Beim Start meiner kleinen ornithologischen Radtour heute morgen lag noch Reif über der „Heide“ unter der Stromtrasse. Anscheinend waren es der Heidelerche und Goldammer noch zu kalt zum Zwitschern. Im Kiefernforst hingegen waren Kohlmeisen, Buchfinken, Eichelhäher, Amseln und an exakt derselben Stelle wie neulich die Singdrossel aktiv. Auf Höhe des Forsthauses hielt ich kurz an, um mir den fröhlichen Gesang des Rotkehlchens anzuhören, um dann über die Telekomstrasse und weiter durch den Kiefernforst zu fahren. Hier vernahm ich noch eine Tannenmeise und Misteldrossel, bevor ich nach rechts zum Walpurgisbruch, einem durch Torfstich entstandenen Kleingewässers abbog. Ein herrlicher Platz zum Kaffee trinken! Beim Abstellen des Fahrrads bemerkte ich einen kleinen flinken Vogel in einem unteren Kiefernast und dachte, was wuselt denn da? Mit dem Fernglas konnte ich wunderbar den gelben Scheitel und schwarzen Überaugenstreif des Wintergoldhähnchen sehen, echt bezaubernd. weiterlesen… »
Als heute Morgen die ersten Sonnenstrahlen in mein Zimmer luckten, dachte ich, man, bei dem Wetter muss man doch raus, der Bürokram kann schliesslich warten. Also machte ich mir eine Kanne Kaffee, einpaar Stullen, packte Fernglas und Vogelbuch in den Rucksack, ein Kissen in die Fahrradtasche und fuhr los in den Wald Richtung Schwärzesee.
Beim Überqueren der Stromtrasse hörte ich Goldammer und Heidelerche, da dachte ich mir schon, ja wirklich in guter Tag zum Vögel beobachten. Im Kiefernforst vernahm ich neben einigen Kohlmeisen und Buchfinken, eine Singdrossel in der Nähe einer Schonung. Für das Beobachten eines Buntspechtweibchens beim Nüsseln an der Birkenrinde musste ich nur anhalten und brauchte nicht einmal das Fernglas zum Erkennen ihres schönen kontrastreichen Gefieders. Dabei flogen lautstark eine Gruppe Gänse über mich hinweg und aus dem Wald weiter weg hörte ich das Trompeten eines Kranichs, ja meine Herren, denke ich bei mir, herrlich heute. Kurz vor dem Schwärzesee biegt der Waldweg zum Schwärzefliess ab und ich entscheide mich für ein Stück Buchenwald zur weiteren Vogelbeobachtung. Ich schaue mir die Buchen genauer an und tatsächlich da sind Schwarzspechthöhlen, die mir ein Grinsen aufs Gesicht zaubern und da höre ich auch schon in der Nähe seinen anklagenden Revier-Ruf, ja ja ich bin ja gleich weg. weiterlesen… »
Ich habe studiert und das in Eberswalde. In dieser kleinen, im Landkreis Barnim gelegenen Stadt in Brandenburg, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Berlin gibt es eine kleine Hochschule (von den Einheimischen nur als “die Forst” bezeichnet), die einen bundesweit einzigartigen Studiengang anbietet:
“Landschaftsnutzung und Naturschutz“
Nach reichlicher Überlegung und umfangreichen Recherchen habe ich mich vor fünf Jahren dazu entschieden mich für diesen Diplomstudiengang zu bewerben. Die Zusage kam recht prompt und so zog ich aus dem fernen Sauerland nach Brandenburg um dort zum Wintersemester 2004 mein Studium zu beginnen. Natürlich hatte ich mich schon im Vorhinein über das Curiculum informiert und meine eigenen Vorstellungen dazu entwickelt, was denn nun genau Landschaftsnutzung und Naturschutz bedeuten könne. Im Laufe des Studiums kristallisierte sich nach und nach heraus, dass es ein wesentliches Ziel der Vorlesungveranstaltungen war möglichst breit gefächert von allem zu berichten, was man mit Landnutzungsformen und Naturschutz so assoziert. weiterlesen… »