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	<title>FF-vita Blog &#187; Eberswalde</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Jetzt gehts los &#8211; auf Krötenwanderung</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Amphibien]]></category>
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		<description><![CDATA[Freunde, es sind 20°C draussen und die Sonne lacht, da kommt man schon richtig ins Schwitzen, zumindest beim Stützen in die Erde rammen und Krötenzaun einbuddeln. Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht heute, endlich kann man die dicke Jacke ausziehen und mal wieder richtig körperlich draussen arbeiten. Denn bei Bodentemperaturen über 4°C werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde, es sind 20°C draussen und die Sonne lacht, da kommt man schon richtig ins Schwitzen, zumindest beim Stützen in die Erde rammen und Krötenzaun einbuddeln. Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht heute, endlich kann man die dicke Jacke ausziehen und mal wieder richtig körperlich draussen arbeiten. Denn bei Bodentemperaturen über 4°C werden auch die Amphibien aktiv und suchen liebeshungrig nach einem Partner. Frösche, Kröten und Molche verlassen jetzt zu Tausenden ihre Winterquartiere und wandern paarungswillig zu ihrem Laichtümpel.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/IMG_1841.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-874" title="Moorfrosch" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/IMG_1841-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/IMG_1842.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-875" title="Moorfroschpaarung" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/IMG_1842-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Dabei sind sie todesmutig genug, um auch Straßen zu überqueren, die ihre traditionellen Wanderwege durchkreuzen, einige kommen durch, aber viele bleiben auf der Strecke. Wie zum Beispiel die Frösche an der Wildparkstraße in Eberswalde. Ihre Tümpel liegen zwar  gerade einmal 200 m auseinander, aber dennoch haben die kleinen Racker einen gefährlichen Weg vor sich. Beim Neubau der Straße wurden zwar Tunnel eingebaut, aber leider mit unzweckmäßigem &#8220;Leitsystem&#8221;. Hier muss also doch mit einem Krötenzaun nachgeholfen werden, aber zumindest müssen die Eimer nicht mehr täglich geleert werden.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG8357.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-877" title="Amphibientunnel an der Wildparkstraße" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG8357-300x225.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/IMG_1839.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-878" title="Braunfrosch sucht Übergang" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/03/IMG_1839-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Zur Belohnung gab es nach getaner Arbeit ein Froschkonzert mit vielen verpaarten und unverpaarten, aus dem Wasser lugenden Moorfröschen zu bewundern.</p>
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		<title>Winterbeobachtungen und die Vorfreude auf den Frühling</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 14:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da soll doch noch einer sagen, es gäbe zur Zeit nichts vogeltechnisch Interessante zu beobachten. Wie ich so durch den Kiefernforst (übrigens rücksichtsvoll neben der Loipe) stapfe und denke, ach scheiss doch der Hund drauf, dann beobachte ich halt die vielen wuselnden Wintergoldhähnchen und Haubenmeisen in den Wipfeln. Sind ja auch niedlich, vor allem die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da soll doch noch einer sagen, es gäbe zur Zeit nichts vogeltechnisch Interessante zu beobachten. Wie ich so durch den Kiefernforst (übrigens rücksichtsvoll <em>neben</em> der Loipe) stapfe und denke, ach scheiss doch der Hund drauf, dann beobachte ich halt die vielen wuselnden Wintergoldhähnchen und Haubenmeisen in den Wipfeln. Sind ja auch niedlich, vor allem die Wintergoldhähnchen, wie sie flink über die Zweige der Kiefern wuseln. Da sehe ich auch einen Kleiber beim Trommeln &#8211; ??! Ach nee, das ist ja gar kein Kleiber, das ist ein Kleinspecht, da brat mir doch einer einen Storch, was macht der denn hier im Kiefernforst? Ich schaue noch einmal genauer mit dem Fernglas hin und verfolge ihn bei seiner Futtersuche in den dürren Birken- und Kiefernästen. Tatsächlich, dieser Winzling unter den Spechten ist mit seiner Querbänderung auf Flügel und Rücken über jeden Zweifel erhaben &#8211; ein Kleinspecht (<em>Dendrocopos minor</em>). Nun gut, die Schwärze und der Schwärzesee sind mit ihren auwaldartigen Erlenbrüchen nicht so weit entfernt. Vielleicht ist dieses Männchen aber auch nur ein Durchzügler? Na ich werde der Sache im März nachgehen, wenn der Schnee weg ist und man endlich wieder Fahrrad fahren kann. Schöne Winterlandschaft hin oder her, aber so langsam freue ich mich auf den Frühling.</p>
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		<title>Still und starr ruht der See</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 13:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, das sind schwere Zeiten für Ornis! Denn der Winter hat unsere Landschaft fest im Griff und (fast) alle Seen der näheren Umgebung um Eberswalde liegen zur Zeit unter einer dicken Schnee- und Eisdecke. So war ich erfolglos am Grimnitz,- und Parsteinsee sowie den umliegenden kleineren Seen sowieso. Nicht einmal Wildgänse liessen sich auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, das sind schwere Zeiten für Ornis! Denn der Winter hat unsere Landschaft fest im Griff und (fast) alle Seen der näheren Umgebung um Eberswalde liegen zur Zeit unter einer dicken Schnee- und Eisdecke. So war ich erfolglos am Grimnitz,- und Parsteinsee sowie den umliegenden kleineren Seen sowieso. Nicht einmal Wildgänse liessen sich auf den Feldern blicken. Wenigstens schien gestern zum ersten Mal seit Wochen wieder die Sonne und durchbrach das ewige Weiss-Grau des Januars. Auf dem Weg zum Grimnitzsee sah ich, dass aber zumindest der Werbellinsee offen ist und so hielt ich auf dem Rückweg am Ufer zwischen Altenhof und Eichhorst an. Aber auch hier war nichts Interessantes zu sehen, ausser Stockenten, Blässrallen, Haubentaucher und wunderschöne Eisskulpturen&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8320.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-819" title="Werbellinsee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8320-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8328.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-820" title="Eisskulpturen am Werbellinsee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8328-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Natürlich waren am anderen Ufer riesige Ansammlungen von Wasservögeln, welche aber auf dieser Entfernung nur schemenhaft zu erkennen waren. Und natürlich ist die Straße am scheinbar vogeltechnisch besseren Ufer zwischen Eichhorst und Joachimsthal wegen Bauarbeiten gesperrt. <span id="more-817"></span>Aber ich entschloss mich dennoch, zu sehen, wie weit man auf der anderen Seite kommt und ob ich dort nicht mehr Glück habe. Und wie ich so zurück zum Auto laufe, mit aufgeschultertem Spektiv und dem &#8220;Svensson&#8221; bewaffnet, denke ich, wenigstens einpaar Tafel- oder Reiherenten könnten ja mal in den Stockentenschwärmen mitschwimmen! Noch bevor ich den Gedanken zu Ende denken konnte, sah ich einpaar weisse Flecken zwischen den Stockenten aufblitzen und Tatsache: ca. 20 Reiherenten, na wenigstens was&#8230;</p>
