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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Ein Gemeinschaftsgarten im Brandenburgischen Viertel?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 19:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie in den meisten Plattenbau-Siedlungen der ehemaligen DDR, schrumpft die Bevölkerung im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde ungebremst seit der Wende. Laut einer Sozialstudie leben dort von den ehemals über 13.000 Anwohnern nur noch knapp über 6.000 Personen. Das Viertel ist zudem gekennzeichnet durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an ALG II –Empfängern und wird allgemein als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie in den meisten Plattenbau-Siedlungen der ehemaligen DDR, schrumpft die Bevölkerung im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde ungebremst seit der Wende. Laut einer Sozialstudie leben dort von den ehemals über 13.000 Anwohnern nur noch knapp über 6.000 Personen. Das Viertel ist zudem gekennzeichnet durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an ALG II –Empfängern und wird allgemein als verwahrlost oder „sozialer Brennpunkt“ wahrgenommen. Denn nach der Wende ist hier ein Teufelskreis aus Leerstand, Abriss und weiterer sozialer Abgrenzung entstanden. Bei den Eberswaldern hat sich sogar der Begriff &#8220;Ghetto&#8221; für das Viertel etabliert, während die älteren Einwohner &#8220;Reimann-Viertel&#8221;, nach dem ehemaligen Namen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Reimann" target="_blank">Max Reimann</a>-Viertel sagen. Eigentlich nennen es, meines Wissens, nur die Studierenden politisch korrekt BV.</p>
<p>Die Etablierung eines Gemeinschaftsgartens nach dem Vorbild der <a href="http://prinzessinnengarten.net/" target="_blank">„Prinzessinnengärten“</a>, dem Nachbarschaftsgarten <a href="http://www.rosarose-garten.net/de/start" target="_blank">&#8220;Rosa Rose e.V.&#8221;</a> oder anderer <a href="http://www.stiftung-interkultur.de/" target="_blank">Interkultureller Gärten</a>, kann dabei zwar nur einen kleinen, aber vielleicht dennoch wichtigen Impuls für die Schaffung eines angenehmeren Wohnumfeldes geben. Im Brandenburgischen Viertel ist diese Idee konkret geworden durch eine Machbarkeitsstudie im Rahmen einer Masterarbeit im Studiengang &#8220;<em>Global Change Management</em>&#8221; an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (<a href="http://www.hnee.de/HNE-Eberswalde-E1016.htm" target="_blank">HNEE</a>) und der vielversprechenden Unterstützungszuagen seitens der Stadt und diverser Institutionen. Im Vordergrund der Gemeinschaftsgärten steht aber natürlich die Partizipation der Anwohner, denn sie gestalten, wirken mit und das Motto lautet: JEDER KANN MITMACHEN!</p>
<p>So könnten beispielsweise Kinder durch eine mögliche Zusammenarbeit mit der Grundschule Schwärzesee spielend lernen, wie Lebensmittel angebaut werden und in dem Garten einen neuen, selbstgestalteten Aktivitätsraum finden. Während Studierende der HNEE diese Möglichkeit für erste Erfahrungen in der Umweltbildung oder im ökologischen Anbau nutzen könnten. Wünschenswert ist auf jeden Fall ein reges Miteinander auf der Fläche mit allen Bewohnern, die mitmachen wollen, insbesondere auch Anwohnern mit Migrationshintergrund und älteren Menschen. Bisher haben vor allem Frauen mit russischen und kasachischen Wurzeln echtes Interesse an einem Gemeinschaftsgarten bekundet. Weitere positive Effekte des neuen Trends des „Urban Gardenings“ ist der regionale Anbau von eigenem Obst und Gemüse, ohne die negativen Folgen der intensiven Landwirtschaft, des immensen Flächenverbrauchs und weiter Transportwege.</p>
<p>Im Rahmen der Transition-Town-Initiative des Landkreises Barnim „<a href="http://stadt-und-land-im-wandel.de/" target="_blank">wandelBar</a>“ hat sich bereits eine Gruppe von Leuten zusammengefunden, die das Gartenprojekt im Weiteren Verlauf koordinieren und organisieren. Wer mitmachen möchte kann sich schon mal bei gemeinschaftsgarten@web.de melden .</p>
