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	<title>FF-vita Blog &#187; Artenschutz</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>NATURA 2000</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 19:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oder: Ein Nachtrag&#8230; Ein Sommer der Biotop- und FFH-Lebensraumkartierung liegt hinter uns und es war nicht alles schlecht. Es gab auch schöne Ecken in den FFH-Gebieten Krohnhorst in Brandenburg und Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben großen Ackerschlägen mit kleinen Söllen oder Baumgruppen als einzige Naturinseln gibt es auch noch wunderschöne Landschaften mit Wiesen, Weiden und Büschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: Ein Nachtrag&#8230;</p>
<p>Ein Sommer der Biotop- und FFH-Lebensraumkartierung liegt hinter uns und es war nicht alles schlecht. Es gab auch schöne Ecken in den FFH-Gebieten Krohnhorst in Brandenburg und Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben großen Ackerschlägen mit kleinen Söllen oder Baumgruppen als einzige Naturinseln gibt es auch noch wunderschöne Landschaften mit Wiesen, Weiden und Büschen in der Uckermark. Bei Groß Kölpin, Luisenhof und Friedenfelde erinnert die hügelige Landschaft mit ihren alten Feldsteinmauern, knöchrigen Eichen und Hecken an irländische Weidelandschaften. Und um Hohenwalde und Temmen wechseln sich die Wiesen, Weiden und Wälder mit glasklaren Seen, kleinen Dörfern und Allen ab. Es ist eine Kulturlandschaft, na klar, aber sie ist wunderschön, man muss nur genau hinschaun.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-992" title="Blog2" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog2.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a>Und so richtig schön ist es natürlich im FFH-Gebiet Hinrichshagen in der Feldberger Seenlandschaft. Es besteht hauptsächlich aus naturnahem Buchenwald, mit vielen eingestreuten Erlenbrüchen, Kesselmooren und Kleingewässern. Hier gab es auch einige botanische Besonderheiten zu bewundern wie zum Beispiel den fleischfressenden, in nährstoffarmen Moorgewässern lebenden Wasserschlauch (<em>Utricularia vulgaris, U.minor)</em> oder den nicht minder schönen Froschbiss (<em>Hydrocharis morsus-ranae</em>).</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-989" title="Blog" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a>Man muss es nur schaffen alles auszublenden, was der Mensch der Natur angetan hat, dass der Wald bei Hinrichshagen komplett mit Entwässerungsgräben durchzogen ist und die Schweinereien einer intensiven Landwirtschaft mit ihren riesigen flurbereinigten Ackerflächen. Man muss nur wieder das Positive sehen können. Zum Beispiel, dass es bereits über 100 Wiedervernässungs-maßnahmen in Hinrichshagen gegeben hat, dass es engagierte Menschen wie Peter Wernicke vom <a href="http://www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de/" target="_blank">Naturpark Feldberger Seenlandschaft</a> gibt und die FFH-Managementplanung eine Chance für die Erhaltung unserer Kultur- und Naturlandschaft sein kann.</p>
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		<title>Buchen sollst Du suchen&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 14:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
