einigermassen entsetzt und fragten uns, ob es ihm die anderen wohl gleichtun werden. Aber wir waren erleichtert, dass alsbald eine grosse Tuete fuer den Muell rumging und auch die achtlos nach draussen geworfene PET-Flasche ihren Weg in die Tuete fand, auch wenn der Unterschied in der Landschaft nicht aufgefallen waere. Auf dem Rueckweg sah unser GTZ-Ornithologe noch einige Waldwasserlaeufer neben dem Weg und nach diesem kurzen Stopp fuhren wir in Richtung Baku zurueck. Obwohl es erst um zwei war und wir eigentlich gern noch weiter Voegel beobachtet haetten, aber die Mehrheit war wohl fuer den Antritt der Heimreise.</p>
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		<title>Unser kläglich Wasser</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 14:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Zeit ist die Betrachtung von &#8220;Virtuellem Wasser&#8221; sehr in Mode. Beim letzten ASA-Seminar war es gleich viermal als Thema bei der &#8220;Aktion Globales Lernen&#8221; vertreten und Die Zeit hat sich in den Ausgaben 26 und 30 ausführlich damit beschäftigt. Na klar, Die Zeit beschäftigt halt immer ausführlich mit Themen, darum liebe ich sie ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zur Zeit ist die Betrachtung von &#8220;Virtuellem Wasser&#8221; sehr in Mode. Beim letzten ASA-Seminar war es gleich viermal als Thema bei der &#8220;Aktion Globales Lernen&#8221; vertreten und Die Zeit hat sich in den Ausgaben <a href="http://www.zeit.de/online/2009/25/infografik-wasser" target="_blank">26</a> und <a href="http://www.zeit.de/2009/30/Wasser-Fragen-Antworten" target="_blank">30</a> ausführlich damit beschäftigt. Na klar, Die Zeit beschäftigt halt immer ausführlich mit Themen, darum liebe ich sie ja auch! Die Artikel sind super recherchiert, die Themen werden komplex und von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet.  Aber es wundert mich dann doch sehr, dass der Autor des Artikels &#8220;Unser täglich Wasser&#8221; lapidar schreibt, dass wir schliesslich in Mitteleuropa in einem humiden Klima leben und deshalb eine Wasserverschwendung etwa durch langes Duschen nicht so schlimm sei im Verhältnis zum Wasserverbrauch bei der Herstellung von Lebensmitteln und Konsumgütern. Es mag sein, dass für ein Kilgramm Kaffee 21.000 Liter &#8220;Virtuelles Wasser&#8221;  aufgewendet werden mussten, wobei das Wasser nicht einfach weg ist, sondern zum Teil nach der Bewässerung dem lokalen Kreislauf wieder zugefügt wird. Und ich frage mich, ob ich zwar nun drei mal am Tag duschen darf, aber dafür meinen ökologisch hergestellten und fair gehandelten Kaffee nicht mehr guten Gewissens trinken kann?! Ich begrüße es sehr, sich über globale Zusammenhänge gedanken zu machen und sich bei jeglichem Konsum und Genussmitteln bewusst zu machen, welchen <a href="http://www.footprint.ch/" target="_blank">&#8220;ökologischen Fussabdruck&#8221;</a> ich hinterlasse, wieviel <a href="http://www.nabu.de/themen/klimaschutz/selbstaktivwerden/11271.html" target="_blank">CO2</a> ich produziere und nun auch wieviel Wasser ich beim Bier trinken vergeude. Aber dabei dürfen wir nicht unsere eigenen Ökosysteme vergessen, denn sie sind auch in globale Zusammenhänge und Auswirkungen verstrickt. In Brandenburg sind die Niederschläge nachweisslich gesunken in den letzten Jahren und wir haben hier zum Teil mit nur 350 mm N/Jahr aride Verhältnisse erreicht. Und es ist einfach gefährlich zu verharmlosen: &#8220;&#8230;dass ein sinkender Grundwasserspiegel die Pflanzen in Mitleidenschaft zieht und das Bild der Landschaft verändert&#8221;. Unsere Feuchtgebiete und Seen sind zum größten Teil vom Grundwasser gespeist, aber seit einigen Jahren können wir beobachten, wie Seen und Moore aus der Landschaft verschwinden. Das ist bei weitem mehr als eine Veränderung des Landschaftsbildes oder ein bisschen in Mitleidenschaft geraten! Es ist das leise Sterben von Ökosystemen mit daran angepassten Tieren und Pflanzen und es ist außerdem ein sich verstärkender Prozess, wenn die &#8220;Schwämme&#8221; in unserer Landschaft fehlen, sowohl beim Artensterben, für den Wasserhaushalt als auch für das globale Klima. Denn aus den Senken für klimarelevante Gase werden bei Austrocknung und Torfzersetzung Gas-Quellen und wir vertärken damit den Klimawandel und nicht zuletzt die Dürrekatastrophen in anderen Ländern. Denn es scheint immer noch nicht verstanden worden zu sein, dass Moore mit einer wachsenden Torfschicht die einzigen(!) Ökosysteme sind, die alle klimarelevanten Gase in sich binden können, während Wälder nur CO2 binden. Aus diesem Grund plädiere ich für einen sparsamen Umgang mit Wasser, auch  in unserem Haushalt und insbesondere beim Duschen!</p>