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		<title>Herbst in der Schorfheide</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 13:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Waldspaziergang im Herbst durch raschelndes Laub, im goldenen Licht und dieser besonderen, irgendwie melancholischen Stimmung. Geniesst noch mal ganz bewusst die letzten Sonnenstrahlen als wären es die letzten überhaupt&#8230; Rund um Chorin gibt es wunderbare Buchenwälder mit eingestreuten kleinen Gewässern und Mooren, die zum Spaziergang einladen. Zwischen Chorin, Brodowin und Liepe liegt das älteste Naturschutzgebiet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1566.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1095" title="Waldspaziergang" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1566-1024x682.jpg" alt="" width="664" height="442" /></a>Ein Waldspaziergang im Herbst durch raschelndes Laub, im goldenen Licht und dieser besonderen, irgendwie melancholischen Stimmung. Geniesst noch mal ganz bewusst die letzten Sonnenstrahlen als wären es die letzten überhaupt&#8230;<span id="more-1084"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1570.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1085" title="Kleingewässer" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1570-1024x682.jpg" alt="" width="738" height="491" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Rund um Chorin gibt es wunderbare Buchenwälder mit eingestreuten kleinen Gewässern und Mooren, die zum Spaziergang einladen. Zwischen Chorin, Brodowin und Liepe liegt das älteste Naturschutzgebiet Brandenburgs, das <a href="http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.516615.de" target="_blank">&#8220;NSG Plagefenn&#8221;</a>. Und wenn man schon in Brodowin ist, muss man unbedingt den Rummelsberg (83m) &#8220;besteigen&#8221; und die Aussicht auf die umliegende Seenlandschaft genießen. Westlich von Chorin in Richtung Senftenhütte kann man auch den mit Buchen bestandenen Pferdekopfberg (110m) erklimmen oder umrunden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1604.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1100" title="Pferdekopfberg" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1604-1024x682.jpg" alt="" width="737" height="491" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1609.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1107" title="Pferdeberg" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_1609-1024x682.jpg" alt="" width="819" height="546" /></a></p>
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		<title>Diebstahl</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 18:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
		<category><![CDATA[zu Guttenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele verteidigen ja noch immer, den aus dem Amt geschiedenen Verteidigungsminister zu Guttenberg &#8211; warum eigentlich? Sie sagen beispielsweise, er hätte so tolle Arbeit geleistet, sei so sympathisch und man wollte ihn ihn doch nur aus dem Amt mobben. Wer eigentlich? Viele glauben man habe etwas gesucht, um ihn zu denunzieren. Dabei war es ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele verteidigen ja noch immer, den aus dem Amt geschiedenen Verteidigungsminister zu Guttenberg &#8211; warum eigentlich? Sie sagen beispielsweise, er hätte so tolle Arbeit geleistet, sei so sympathisch und man wollte ihn ihn doch nur aus dem Amt mobben. Wer eigentlich? Viele glauben man habe etwas gesucht, um ihn zu denunzieren. Dabei war es ein <a href="http://www.zeit.de/2011/09/Interview-Fischer-Lescano" target="_blank">Zufall</a>, dass jemand seine Doktorarbeit in weiten Teilen als Plagiat entlarvte. Weil er selbst nicht denken konnte, schrieb er eben ab. Dieser Wortlaut stammt übrigens aus dem Lied &#8220;Schilddrüsenunterfunktion&#8221; von Funny van Dannen. Seine Arbeit als Verteidigungsminister kann ich nicht beurteilen, dafür weiss ich zu wenig über die Ausübung dieses Amtes, wie viele andere wahrscheinlich auch.</p>
<p>Ich frage mich nun aber, wie es mir wohl ergehen würde, wenn ich etwas haben möchte, was  mir nicht gehört und weil ich keine Lust oder Zeit habe, dafür zu arbeiten, es einfach stehlen würde. Sagen wir mal einen Geländewagen von Mercedes oder einen BMW ActivHybrid7. Ob man mich dann auch noch sympathisch finden würde und mich mit meiner tollen Arbeit als Naturschützer verteidigt? Da in unserer differenzierten Arbeitswelt nicht jeder wissen kann, was so ein Naturschützer eigentlich genau macht, wäre es ein leichtes eine Kampagne für mich bei Facebook zu starten.</p>
<p>Vielleicht werde ich ja erwischt, nein ganz sicher würde irgendwann die Polizei vor meiner Tür stehen und unverschämt fragen, wem denn dieser tolle Wagen da gehört. Ich würde dann einfach antworten, na mir und wenn man mir Diebstahl vorwirft, sage ich ersteinmal, dass diese Anschuldigung ja wohl völlig abstrus sei. Bei Festhalten an dieser abstrusen Behauptung, die schließlich nur dazu dient, meinen guten Namen zu ruinieren, gebe ich immerhin zu, noch mal in den Fahrzeugpapieren nachsehen zu müssen, vielleicht habe ich da beim Namen des Halters nicht richtig hingeschaut. Wenn mir die Polizei dann tatsächlich Diebstahl nachweisen kann, gebe ich zu, mich da wohl tatsächlich vertan zu haben. Ups ist ja gar nicht mein Auto, aber verzeihen Sie Herr Kommissar, ich war viel zu beschäftigt, um darauf hinarbeiten zu können. Außerdem gibt es ja wohl gerade wichtigere Dinge zu bereden, beispielsweise das Artensterben&#8230;</p>