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		<description><![CDATA[Naturnahe Buchenwälder gehören zu den faszinierendsten und eindrucksvollsten Landschaften in Deutschland. Vor allem jetzt im Wonnemonat Mai haben sie eine besondere Ausstrahlung durch das frische Grün der austreibenden Blätter. Und wo der Wilddruck nicht zu groß ist, bilden sie mit ihrer immensen Naturverjüngung tatsächlich, die von Tacitus beschriebenen &#8220;undurchdringlichen Wälder Germaniens&#8220;. Experten gehen davon aus, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Naturnahe Buchenwälder gehören zu den faszinierendsten und eindrucksvollsten Landschaften in Deutschland. Vor allem jetzt im Wonnemonat Mai haben sie eine besondere Ausstrahlung durch das frische Grün der austreibenden Blätter. Und wo der Wilddruck nicht zu groß ist, bilden sie mit ihrer immensen Naturverjüngung tatsächlich, die von Tacitus beschriebenen &#8220;<em>undurchdringlichen Wälder Germaniens</em>&#8220;.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/05/Buchenwald2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-943" title="Buchenwald" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/05/Buchenwald2.jpg" alt="" width="640" height="200" /></a></p>
<p>Experten gehen davon aus, dass Deutschland von Natur aus zu ca. 60-70% mit Buchenwäldern bedeckt wäre. Real sind es ca. 5% und von diesem Restbestand werden 98% forstlich genutzt. Rotbuchen (<em>Fagus sylvatica</em>) können 300 und zum Teil sogar bis zu 500 Jahre  alt werden. Das Erreichen ihrer Endhöhe bzw. Hiebsreife liegt jedoch bei 140-160 Jahren, weshalb es Bestände mit über 160-jährigen Buchen nur noch auf 0,16% der Fläche Deutschlands gibt. Der älteste Buchenbestand Deutschlands sind die sogenannten <a href="http://www.wald-mv.de/style-a2/heilige_hallen-13-7-1-67-68-75.html" target="_blank">Heiligen Hallen</a>, mit über 350 Jahre alten Buchen auf 25 ha.</p>
<p>Dass Buchenwälder besonders artenarm sind,  ist jedoch ein verbreiteter Aberglaube und trifft lediglich auf die Anzahl der Baumarten zu. Tatsächlich ist die Rotbuche im Allgemeinen, also abgesehen von Extremstandorten (sehr nass, trocken oder besonders flachgründig) gegenüber anderen Baumarten dominant und kann mit ihrem dichten Kronenschluss Reinbestände bilden. Vor allem in der sogenannten Optimalphase, mit Erreichen der Endhöhe fehlen verschiedene Schichten und der Wald erhält das Aussehen eines aufgeräumten Wirtschaftswaldes. Von Natur aus würden jedoch verschiedene Waldentwicklungsphasen von Vorwald- bis hin zu einem Zerfallsstadium, nebst anderen Kleinbiotopen wie Quellen, Bächen, Waldsümpfe, Kesselmoore usw. mosaikartig nebeneinander vorkommen.</p>
<p>Buchenwald ist sogar besonders artenreich! Vor allem ist er reich an Pilzen, Bodenfauna, speziell Insekten und damit auch unter anderem an Vögel. Nach Untersuchungen wird die Zahl der Tierarten im Buchenwald auf rund 6000 geschätzt. Dabei spielt besonders Tot- und Altholz eine wichtige Rolle als unerschöpfliche Quelle neuen Lebens. Zahlreiche Totholzkäfer (z.B. Hirschkäfer), Hautflügler (Bienen, Wespen), Schnecken, höhlenbewohnende Vögel wie Spechte, Hohltaube, Waldkauz oder auch Säugetiere wie Fledermäuse, Eichhörnchen und Siebenschläfer finden in den Tot- und Altholzstrukturen der Buche einen Lebensraum. Und auch der phänologische Wandel ist im Jahresverlauf viel ausgeprägter als in anderen Waldsystemen. Wenn im Frühjahr die Buchenwälder noch lichtdurchflutet sind, gibt es eine Fülle an Frühjahrsblühern und Gräsern und im Sommer ist der Boden durch den dichten Bewuchs junger Buchen oder dem Kronenschluss ausgedunkelt. Durch den ausgeprägten Wechsel des Licht- und Mikroklimas im Jahresverlauf können elf phänologische Phasen unterschieden werden.</p>
<p><a href="http://www.natur-und-landschaft.de/kurzfassung/index_kurzfassung.htm" target="_blank">Natur und Landschaft, 82. Jg., Heft 9/10 (2007)</a></p>
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		<title>Hajigabul und Sari Su</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:32:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<category><![CDATA[Sari Su]]></category>