<p>Am Café Wildau bzw. dem Ablauf des Sees in den Werbellinkanal gab es noch größere Ansammlungen von Blässrallen, Stockenten und auch einige Kormorane, na super, dafür schleppe ich nicht das Spektiv durch die Gegend.  Also fuhr ich weiter und dann hatte ich endlich etwas mehr Glück, in der Bucht nördlich vom Strand &#8220;Am Spring&#8221; haben sich auch einige Tafel- und Schellenten mitunter gemischt. Ansonsten konnte ich noch ein einzelnes Gänsesägerweibchen entdecken. Ach, da macht es bald mehr Spaß die Trupps aus Grünfinken, Erlenzeisigen, verschiedenen Meisen, wie beispielsweise Sumpf- oder Schwanzmeisen in den Erlen am Ufer zu beobachten. Aber schön war es dennoch am Werbellinsee. Vor allem der Strand, absolut weiss und ohne Menschen, hatte eine ganz besondere Stimmung und zu hören war nur das Rufen des Schwarzpechtes, das Gemecker der Enten und das Gezwitscher der Meisen und Zeisige.</p>
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		<title>Die Vogelwelt bei Trampe</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2009 12:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lohnenswert, in ornithologischer Hinsicht ist auch auf jeden Fall der unscheinbare Ort Trampe kurz hinter Eberswalde. Regional eher bekannt für seinen guten Bäcker bietet die parkähnliche Landschaft mit Wiesen, Feldgehölzen, Söllen und angrenzenden Wäldern allerlei Vogelarten eine Heimat. Bei meiner Ankunft kann ich gleich zwei Kraniche und einen Mäusebussard beobachten, na da hat sich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Lohnenswert, in ornithologischer Hinsicht ist auch auf jeden Fall der unscheinbare Ort Trampe kurz hinter Eberswalde. Regional eher bekannt für seinen guten Bäcker bietet die parkähnliche Landschaft mit Wiesen, Feldgehölzen, Söllen und angrenzenden Wäldern allerlei Vogelarten eine Heimat. Bei meiner Ankunft kann ich gleich zwei Kraniche und einen Mäusebussard beobachten, na da hat sich das frühe Aufstehen doch wieder gelohnt. Neben Feld- und Heidelerchen, Grau- und Goldammern, Baumpiepern gibt es hier Braunkehlchen, Neuntöter, Pirol, Mönchs,-Sperber,-Zaun- und Klappergrasmücken. Auffällig sind aber vor allem die vielen Grauammern. Ui ein dicker Buchfink fliegt vorbei, ach nein, bei genauerem Hinschauen zeigt sich ein Kernbeißer in seiner ganzen Farbenpracht. In den Robinien huscht ein Grauschnäpperpärchen und Baumpieper lassen sich von Birken- oder Kiefernwipfel zu Singflügen herab. Nur die Mücken nerven und lassen sich auch nicht sonderlich vom Duft des Autans beeindrucken, so dass ich diese Gegend verlassen muss, bevor ich völlig blutleer bin.</p>
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		<title>Ein kleiner ornithologischer Rundumschlag zum Frühlingsanfang</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 13:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim Start meiner kleinen ornithologischen Radtour heute morgen lag noch Reif über der „Heide“ unter der Stromtrasse. Anscheinend waren es der Heidelerche und Goldammer noch zu kalt zum Zwitschern. Im Kiefernforst hingegen waren Kohlmeisen, Buchfinken, Eichelhäher, Amseln und an exakt derselben Stelle wie neulich die Singdrossel aktiv. Auf Höhe des Forsthauses hielt ich kurz an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Beim Start meiner kleinen ornithologischen Radtour heute morgen lag noch Reif über der „Heide“ unter der Stromtrasse. Anscheinend waren es der Heidelerche und Goldammer noch zu kalt zum Zwitschern. Im Kiefernforst hingegen waren Kohlmeisen, Buchfinken, Eichelhäher, Amseln und an exakt derselben Stelle wie neulich die Singdrossel aktiv. Auf Höhe des Forsthauses hielt ich kurz an, um mir den fröhlichen Gesang des Rotkehlchens anzuhören, um dann über die Telekomstrasse und weiter durch den Kiefernforst zu fahren. Hier vernahm ich noch eine Tannenmeise und Misteldrossel, bevor ich nach rechts zum Walpurgisbruch, einem durch Torfstich entstandenen Kleingewässers abbog. Ein herrlicher Platz zum Kaffee trinken! Beim Abstellen des Fahrrads bemerkte ich einen kleinen flinken Vogel in einem unteren Kiefernast und dachte, was wuselt denn da? Mit dem Fernglas konnte ich wunderbar den gelben Scheitel und schwarzen Überaugenstreif des Wintergoldhähnchen sehen, echt bezaubernd.<span id="more-78"></span></p>