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		<title>Naturnaher Wald</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 17:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wald ist in unserer Kulturlandschaft auf kleine Inseln zusammen geschrumpft und steht unter einem enormen Nutzungsdruck.  Einschichtige Monokulturen aus Kiefern bestimmen das Waldbild in Brandenburg und es gibt nur wenige Ausnahmen mit naturnahen Eichen-, Buchen-, Erlen- oder Erlen-Eschenwäldern auf Standorten, die für den Menschen eher schwierig zu nutzen sind oder waren. Nicht zuletzt wegen der Nutzung als Biomasse ist sehr unwahrscheinlich geworden, dass unsere Nachfahren einmal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ivenacker_Eichen" target="_blank">&#8220;1000-jährige Eichen&#8221;</a> oder allgemein Naturwald werden bewundern können.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/InvenackerEichen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1050" title="Invenacker Eichen" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/InvenackerEichen.jpg" alt="" width="640" height="200" /></a></p>
<p>Bäume dürfen nicht einmal in Naturschutzgebieten ihr natürliches Alter erreichen und als mächtiger, stehender oder liegender Stamm neues Leben bergen. Wenn auch etwas größere Feldgehölze in der Ackerlandschaft mit mehr als einem Hektar schon als Wald definiert werden und eine wichtige Funktion als Biotop erfüllen, so sind die doch kaum naturnah bzw. typisch ausgebildet. Als willkommener Wildeinstand von Reh und Wildschwein genutzt, gibt es praktisch keine Naturverjüngung und die Krautschicht wird durch den Nährstoffeintrag von Brennnessel und Wiesenkerbel beherrscht.</p>
<p>Um so mehr habe ich mich gestern im FFH-Gebiet &#8220;<em>Randowtal bei Grünz und Schwarze Berge</em>&#8220;  über einen relativ naturnahen Erlen-Eschenwald mit typisch ausgeprägter Krautschicht gefreut. Obwohl dieses Gebiet eher wegen seine Kalkmagerrasen interessant ist und Wald eine untergeordnete Rolle spielt, musste ich mir diesen schmalen Streifen an einem Seitentälchen der Randow doch einmal näher ansehen. Ja &#8211; die Eschen sind aufgrund des Eschen-Triebsterbens abgängig oder bereits abgestorben, aber ich denke, dass sie den Pilz letzlich überwinden werden. Ich glaube, wenn Ökosysteme noch halbwegs funktionieren, werden neue Bäume wachsen und sie werden Krankheiten und &#8220;Schädlinge&#8221; auf lange Sicht überleben. Aber abgesehen von dem vielen Totholz, dass auf diese Weise entstanden ist, habe ich mich hier an einer wunderbar natürlichen, artenreichen Bodenvegetation erfreuen können: Giersch, Einbeere, Vielblütige Weißwurz, Sumpf-Dotterblume, Scharbockskraut, Bingelkraut, Lungenkraut, Gelbes und Weißes Buschwindröschen und an den sickerfeuchten Stellen Sumpfsegge.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Erlen-Eschenwald.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1057" title="Erlen-Eschenwald" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Erlen-Eschenwald.jpg" alt="" width="640" height="200" /></a></p>
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		<title>Krötenwanderung und blaue Moorfrösche</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 19:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich für Amphibien interessiert kommt zurzeit so richtig auf seine Kosten. Eigentlich wollte ich ja auf den großen Ackerflächen bei Gerswalde hören oder sehen, ob sich dort mein Verdacht des Vorkommens der Knoblauchkröte bestätigt. Aber es war einfach nichts zu wollen mit dieser Kröte, vielleicht war es doch noch etwas zu früh oder Herr Urox und ich nicht leise genug. Aber auf jeden Fall sind gerade Erdkröten auf dem Weg zu ihrem Laichgewässer und blaue Moorfroschmännchen blubbern in den Tümpeln, um Weibchen zu beeindrucken. Sieht schon irgendwie niedlich aus, wenn überall so blaue Froschköpfe aus dem Wasser lucken. Leider kam ich zum Fotografieren dieses Phänomens nicht nah genug heran, denn die Gummistiefel lagen vorsorglich im Auto&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Blog3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1019" title="Blog3" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2011/04/Blog3.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a></p>
<p>Naja aber im Wald kann man ja auch trockenen Fußes Frühjahrsblüher wie das Buschwindröschen oder den Goldstern bewundern. Rotkehlchen, Buchfink, Singdrossel, Feld- und Heidelerche etc. zwitschern wieder um die Wette, Zitronenfalter flattern wild durch die Gegend und verheißen den Frühling! Ja, endlich Frühling, endlich wieder angenehme Temperaturen und längere Tage, um die Zeit draußen zu verbringen.</p>