		<category><![CDATA[Weisskopf-Ruderente]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wenig Vögel von den ästhetischen Ansprüchen des allgemeinen Naturliebhabers halten, der seine Beobachtungen am liebsten in der unberührten Natur erleben möchte, konnten wir gestern wieder am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir schon einige interessante Vögel auf der landschaftlich wenig ansprechenden Halbinsel Artyom gesehen haben, sind wir gestern mit dem Jeep zum Hajigabul-See gefahren, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Wie wenig Vögel von den ästhetischen Ansprüchen des allgemeinen Naturliebhabers halten, der seine Beobachtungen am liebsten in der unberührten Natur erleben möchte, konnten wir gestern wieder am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir schon einige interessante Vögel auf der landschaftlich wenig ansprechenden Halbinsel Artyom gesehen haben, sind wir gestern mit dem Jeep zum Hajigabul-See gefahren, der inmitten menschlicher Siedlungen liegt, aber immerhin ein <a href="http://www.ruffordsmallgrants.org/rsg/projects/elchin_sultanov" target="_blank">Important Bird Area </a>(IBA) ist.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignright size-full wp-image-711" title="Lake Hajigabul" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/lake-hajigabul3.jpg" alt="Lake Hajigabul" width="707" height="283" /></p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Direkt an der Autobahn stehend, hat man einen guten Blick auf den See und es ist ja auch sehr praktisch, wenn man nur die Kofferraumklappe öffnen muss und das Spektiv am Straßenrand aufbauen kann.  Und wir wissen ja mittlerweile wie unaserbaidschanisch laufen ist! <span id="more-669"></span>Aber hallo, dafür haben wir einen riesigen Schwarm Löffelenten, ca. 300 Flamingos, Krick- und Spießenten sowie Brand- und Rostgänse gesehen. Der Hajigabul und die angrenzenden Fischteiche liegen zwar inmitten eines Straßenkreuzes, dennoch haben die Flächen eine große Bedeutung  für rastende Zug- und Wintervögel, zum Beispiel für die seltene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fkopfruderente" target="_blank">Weisskopfruderente</a>. Früher gab es an diesem See wohl auch große Ansammlungen an Zwerg-, Grau-, Bläss- und Rothalsgänsen, deren Bestände jedoch in den letzten Jahren abgenommen haben. Die künstliche Unterbrechung der Wasserversorgung durch die Kura  sorgt dafür, dass der See schrumpft und die Zugvögel werden erheblich durch die Jagd gestört, die anscheinend in allen IBA´s  in Aserbaidschan üblich ist.  Oder man baut einfach ein Einkaufszentrum in den See, wie beim Red Lake, südwestlich von Baku, wo wir immerhin unsere ersten Weisskopf-Ruderenten gesehen haben.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-full wp-image-699" title="Lake Sari Su" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/lake-sari-su.jpg" alt="Lake Sari Su" width="635" height="264" /></p>
<p style="text-align: justify">Weil wir weiter zum sehr viel natürlicheren See Sari Su wollten, haben wir am Hajigabul leider nicht so viel Zeit verbracht, wie man eigentlich sollte, angesichts der interessanten Vogelfauna. Ursprünglich wollten wir auch eigentlich zum Ag Göl, der gleichzeitig ein Nationalpark ist, schliesslich müssen wir ja noch unsere Nationalparktour vervollständigen, aber dort kommt man nicht so ohne Weiteres rein. Einlass wird einem wohl nur mit einer Sondergenehmigung gewährt und ich vermute mal, mit besonderen Verbindungen zur Regierung und einem Gewehr&#8230; Obwohl sich der Sari Su in nur etwa 50 km Entfernung vom Hajigabul befindet, brauchten wir noch über drei Stunden für die Anfahrt und Suche nach dem See. Es ging über Asphaltstrassen bzw. bessere Huckelpisten bis zur Stadt Saribabad, abenteuerlichen Brücken über die Kura, durch Dörfer und über Dämme, scheinbar bestehend aus Schlamm (blaue Linie stellt unseren Weg dar). Dabei hat sich übrigens der geliehene Opel Frontera meisterlich durch den Dreck gewühlt, eine gute Bodenfreiheit und vor allem einen geringen Spritverbrauch bewiesen.