<p>Vom Flugplatz aus hörte man die Feldlerche, von weiter weg zwei Kraniche und ein Trupp Erlenzeisige flogen vorüber, hielten kurz an, um ihre Künste beim geschickten Knibbern an den Erlenzäpfchen zu zeigen und dann weiter zu ziehen. Ich gieße grad Kaffee nach, da fliegt einer der Kraniche nah über dem Waplurgisbruch hinweg und verschwindet Richtung Flugplatz. Später ziehen noch zwei Schwäne vorüber, aber ansonsten ist es noch ziemlich still hier. Da meine Hände langsam drohten abzufrieren, entschied ich mich dafür meinen Weg fortzusetzen. Am Flugplatz hielt ich noch einmal kurz an, um eine Goldammer beim Rufen von einem Birkenast aus zu beobachten und beim Fahren durch den Ort Finowfurt hörte ich Grünfinken, Elstern, Spatzen, Kohlmeisen usw. Am Finowkanal trieb ich einen ganzen Trupp Buchfinken vor mir her, sah viele Kohl- und Blaumeisen, Kleiberrufe drangen aus dem Wald des anderen Ufers herüber und ein Graureiher flog gemütlich vorbei. Die Sonne wird von mehr und mehr Wolken verdrängt und es ist ziemlich windig heute, aber der Frühling fängt ja grad erst an!</p>
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		<title>Das Trompeten des Kranichs</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 10:09:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als heute Morgen die ersten Sonnenstrahlen in mein Zimmer luckten, dachte ich, man, bei dem Wetter muss man doch raus, der Bürokram kann schliesslich warten. Also machte ich mir eine Kanne Kaffee, einpaar Stullen, packte Fernglas und Vogelbuch in den Rucksack, ein Kissen in die Fahrradtasche und fuhr los in den Wald Richtung Schwärzesee. Beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Als heute Morgen die ersten Sonnenstrahlen in mein Zimmer luckten, dachte ich, man, bei dem Wetter muss man doch raus, der Bürokram kann schliesslich warten. Also machte ich mir eine Kanne Kaffee, einpaar Stullen, packte Fernglas und Vogelbuch in den Rucksack, ein Kissen in die Fahrradtasche und fuhr los in den Wald Richtung Schwärzesee.<br />
Beim Überqueren der Stromtrasse hörte ich Goldammer und Heidelerche, da dachte ich mir schon, ja wirklich in guter Tag zum Vögel beobachten. Im Kiefernforst vernahm ich neben einigen Kohlmeisen und Buchfinken, eine Singdrossel in der Nähe einer Schonung. Für das Beobachten eines Buntspechtweibchens beim Nüsseln an der Birkenrinde musste ich nur anhalten und brauchte nicht einmal das Fernglas zum Erkennen ihres schönen kontrastreichen Gefieders. Dabei flogen lautstark eine Gruppe Gänse über mich hinweg und aus dem Wald weiter weg hörte ich das Trompeten eines Kranichs, ja meine Herren, denke ich bei mir, herrlich heute. Kurz vor dem Schwärzesee biegt der Waldweg zum Schwärzefliess ab und ich entscheide mich für ein Stück Buchenwald zur weiteren Vogelbeobachtung. Ich schaue mir die Buchen genauer an und tatsächlich da sind Schwarzspechthöhlen, die mir ein Grinsen aufs Gesicht zaubern und da höre ich auch schon in der Nähe seinen anklagenden Revier-Ruf, ja ja ich bin ja gleich weg.<span id="more-76"></span><br />
Ein Stückchen weiter kurz vorm Erlenbruch steht ein Hochstand, ach wie gemütlich, super zum Frühstücken, aber ich komme erst einmal gar nicht dazu, so spannend ist hier alles. Da heißen mich zeternd Kohlmeisen willkommen, da rufen Schwarzspecht, Kleiber, Buchfinken und alle wollen sie beobachtet werden. Ein Kolkrabe fliegt vorbei und waren dass da eben zwei Tauben im Abflug? Vielleicht Hohltauben? Könnte doch sein, hier bei den Buchen mit den Schwarzspechthöhlen, aber genauer anschauen konnte ich sie mir nicht mehr. Puh, dann gieße ich mir doch einen Kaffee ein und hole meine Stullen raus.<br />