<p>Zum krönenden Abschluss habe ich noch mein Auto festgefahren, so ein Seat Cordoba ist eben doch nicht mit einem Lada Niva zu verwechseln. Da sollte man besser aufpassen, vor allem im Frühjahr. Wo letztes Jahr noch harter Lehm war, konnte ich nun den Schlamm so richtig spritzen lassen. Blöd, wenn man dann allein ist, der Herr Urox ist da überhaupt keine Hilfe und ansonsten ließen sich nur ein Eiskratzer zum &#8220;freischaufeln&#8221; und eine Hundedecke zum unterlegen finden. So eine Decke bringt übrigens bei nassem Lehm überhaupt gar nichts, die wurde einfach durchgezogen. Aber auch alle anderen Versuche trockene Materialen wie Holz, Rinde etc. unterzulegen scheiterten ebenso grandios. Zum Glück kam dann doch noch kurz vor der Dämmerung ein Jäger vorbei, der mich mit seinem Jimny rausziehen konnte. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle an den netten, unbekannten Jäger und ich nehm alles zurück, was ich je über Fahrer eines Suzuki Jimnys gesagt oder gedacht haben sollte. <img src='http://blog.ff-vita.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Naturnahe Moralvorstellungen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 19:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin gegen Atomkraft &#8211; um das erst einmal vorweg zu nehmen. Die Aneinanderreihung der Katastrophen in Japan ist ohne Frage eine große Tragödie. Aber dabei erschreckt mich auch, wie dieses Elend gerade genutzt wird, um in Deutschland der Anti-Atombewegung einen neuen Aufschwung zu verleihen. Fast schon süffisant, so kommt es mir zumindest manchmal vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gegen Atomkraft &#8211; um das erst einmal vorweg zu nehmen. Die Aneinanderreihung der Katastrophen in Japan ist ohne Frage eine große Tragödie. Aber dabei erschreckt mich auch, wie dieses Elend gerade genutzt wird, um in Deutschland der Anti-Atombewegung einen neuen Aufschwung zu verleihen. Fast schon süffisant, so kommt es mir zumindest manchmal vor, wird dieses Unglück (beispielsweise von Jürgen Trittin bei Anne Will) instrumentalisiert, um sagen zu können: &#8220;<em>HA, wir haben es schon immer gewusst &#8211; diese Technik ist nicht beherrschbar</em>!&#8221;</p>
<p>Ehrlich gesagt, war das auch einer meiner ersten Gedanken: &#8220;<em>Nun wird die Atomlaufzeit neu verhandelt werden müssen, nun werden mehr Menschen auf die Straße gehen, um gegen Atomkraft zu demonstrieren &#8211; diese Technik ist nicht beherrschbar, oh Gott es werden noch mehr Windräder gebaut&#8230;</em>&#8221; Ich habe mich wegen dieser Gedanken geschämt, denn sollte man sich nicht als Erstes fragen: &#8220;<em>Was ist mit den Menschen in Japan?</em>&#8221;</p>
<p>Natürlich denke ich auch, dass die Menschheit aus diesen Katastrophen lernen MUSS, um neues Unglück zu verhindern. Aber irgendwie habe ich ein mulmiges Gefühl bei all diesem Aktionismus im Moment, denn es ist doch eigentlich nicht der richtige Zeitpunkt angesichts der Tragödie in Japan und es kommt mir auch unmoralisch vor, selbiges für den Wahlkampf zu nutzen. Gleichzeitig verstehe ich, dass man die &#8220;<em>Gunst der Stunde</em>&#8221; nutzen will, das Ruder rumzureißen, so lange Fukushima in den Köpfen der Menschen ist.</p>
<p>Dabei sollte jedoch mit Verstand gehandelt werden! Denn wo sind denn wirklich die Alternativen? Schnell wird nach mehr Windkraft, Solarenergie und Biomasse gerufen, damit lässt sich ja auch wunderbar Geld verdienen und gleichzeitig ein gutes Gewissen schaffen -  keine atomare Verseuchung, kein CO2 (?).</p>
<p>Die Revitalisierung von Mooren hingegen, die als einzige Ökosysteme, alle klimarelevanten Gase (nicht nur CO2) dauerhaft  in sich speichern könnten, ist dagegen weniger populär. Im Gegenteil, sie werden weiterhin großflächig entwässert und setzen dabei fleißig CO2, Methan &amp; co frei. Das Bundesland Brandenburg hat das ehrgeizige Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken und die Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent am Energiemix zu steigern. Das Wort Moor kommt in dieser &#8220;<a href="http://brandenburg.de/cms/media.php/gsid=lbm1.a.1312.de/Energiestrategie%202020.pdf" target="_blank">Energiestrategie 2020</a>&#8221; natürlich nicht vor. Es geht ja dabei auch eher um den Standort Brandenburg, um Entwicklung, neue Technologien, CO2-Verpressung und nicht um Umwelt- geschweige denn Naturschutz.</p>
<p>Ich befürchte ganz einfach, dass es nun noch mehr Windfelder geben wird, die ja mittlerweile direkt neben Vogelschutzgebieten oder in Wäldern gebaut werden. Es wird sogar Wald gerodet, um Windparks bauen zu können! Alles hat Auswirkungen und es ist nicht immer klimaneutral oder umweltfreundlich, was als &#8220;Öko&#8221; verkauft wird, das Debakel um <a href="http://www.zeit.de/auto/2011-02/E10-Bioethanol-Energiepflanzen-Klimabilanz" target="_blank">E10</a> würde dabei den Rahmen an dieser Stelle sprengen.</p>