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-medium wp-image-703" title="Brücke über die Kura" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9538-300x225.jpg" alt="Brücke über die Kura" width="300" height="225" /><img class="alignright size-medium wp-image-704" title="Opel Frontera off-road" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9544-300x225.jpg" alt="Opel Frontera off-road" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify">Weil die Zeit aber schon derart fortgeschritten war, als wir am Sari Su ankamen und wir leider zurück nach Baku mussten, konnten wir nur einen kurzen Blick auf den See werfen. Es waren auch kaum interessante Vögel zu sehen, zumindest soweit wir das beurteilen konnten, da man wegen der natürlichen Schilfbestände den See nicht so leicht überblicken kann wie den Hajigabul, der so gut wie gar keinen Schilfgürtel hat. Naja und nicht zuletzt wegen der vielen Schüsse, die wir hörten, machten wir uns auf den Rückweg. Dieser See hat sicherlich eine Menge zu bieten, aber man braucht mehr Zeit, um ihn wirklich zu erkunden. Bei der Rückfahrt hielten wir noch einmal kurz am Hajigabul an und während die Sonne gerade unterging, standen die Flamingos zusammengedrängt im Wasser und spiegelten sich in der stillen Wasserfläche. Ansonsten möchte ich noch hinzufügen, dass der Autoverkehr weniger schlimm und chaotisch ist, als er aussieht. Die scheinbar rücksichtslosen Fahrer behandeln zwar ihre Autos wie ihre Pferde, soll heissen, die werden überall bei atemberaubenden Tempo durchgeprügelt, aber sie wollen ja auch selbst keine Beulen und so kamen wir wohlbehalten wieder in Baku an. Aber ich weiss jetzt auch, warum Ladas nur so kleine Schminkspiegel als Rückspiegel haben, sie werden ohnehin kaum benutzt, man guckt nicht nach hinten, man hupt einfach beim Ausscheren.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-medium wp-image-714" title="Aserbaidschans Huckelpisten" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9548-300x225.jpg" alt="Aserbaidschans Huckelpisten" width="300" height="225" /><img class="alignright size-medium wp-image-715" title="Tiertransport" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9552-300x225.jpg" alt="Tiertransport" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
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		<title>Unser kläglich Wasser</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/07/unser-klaglich-wasser/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 14:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Zur Zeit ist die Betrachtung von &#8220;Virtuellem Wasser&#8221; sehr in Mode. Beim letzten ASA-Seminar war es gleich viermal als Thema bei der &#8220;Aktion Globales Lernen&#8221; vertreten und Die Zeit hat sich in den Ausgaben 26 und 30 ausführlich damit beschäftigt. Na klar, Die Zeit beschäftigt halt immer ausführlich mit Themen, darum liebe ich sie ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zur Zeit ist die Betrachtung von &#8220;Virtuellem Wasser&#8221; sehr in Mode. Beim letzten ASA-Seminar war es gleich viermal als Thema bei der &#8220;Aktion Globales Lernen&#8221; vertreten und Die Zeit hat sich in den Ausgaben <a href="http://www.zeit.de/online/2009/25/infografik-wasser" target="_blank">26</a> und <a href="http://www.zeit.de/2009/30/Wasser-Fragen-Antworten" target="_blank">30</a> ausführlich damit beschäftigt. Na klar, Die Zeit beschäftigt halt immer ausführlich mit Themen, darum liebe ich sie ja auch! Die Artikel sind super recherchiert, die Themen werden komplex und von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet.  