Schön hier, das Fliess glitzert in der Morgensonne, die Vögel zwitschern munter, ich höre wieder das Trompeten des Kranichs und Moment mal, das hört sich ja an, als wenn er näher kommt. Tatsache da fliegt er und er fliegt auf mich zu, was macht der denn? Er kreist unter lautem Trompeten im Kreis in unmittelbarer Nähe, bis er sich in der Senke neben dem Hochstand nieder lässt. Hat der mich denn nicht gesehen? Boah, ich bewege mich kein Stück, traue mich nicht mal zu Ende zu kauen oder auch nur einen Muskel zu entspannen, ich schaue ihn einfach nur an. Und er steht einfach nur da, eine ganze Weile passiert nichts, nur meine Gedanken kreisen und zwar darum, wie ich meine Stulle aus der Hand legen kann und das Fernglas vor meine Augen bekomme, ohne mich zu bewegen?! Aber ok, ich sehe ich ihn auch so ganz gut, so nah ist er. Der Kranich schaut sich etwas um, pickert dann ein bisschen auf dem Boden rum, gibt seltsame Gluckergeräusche von sich, die ich vorher noch nicht gehört habe und bewegt sich dann langsam Richtung Erlenbruch. Klar, meine untere Hälfte kann er ja gar nicht sehen, ich sitze doch auf einem Hochstand, also lege ich doch mal die Stulle weg und hebe in Zeitlupe mein Fernglas hoch. Super schön, wie er so langsam weiter stolziert und bald sieht man nur noch ab und zu sein hellgraues Gefieder durch die Erlen aufblitzen.<br />
Ich denke, dass war für heute genug Belohnung von Mutter Natur, trinke noch ein Käffchen, beobachte dabei einen Kleiber und mache mich dann auf den Heimweg, während ich noch weiter das Trompeten des Kranichs höre.</p>
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		<title>Was haben Sie studiert? Landschafts&#8230;.und was?</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/01/was-haben-sie-studiert-landschaftsund-was/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 10:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Eberswalde]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsnutzung und Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe studiert und das in Eberswalde. In dieser kleinen, im Landkreis Barnim gelegenen Stadt in Brandenburg, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Berlin gibt es eine kleine Hochschule (von den Einheimischen nur als &#8220;die Forst&#8221; bezeichnet), die einen bundesweit einzigartigen Studiengang anbietet: &#8220;Landschaftsnutzung und Naturschutz&#8220; Nach reichlicher Überlegung und umfangreichen Recherchen habe ich mich vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich habe studiert und das in Eberswalde. In dieser kleinen, im Landkreis Barnim gelegenen Stadt in Brandenburg, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Berlin gibt es eine kleine Hochschule (von den Einheimischen nur als &#8220;die Forst&#8221; bezeichnet), die einen bundesweit einzigartigen Studiengang anbietet:</p>
<p style="text-align: center;">&#8220;<a title="Fachbereich Lanu" href="http://www.fh-eberswalde.de/Landschaftsnutzung-und-Naturschutz/Fachbereich-Landschaftsnutzung-und-NaturschutzFaculty-of-Landscape-Management-and-Nature-Conservation-K240.htm" target="_blank">Landschaftsnutzung und Naturschutz</a>&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Nach reichlicher Überlegung und umfangreichen Recherchen habe ich mich vor fünf Jahren dazu entschieden mich für diesen Diplomstudiengang zu bewerben. Die Zusage kam recht prompt und so zog ich aus dem fernen Sauerland nach Brandenburg um dort zum Wintersemester 2004 mein Studium zu beginnen. Natürlich hatte ich mich schon im Vorhinein über das Curiculum informiert und meine eigenen Vorstellungen dazu entwickelt, was denn nun genau Landschaftsnutzung und Naturschutz bedeuten könne. Im Laufe des Studiums kristallisierte sich nach und nach heraus, dass es ein wesentliches Ziel der Vorlesungveranstaltungen war möglichst breit gefächert von allem zu berichten, was man mit Landnutzungsformen und Naturschutz so assoziert.