<p>Auch Energieeffizienz ist wenig attraktiv und erst recht Energie sparen. Ich halte es jedoch für unmoralisch und schlichtweg falsch, weitere Windkrafträder zu bauen, Solarparks für 20 Jahre, bis die Förderung abläuft anzulegen, Holzkraftwerke zu bauen, bis es keine Bäume mehr über 100 Jahre gibt und all die Tiere und Pflanzen, die mit einem naturnahen Wald verknüpft sind, bevor nicht die echten Alternativen ausgeschöpft sind. Nur wie lässt sich mit intakten Mooren, Energieeffizienz und Sparsamkeit Geld verdienen?</p>
<p>Bei allen derzeitigen politischen Versprechungen, wunderbaren Potentialrechnungen, CO2-Bilanzen und Preisungen der Technik sollte man genau hinsehen, was dabei wirklich grün ist!</p>
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		<title>NATURA 2000</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 19:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Natura 2000]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder: Ein Nachtrag&#8230; Ein Sommer der Biotop- und FFH-Lebensraumkartierung liegt hinter uns und es war nicht alles schlecht. Es gab auch schöne Ecken in den FFH-Gebieten Krohnhorst in Brandenburg und Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben großen Ackerschlägen mit kleinen Söllen oder Baumgruppen als einzige Naturinseln gibt es auch noch wunderschöne Landschaften mit Wiesen, Weiden und Büschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: Ein Nachtrag&#8230;</p>
<p>Ein Sommer der Biotop- und FFH-Lebensraumkartierung liegt hinter uns und es war nicht alles schlecht. Es gab auch schöne Ecken in den FFH-Gebieten Krohnhorst in Brandenburg und Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben großen Ackerschlägen mit kleinen Söllen oder Baumgruppen als einzige Naturinseln gibt es auch noch wunderschöne Landschaften mit Wiesen, Weiden und Büschen in der Uckermark. Bei Groß Kölpin, Luisenhof und Friedenfelde erinnert die hügelige Landschaft mit ihren alten Feldsteinmauern, knöchrigen Eichen und Hecken an irländische Weidelandschaften. Und um Hohenwalde und Temmen wechseln sich die Wiesen, Weiden und Wälder mit glasklaren Seen, kleinen Dörfern und Allen ab. Es ist eine Kulturlandschaft, na klar, aber sie ist wunderschön, man muss nur genau hinschaun.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-992" title="Blog2" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog2.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a>Und so richtig schön ist es natürlich im FFH-Gebiet Hinrichshagen in der Feldberger Seenlandschaft. Es besteht hauptsächlich aus naturnahem Buchenwald, mit vielen eingestreuten Erlenbrüchen, Kesselmooren und Kleingewässern. Hier gab es auch einige botanische Besonderheiten zu bewundern wie zum Beispiel den fleischfressenden, in nährstoffarmen Moorgewässern lebenden Wasserschlauch (<em>Utricularia vulgaris, U.minor)</em> oder den nicht minder schönen Froschbiss (<em>Hydrocharis morsus-ranae</em>).</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-989" title="Blog" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/11/Blog.jpg" alt="" width="650" height="200" /></a>Man muss es nur schaffen alles auszublenden, was der Mensch der Natur angetan hat, dass der Wald bei Hinrichshagen komplett mit Entwässerungsgräben durchzogen ist und die Schweinereien einer intensiven Landwirtschaft mit ihren riesigen flurbereinigten Ackerflächen. Man muss nur wieder das Positive sehen können. Zum Beispiel, dass es bereits über 100 Wiedervernässungs-maßnahmen in Hinrichshagen gegeben hat, dass es engagierte Menschen wie Peter Wernicke vom <a href="http://www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de/" target="_blank">Naturpark Feldberger Seenlandschaft</a> gibt und die FFH-Managementplanung eine Chance für die Erhaltung unserer Kultur- und Naturlandschaft sein kann.</p>
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		<title>So sieht also NATURA 2000 aus?!