Aber es wundert mich dann doch sehr, dass der Autor des Artikels &#8220;Unser täglich Wasser&#8221; lapidar schreibt, dass wir schliesslich in Mitteleuropa in einem humiden Klima leben und deshalb eine Wasserverschwendung etwa durch langes Duschen nicht so schlimm sei im Verhältnis zum Wasserverbrauch bei der Herstellung von Lebensmitteln und Konsumgütern. Es mag sein, dass für ein Kilgramm Kaffee 21.000 Liter &#8220;Virtuelles Wasser&#8221;  aufgewendet werden mussten, wobei das Wasser nicht einfach weg ist, sondern zum Teil nach der Bewässerung dem lokalen Kreislauf wieder zugefügt wird. Und ich frage mich, ob ich zwar nun drei mal am Tag duschen darf, aber dafür meinen ökologisch hergestellten und fair gehandelten Kaffee nicht mehr guten Gewissens trinken kann?! Ich begrüße es sehr, sich über globale Zusammenhänge gedanken zu machen und sich bei jeglichem Konsum und Genussmitteln bewusst zu machen, welchen <a href="http://www.footprint.ch/" target="_blank">&#8220;ökologischen Fussabdruck&#8221;</a> ich hinterlasse, wieviel <a href="http://www.nabu.de/themen/klimaschutz/selbstaktivwerden/11271.html" target="_blank">CO2</a> ich produziere und nun auch wieviel Wasser ich beim Bier trinken vergeude. Aber dabei dürfen wir nicht unsere eigenen Ökosysteme vergessen, denn sie sind auch in globale Zusammenhänge und Auswirkungen verstrickt. In Brandenburg sind die Niederschläge nachweisslich gesunken in den letzten Jahren und wir haben hier zum Teil mit nur 350 mm N/Jahr aride Verhältnisse erreicht. Und es ist einfach gefährlich zu verharmlosen: &#8220;&#8230;dass ein sinkender Grundwasserspiegel die Pflanzen in Mitleidenschaft zieht und das Bild der Landschaft verändert&#8221;. Unsere Feuchtgebiete und Seen sind zum größten Teil vom Grundwasser gespeist, aber seit einigen Jahren können wir beobachten, wie Seen und Moore aus der Landschaft verschwinden. Das ist bei weitem mehr als eine Veränderung des Landschaftsbildes oder ein bisschen in Mitleidenschaft geraten! Es ist das leise Sterben von Ökosystemen mit daran angepassten Tieren und Pflanzen und es ist außerdem ein sich verstärkender Prozess, wenn die &#8220;Schwämme&#8221; in unserer Landschaft fehlen, sowohl beim Artensterben, für den Wasserhaushalt als auch für das globale Klima. Denn aus den Senken für klimarelevante Gase werden bei Austrocknung und Torfzersetzung Gas-Quellen und wir vertärken damit den Klimawandel und nicht zuletzt die Dürrekatastrophen in anderen Ländern. Denn es scheint immer noch nicht verstanden worden zu sein, dass Moore mit einer wachsenden Torfschicht die einzigen(!) Ökosysteme sind, die alle klimarelevanten Gase in sich binden können, während Wälder nur CO2 binden. Aus diesem Grund plädiere ich für einen sparsamen Umgang mit Wasser, auch  in unserem Haushalt und insbesondere beim Duschen!</p>
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		<title>Österreich und der Greifvogelschutz</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/01/osterreich-und-der-greifvogelschutz/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 15:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
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		<category><![CDATA[Nabu]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem aktuellen Nabu-Newsletter wird auf einen derart offensichtlichen Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie hingewiesen, dass ich dem Inhalt zunächst selbst kaum Glauben schenken konnte. Es heißt darin, dass es bei unseren österreichischen Nachbarn kurz vor Weihnachten zu einem Erlass gekommen ist, der es den Jägern erlaubt innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 Bussarde und 250 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In dem aktuellen <a title="Nabu Newsletter" href="http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/international/10456.html" target="_blank">Nabu-Newsletter</a> wird auf einen derart