<span id="more-12"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Vielfach habe ich versucht meinen Freunden, meiner Familie, in Praktikastellen oder auch bei sonstigen fachlichen Gesprächen meinem Gegenüber genauer zu erklären, was ich da eigentlich genau studiere. Es war, ist und bleibt ein hoffnungsloses Unterfangen. Ohne näher darauf einzugehen, wo genau die Schwierigkeiten diesbezüglich liegen, möchte ich doch auf diesem Wege versuchen die Studieninhalte zu verdeutlichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wesentlichen Inhalte des Studiums sind interdisziplinär angelegt und überspannen von der Land- und Forstwirtschaft über den Ökologischen Landbau,die Landschaftsplanung, den Tourismus, die ländliche Entwicklung bis hin zu Kenntnisvermittlung über die Flora und Fauna alles, was man benötigt um die Landschaft im Gesamten begreifen zu können. Dem Grundsatz des Studienganges entsprechend &#8220;Mit der Natur für den Menschen&#8221;, werden auch soziale und ökonomische Aspekte der verschiedenen Landnutzungen vermittelt. Man erhält somit ein umfangreiches Handwerkszeug um naturschutzfachliche Probleme umfassend, realistisch und im Einklang mit sozioökonomischen und ökologischen Ansprüchen, konstruktiv zu bewältigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Da es jedoch kaum möglich ist in der Regelstudienzeit parallel Landschaftsplanung, Landwirtschaft, Zoologie, Forstwirtschaft und Betriebswirtschaft zu studieren, muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, doch irgendwie dann &#8220;Alles und Nichts&#8221; zu können. Man kann es tatsächlich nicht verneinen, wenn darauf hingewiesen wird, dass doch ein Landwirt ein viel umfangreicheres Wissen um Feldfrüchte und landwirtschaftliche Arbeitsweisen hat. Auch hat ein Landschaftsplaner, ebenso wie ein Forstwirt oder der Wasserbauingenieur ganz sicher einen tiefergehenden Einblick in seine Materie als es ein Dipl.-Ing. (FH) für Landschaftsnutzung und Naturschutz hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Es wird jedoch schwer werden zum Beispiel einen Landschaftsplaner zu finden, der gleichzeitig zoologisch und floristisch geschult ist, Einblick in die Land- und Forstwirtschaft hat, den Bodenwasserhaushalt versteht und ökologisch-funktionale Zusammenhänge in der Landschaft erkennt. Hier kann der diplomierte Lanu auftrumpfen und davon profitieren, das Handwerkzeug zur vertieften Erarbeitung aller Bereiche bei sich zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Dekanin des Fachbereichs fand den meiner Meinung nach schönsten Vergleich für diesen, schon in direkter Eberswalder Umgebung  völlig unbekannten Studiengang. Sie hat ihn unlängst als den &#8220;akademischen Zehnkampf&#8221; bezeichnet und etwas überspitzt darauf hingewiesen, dass doch der Dipl.-Ing. (FH) für Landschaftsnutzung und Naturschutz der &#8220;Chef&#8221; sei, der den &#8220;richtigen&#8221; Wissenschaftlern sagt, was sie fachspezifisch erforschen sollen.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Sinne beende ich die Vorstellung an dieser Stelle. Die Ursachenforschung über die Unbekanntheit des Studienganges hebe ich mir für einen nächsten Artikel auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur noch etwas in eigener Sache:</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn jemand davon träumt eine eierlegende Wollmilchsau zu werden, dann möge er es mir gleich tun und Landschaftsnutzung und Naturschutz studieren.</p>
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