</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2010/08/so-sieht-also-natura-2000-aus-4/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 19:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kartiertage]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<category><![CDATA[Kartierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingewässer]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder: Anleitung zum &#8220;Wegackern&#8221; von Kleingewässern&#8230; Jeder Mitgliedstaat der EU verpflichtet sich, zur Erhaltung der Biodiversität, auf seinem Hoheitsgebiet bestimmte Schutzgebiete in das europäische Schutzgebietssystem &#8220;Natura 2000&#8243; einzugliedern: &#8220;Es wird ein kohärentes europäisches ökologisches Netz besonderer Schutzgebiete mit der Bezeichnung &#8220;NATURA 2000&#8243; errichtet. Dieses Netz besteht aus Gebieten, die die natürlichen Lebensraumtypen des Anhangs I [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Oder: Anleitung zum &#8220;Wegackern&#8221; von Kleingewässern&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Jeder Mitgliedstaat der EU verpflichtet sich, zur Erhaltung der Biodiversität, auf seinem Hoheitsgebiet bestimmte Schutzgebiete in das europäische Schutzgebietssystem &#8220;Natura 2000&#8243; einzugliedern: &#8220;<em>Es wird ein kohärentes europäisches ökologisches Netz besonderer Schutzgebiete mit der Bezeichnung &#8220;NATURA 2000&#8243; errichtet. Dieses Netz besteht aus Gebieten, die die natürlichen Lebensraumtypen des Anhangs I sowie die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes dieser natürlichen Lebensraumtypen und Habitate der Arten in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gewährleisten</em> (Artikel 3 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie).&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Brandenburg hat 620 solcher FFH-Gebiete mit einer Fläche von 333.138 ha, was 11.3 Prozent der Landesfläche entspricht. Mecklenburg-Vorpommern hat zwar nur 235 FFH-Gebiete, aber dafür mit einer Fläche von 573.400 ha, was sogar 18.5 Prozent der Landesfläche entspricht. Na &#8211; ist das nicht schön? So viel Natur auf einmal? Na klar, wenn man Agrarsteppe, Kiefernforst und Kuhweiden als Natur ansieht. Ich gebe zu, es war wirklich SEHR naiv von mir zu glauben, dass FFH-Gebiete etwas besonderes sind und zum Teil gibt es darin auch kleine Inseln mit naturnahem Wald, Mooren, artenreiche Feuchtwiesen oder natürlichen Gewässern. Und außerdem hat die Kulturlandschaft, wie sie nun einmal in Mitteleuropa geschaffen wurde, auch ihre Reize und kann eine große Artenvielfalt hervorbringen. Will sagen &#8211; ich bin nun wirklich ein Freund unserer Landschaft mit ihren Weiden, Wiesen, Äckern und Hecken.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber oft verschlägt es mir den Atem, wenn ich an die kleinen (Natur-) Inseln auf den riesigen Ackerschlägen herantrete. Entweder ist von einem ehemaligen Ackersoll (=Kleingewässer als Überbleibsel der letzten Weichselvereisung) nur noch eine Brennesselfur übrig geblieben oder es wird noch aktiv daran gearbeitet, dieses Kleinod der Natur &#8220;wegzuackern&#8221;. Dafür wirtschaftet man am besten bis zur Böschungskante heran, möglichst so, dass viel Material ins Gewässer fällt, die Eutrophierung tut dann schon ihr Übriges. Bis man dann in einpaar Jahren einen schönen, sauberen, ebenen Ackerschlag ohne störende Kleingewässer hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/08/Natura.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-975" title="Natura" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/08/Natura.jpg" alt="" width="640" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt natürlich auch schöne Beispiele in dem FFH-Gebiet Krohnhorst in Brandenburg und Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern, zum Beispiel Kleingewässer in naturnahem Wald mit Wasserschlauch, aber das habe ich bisher nur selten sehen können. So sieht also NATURA 2000 bei uns aus! Da will ich mich nicht mehr über Aserbaidschan beschweren, wo auch mal ein Einkaufszentrum in ein Important Bird Area gebaut wird. Das können wir besser&#8230;</p>
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		<title>Die Zeit rast&#8230;..Spaß machts trotzdem</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 16:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kartiertage]]></category>
		<category><![CDATA[Kartierung]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsaussichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon einige Zeit her, dass sich Ninett oder ich hier verewigt haben. Die entstandene Lücke will ich nun versuchen mit einem kurzen Rückblick auf die vergangenen Wochen zu schließen. Wir sind momentan in der glücklichen Situation uns vor Arbeit nicht retten zu können. Sogar einen weiteren Kartierer, einen ehemaligen Kommilitonen, konnten wir als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist schon einige Zeit her, dass sich Ninett oder ich hier verewigt haben. Die entstandene Lücke will ich nun versuchen mit einem kurzen Rückblick auf die vergangenen Wochen zu schließen. Wir sind momentan in der glücklichen Situation uns vor Arbeit nicht retten zu können. Sogar einen weiteren Kartierer, einen ehemaligen Kommilitonen, konnten wir als Verstärkung für einen Auftrag mit ins Boot holen.</p>