offensichtlichen Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie hingewiesen, dass ich dem Inhalt zunächst selbst kaum Glauben schenken konnte. Es heißt darin, dass es bei unseren österreichischen Nachbarn kurz vor Weihnachten zu einem Erlass gekommen ist, der es den Jägern erlaubt innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 Bussarde und 250 Habichte abzuschiessen. Um die eilige Umsetzung des Erlasses noch zu untermalen, sollen bereits bis zum 31. Januar 200 Bussarde und 50 Habichte vom Himmel geholt werden. Natürlich kann man jetzt denken &#8221; Ja haben die denn noch alle Germknödel an der Waffel?!&#8221;, aber selbstverständlich! Man kann diese Frage nur mit einem klaren JA beantworten.<span id="more-25"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Während in den meisten europäischen Ländern noch fieberhaft daran geforscht wird, wie geschützten Arten nachhaltig ihr Lebensraum gesichert werden kann und was denn nun die Hauptfaktoren für den Artenrückgang in der Kulturlandschaft sind, ist man in Österreich bereits einen Schritt weiter. Mit einer schier unglaublichen Selbstsicherheit und einer an Kühnheit grenzenden Ignoranz ist man dort den wahren Schuldigen auf die Schliche gekommen, hat sie gestellt und in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Hört sich nach Inquisition an, ist aber so. Die dortige Landesregierung scheint davon überzeugt zu sein, dass sich Habichte und Mäusebussarde in ihrer tiefsitzenden Boshaftigkeit, getrieben von allerhand krimineller Energie zusammengerottet haben um gemeinsam ein möglichst breites Spektrum bedrohter und somit geschützter Tierarten zu vernichten.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Delinquenten wird vorgeworfen sich insbesondere an den streng geschützten Arten wie Laubfrosch, Brachpieper oder Smaragdeidechse zu verlustieren, ohne sich dabei an die im menschlichen Dasein tief verwurzelten Werte wie Nachhaltigkeit im Handeln oder den respektvollen und lebensbejaenden Umgang mit allen Arten zu orientieren. &#8220;Pfui deibel&#8221; und &#8220;Kruzifixnochamoal&#8221; kann man da nur sagen. Denen geschieht es doch gerade recht so! Vom Himmel mit ihnen!&#8230;..</p>
<p style="text-align: justify;">Ach wie schön müsste das Leben doch sein, wenn nur alles so einfach wäre. Natürlich muss man Stimmen gelten lassen, die da sagen &#8220;Ja aber jagen Habichte nicht eher und häufiger durchaus größere Singvögel als den Brachpieper?&#8221; oder &#8220;Ist denn die größte Besiedlung mit Mäusebussarden nicht entlang viel befahrener Straßen, weil Aas in der Regel ihre Leibspeise ist?&#8221;. Ja klar muss man sie gelten lassen&#8230;..aber anhören muss man sie ja wohl nicht. Wo kämen wir denn hin, wenn man einer politischen Entscheidung über das Leben oder Sterben von 1250 Greifvögeln noch die Betrachtung wissenschaftlicher Fakten vorschalten müsste. Das macht doch alles nur unnötig komplizierter.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Tourismusbranche wird es der Landesregierung danken. Wie freue ich mich schon auf meinen nächsten Österreichurlaub. Im Gegensatz zu Deutschland bin ich dort dann nicht mehr gezwungen den Greifvögeln nur bei ihrer ewigen Kreiserei am Himmel oder der eleganten Beutejagd zuzusehen. Nein, die Naturbeobachtung wird um einen lottoesken Aspekt erweitert, wenn auf den Knall der Fall folgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun bleiben zunächst nur noch zwei Sachen zu sagen. Erstens hoffe ich, dass die österreichischen Jäger in der Lage sind zwischen Mäuse-, Wespen-, Rauhfuss- und Haumichblaubussard und anderen extrem seltenen und streng geschützten Greifvögeln zu unterscheiden und zweitens natürlich, dass die EU schnell und hart reagiert um dem Erlass einen Riegel vorzuschieben.</p>
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