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		<title>Mein Nebenjob als Suchmaschine</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 15:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 10]><br />
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<p style="text-align: justify;">Bevor es für mich auch bald so richtig losgehen kann mit der Selbstständigkeit arbeite ich noch nebenbei bei einer großen Buchhandlung in Berlin, der Name tut dabei nichts zur Sache, die sehen sowieso bald alle gleich aus. Und was man da so alles erleben kann, darüber könnte ich auch ein Buch schreiben, aber Erfahrungsberichte gibt es ja schon so viele und überhaupt will ich mich ja den wirklichen Feuchtgebieten widmen, den Vögeln und all dem da draußen. Ähm, sorry ich meine natürlich Outdoor.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls habe ich eine Beobachtung bei der Spezies Kunde <span id="more-99"></span>machen müssen, die ich sehr bedenklich finde und mich irgendwie an „Matrix“ erinnert. In meiner Naivität dachte ich immer, Computer sind nur so schlau wie die Menschen, die sie programmiert und mit Daten gefüttert haben, aber die Kunden der großen Buchhandlung in Berlin wissen da anscheinend mehr als ich. Man wird als Buchhändler nämlich nicht mehr gefragt, ob man dieses oder jene Buch hat, sondern, ob man mal im Computer nachschauen könne, ob dieses oder jene Buch da ist. Wenn man dann mit dem Kunden zum Regal gehen möchte, ist er oder sie irritiert und fragt noch mal mit Nachdruck: „KÖNNEN SIE DA NICHT MAL IM PC NACHSCHAUEN??“</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich hat die große Buchhandlung in Berlin wie jeder, der was im Einzelhandel auf sich hält, ein Warenwirtschaftssystem, aber dieses kann eben nur registrieren, was rein kommt und wieder rausgeht. Was geklaut wird, im Lager schlummert oder anders, als der ach so schlaue PC mit seinem arroganten Warengruppenvorschlag, verräumt wurde, kann der Herr PC nämlich nicht wissen, oder? Wenn doch, leben wir alle in einer Matrix, na Herzlichen Glückwunsch.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn etwas im PC zu finden ist kinderleicht, das könnten heute schon Erstklässler und wären wahrscheinlich sogar schneller als mancher altmodische Buchhändler. Aber zu wissen, ob Anne Franks Tagebuch real (das heißt also in FirstLife) bei Geschichte, Jugendbüchern oder in der Belletristik steht, das weiß dann eben doch nur der Buchhändler. Ob Effi Briest real bei den Taschenbüchern, in der Auslage (weil doch grad der Kinofilm lief) oder bei den Klassikern steht, kann ein Computer nicht wissen. Wenn der altmodische Buchhändler dann doch mal im Computer nachschaut, wie das Buch eigentlich genau heißt oder der Autor, da gibt es ja die wildesten Sachen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls um Anhaltspunkte bei der Suche zu bekommen oder zu sehen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, ob ein Titel da ist, kommt prompt die Frage: „Und? Ist es da?“ Dann sagt der professionelle Buchhändler, kleinen Moment bitte, ich geh mal nachschauen. „Wie? Sehen sie das denn nicht im Computer, meine Fresse, was für ein mittelalterlicher Laden ist das hier eigentlich!“</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ja, das ist tatsächlich sehr altmodisch, konservativ möchte ich schon sagen, Bücher im Bücherregal zu suchen, aber sicherlich gibt es da bald technische Lösungen. Wenn die Ortungssysteme genauer arbeiten, also eine Genauigkeit von wenigen Zentimetern erreichen, kann man Bücher mit einem Peilgerät ausstatten und am Eingang der Buchhandlung kann sich jeder Kunde ein GPS-Gerät ausleihen oder sich mit seinem Handy, iPod oder was auch immer einloggen und das Buch selbst finden. Mir schwebt da ein großer Book-Automat vor, dann muss man auch keine albernen Gespräche mehr mit Buchhändlern über Bücher oder mittlerweile auch DVDs führen. Diese Zeit könnte man dann besser nutzen, um zu telefonieren, Mails zu checken oder beim Einkauf zu skypen. Ich denke es wird auch Zeit dem ohnehin bald auslaufenden Ausbildungsberuf „Buchhändler“ in „Boogle“, „Booksfinder“ oder so umzubenennen, irgendwas hippes, das man endlich Bücher boogeln kann, das würde dann vielleicht der neue Trend werden und den Boogler doch noch vor dem Aussterben bewahren. Ach oder gleich downloaden, warum überhaupt noch Bücher? Schöne Neue Welt, zum Glück bin ich dann mal weg, so outdoormäßig, quasi WLAN.</p>
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