<p style="text-align: justify;">In den heißesten Tagen des Jahres waren wir hauptsächlich in der wunderschönen Pampa der Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg Vorpommern unterwegs und führten eine umfangreiche FFH-LRT-Kartierung im FFH-Gebiet Hinrichshagen durch. Der Fokus lag auf den natürlich eutrophen Seen und Kleingewässern, den Moorstandorten und den artenreichen Flachlandwiesen in dieser reich strukturierten Landschaft. Während der ersten Durchgänge, als die Hitze so langsam an die 39°C heranreichte, war es schon eine ganz schöne Quälerei sich durch den vorbildlich unaufgeräumten Wald zwischen Hinrichshagen und Neugarten zu schlagen. Es kam einem so vor, dass auf jeden Baum in diesem Wald so um die 97364 Mücken gekommen sind. Der arme Herr Urox sah jedes Mal wenn wir den Wald betreten haben so aus, als hätte man ihn in Mücken paniert&#8230;..armer Kerl. So nen Hund hat ja nicht soo viel Blut&#8230;. Uns erging es kaum besser. Zumeist sind wir, um der Hitze einen Tribut zu zollen, gegen drei Uhr morgens aufgestanden und waren so ab halb fünf im Wald und dem umgebenden Offenland unterwegs, bis die Hitze so langsam das Hirn schabbelig gekocht hat.  Es galt ja schließlich möglichst alle FFH-LRT ausfindig zu machen. Naja was soll ich sagen, insgesamt waren drei (und einer kommt noch am letzten Augustwochenende) Kartiereinsätze notwendig, aber wir haben es geschafft. Neben der Aufarbeitung der Kartierungsergebnisse haben wir auch noch alle Hände voll mit einer FFH-Kartierung im Norden der wundervollen Schorfheide zu tun. &#8220;Wir&#8221; trifft es dabei allerdings nicht wirklich gut, da maßgeblich Ninett dort kartiert und ich nur versuche sie zu unterstützen. Für meine Anstellung an der FH Eberswalde für die Konzeption einer naturschutzfachlichen Dauerbeobachtung im Nationalpark &#8220;Unteres Odertal&#8221; gibt es schließlich auch noch eine Menge zu tun und auch Potsdams Straßenbäume werfen ihre Schatten voraus. Ab der kommenden Woche starte ich wieder mit der Verkehrssicherheitskontrolle. Nebenbei gibt es noch die eine oder andere Weiterbildung (z.B. ein Baumpflegeseminar bei Imstrom in Höxter, wo ich mich auch schon zum Baumkontrolleur ausbilden ließ) und im September dann ein bestimmt spannender Kongress zur Umweltbeobachtung in Essen, meiner Geburtsstadt. In diesem Sinne ist erstmal alles auf einen neuen Stand gebracht und ich hoffe inständig, dass wir demnächst mal Zeit finden die schönen Seiten unserer Arbeit und die damit verbundenen Erlebnisse, Geschichten und Bilder zu präsentieren. Auch wenn wir momentan nicht wissen wo uns der Kopf steht, wollen wir beide nichts anderes machen. Hoffentlich fängt das kommende Jahr so gut an, wie dieses scheinbar langsam zu Ende geht.</p>
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		<title>Wenn die Mädchen rote Schuhe tragen&#8230;.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 11:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitssaison]]></category>
		<category><![CDATA[FFvita]]></category>
		<category><![CDATA[HNE Eberswalde]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;dann hat der Lanu wenig Zeit. Dann ist der Sommer da und der Lanu kommt kaum klar&#8230;.düpdidüpdidüü&#8230; Aber genug vom Funny und Schluss mit lustig. In diesem Jahr ist die Arbeitssaison für uns beide sehr gut angelaufen. Wir sind mehr als ausgelastet und verdienen unser Geld maßgeblich damit, in einigen der schönsten Gegenden Ostdeutschlands (und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230;dann hat der Lanu wenig Zeit. Dann ist der Sommer da und der Lanu kommt kaum klar&#8230;.düpdidüpdidüü&#8230; Aber genug vom Funny und Schluss mit lustig.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Jahr ist die Arbeitssaison für uns beide sehr gut angelaufen. Wir sind mehr als ausgelastet und verdienen unser Geld maßgeblich damit, in einigen der schönsten Gegenden Ostdeutschlands (und damit hÃ¶chstwahrscheinlich auch dem Rest der Republik) verschiedenste Erfassungen zu machen, uns die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen und noch ganz nebenbei weitere Arbeitsfelder für uns zu erschließen. Natürlich ist es einerseits belastend einen riesigen Berg Arbeit vor sich aufgetürmt zu sehen und Tag für Tag sich neuerlich auf den Weg zu machen eine Etappe nach der Nächsten hinter sich zu bringen. Auf der anderen Seite haben wir (und ich bin mir sicher da für uns beide zu sprechen) aber das unverschämte Glück genau das zu machen, was uns Spaß macht. Manch einer geht seiner sonstwie gearteten Tätigkeit nach und freut sich das ganze Jahr schon auf die zwei Wochen Jahresurlaub, die er dann bei einer Treckingtour in den Alpen, beim Wandern im Harz oder beim Erholungsurlaub an der Ostsee verbringt. Wir haben das jeden Tag. Sicher, im Urlaub würde man sich wohl kaum mit einem Rucksack voll Bücher, Karten, Luftbildern, technischer Ausstattung etc. zu unmenschlich frühen Zeiten aus den Laken schälen, um sich dann tagsüber von der Sonne brutzeln, von Mücken fressen und von den Brennnesseln sich die Beine nesseln zu lassen, aber der Raum und der Genuss an der umgebenden Natur bleibt der gleiche. Wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht&#8230;.hört sich platt an, ist aber so.</p>
<p style="text-align: justify;">Während ich hier sitze und schreibe hat mich gerade mein Telefon an die Arbeit der nächsten Woche erinnert. Grund genug mal einen kleinen Einblick in unsere momentanen Aufgabenbereiche zu geben:<span id="more-957"></span></p>
<p style="text-align: justify;">In den ersten Monaten dieses Jahres war ich noch mit umfassenden Baumkontrollen in Potsdam beschäftigt, durch die Mithilfe von Ninett konnte ich die Arbeit aber zum Glück noch termingerecht zu Abschluss bringen. Seit März hat dann ja auch schon vermehrt der Schuh gedrückt, da ein groß angelegtes Vogelmonitoring im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin für das Naturschutzgroßprojekt Biodiversitäts-Exploratorien teilweise zeitgleich zur kommunalen Baumkontrolle durchgeführt werden musste. Auch das haben wir am vergangenen Fretag zum Abschluss gebracht. Weitere Fachgutachten, insbesondere im avifaunistischen Bereich, für verschiedene Auftraggeber haben ihr Übriges zur Belegung sämtlicher Wochenenden beigetragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im April hat Ninett im Zuge einer Trassenertüchtigung zwischen Waren und Lalendorf (MV) eine Kartierung der im Trassenbereich vorkommenden Greifvogelhorste durchgeführt, für die wir in der kommenden Woche (da sind wir wieder bei der Erinnerung meines Telefons) die Nachkontrolle machen werden. Hoffentlich können wir den einen oder anderen Greifvogel in oder an seinem Horst beobachten. Wie sagte Ninett letzte Woche zu mir&#8230;.es käme ihr vor wie eine Schatzsuche&#8230;.Recht hat sie! Genau das ist es, eine Schatzsuche für Erwachsene oder besser noch geocaching mit (avi-) faunistischem Anspruch. Wir werden wohl den werten Herrn Urox (meinen untreuen, vierbeinigen Weggefährten) einpacken und dann für zwei Tage in der Knüste Meck.Poms verschwinden, Vögel gucken und im Zelt nächtigen. Toll, wa?!</p>
<p style="text-align: justify;">Meiner Einer hat im Juni erneut eine halbe Arbeitsstelle an der HNE Eberswalde angenommen. Dort hatte ich ja bereits im vergangenen Jahr daran gearbeitet ein Konzept für eine naturschutzfachliche Dauerbeobachtung im Nationalpark Unteres Odertal zu erstellen. Damit geht es nun weiter und ich bin gerade dabei einen Workshop mit Vertretern aus dem Landesumweltamt Brandenburg, der Nationalparkverwaltung, externen Experten und am Nationalparkplan beteiligten Planungsbüros zu organisieren. Dort soll dann eine Prioritätensetzung hinsichtlich des von mir zu erstellenden Monitoringkonzepts erfolgen. Das ganze ist zwar hauptsächlich sitzende Bürotätigkeit, aber ich kann mich eingehend mit dem einzigen deutschen Auennationalpark auseinandersetzen, was mich meine kommenden Besuche in der Region mit Sicherheit intensiver erleben lässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ninett ist im Zuge eines Werkvertrags seit Mai diesen Jahres mit der Kartierung von einigen tausend Hektar FFH-Gebietsfläche im Norden des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin beschäftigt. Neben meiner halben Stelle habe ich zwar nicht so viel Zeit wie sie dafür, aber ich freue mich trotzdem drauf mich mit ihr in den Bereich FFH Kartierung / Biotopkartierung einarbeiten zu können. In der zweiten Junihälfte starten wir dann auch gemeinsam mit einer weiteren FFH-Kartierung. Diese dann allerdings nicht in Brandenburg, sondern in MV. Eine tolle Chance sich auch einmal mit den Biotopkartieranleitungen in anderen Bundesländern auseinanderzusetzen. Schwerpunkt dieser zweiten Kartierung werden Seen in einem Waldkomplex sein. Seen&#8230;.im Sommer&#8230;.da fällt einem zum Feierabend bestimmt was zu ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Na wie auch immer&#8230; Ihr seht, dass wir eine ganze Menge zu tun haben. Nichts Lästiges, nur schöne Sachen. Jeder einzelne Bereich, den man sich durch die verschiedensten Tätigkeiten in der freien Natur erarbeitet, erhöht zwangsweise und unnehmbar das Naturerlebnis in der Zukunft. Das Handwerkzeug die Landschaft zu sehen und zu verstehen haben wir durch das gemeinsame Studium an der HNE Eberswalde erworben.  Es so vielfältig zu nutzen kommt durch die Leidenschaft, die wir diesem Arbeitsfeld entgegenbringen. So&#8230;.ich mach dann mal weiter&#8230;.</p>
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