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Landschaftsnutzung und Naturschutz

Kategorie: Wandern in Brandenburg

FFH-Gebiet Suckower Haussee

Einen Sonnenuntergang am See von einem Hügel aus erleben, dabei Neuntöter, Rohrweihe und Kranich beobachten , den Grau- und Goldammern lauschen? Ja,  so schön kann Brandenburg sein. Besonders viel Spaß macht das natürlich bei einer Flasche Rotwein und Freunden, die sich für Pflanzen, Tiere und der eiszeitlich geprägten Landschaft mit ihren vielen kleinen Söllen und Seen begeistern können. Wer sich nach dem Besuch des im letzten Artikel genannten Kranichspeicher in Parlow mit dem Rad weiter Richtung Norden begibt, wegen meiner über Poratz und Stegelitz kommt nach der Durchquerung ausgedehnter Waldgebiete  in eine äußerst reizvolle Hügelweidelandschaft. In Suckow lohnt sich denn auch ein Besuch des Gutshofes und dem angrenzenden FFH-Gebiet Suckower Haussee, welcher Fischotter, Rotbauchunke und Teichfledermaus einen Lebensraum bietet. Radelt man nun weiter nach Flieth, biegt  aber noch vorher links in Richtung der kleinen Siedlung Voßberg ab und durchquert diese, kann man auf besagten Hügel rasten, die Rotweinflasche rausholen und einfach genießen…

FFH-Gebiet Suckower Haussee

FFH-Gebiet Suckower Haussee

UNESCO – Weltnaturerbe Grumsiner Forst

Das Naturschutzgebiet Grumsiner Forst wurde als Weltnaturerbe nominiert und das völlig zu Recht. Im Herzen des Biosphärenreservates Schorheide-Chorin, nördlich des Grimnitzsees gelegen, ist er selbst innerhalb dieses riesigen zusammenhängenden Waldes eine besondere Perle. (Da lassen wir die Autobahn mal außer Acht…)

Habe ich in dem Artikel über den Urwald bei Chorin übertrieben? Mag sein, also wer sich einen naturnahen Waldmeister- Buchenwald mit Flattergras und Einblütigem Perlgras und Schwarzerlen- oder Moorbirkenwald anschauen möchte, sollte sich auch auf einem der vielen Wander- oder Radwege durch den Grumsiner Forst begeben. Bei Fontanes “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” heisst dieses Gebiet noch Werbelliner Forst und seine Beschreibung ist im Band “Das Oderland” zu finden. weiterlesen… »

Schweizer Berge und verrückte Damhirsche

Da brauchen sich die Schweizer auf ihre Alpen gar nichts einzubilden, denn auch in unserer Märkischen Heimat gibt es einen Schweizer Berg mit ganzen 101 zu überwindenden Höhenmetern – klein aber fein.  Wer sich also mal an den Grimnitzsee begibt, egal ob zum baden, Boot fahren, Vögel beobachten oder was auch immer, dem sei ein  Spaziergang um das nette Dörfchen Neugrimnitz empfohlen. Die Vogelliebhaber unter uns kennen ja die Beobachtungsstation in Althüttendorf und von dort aus einfach weiter, über die Autobahn und schon ist man in Neugrimnitz, ein richtiges Dorf mit Wiesen und Kuhweiden drumherum. Geht man von dort weiter kommt man zu besagtem Schweizer Berg und danach zu dem malerisch gelegenen Grumsinsee. Wer Zeit oder ein Fahrrad hat, kann weiter Richtung Wolletzsee und dem verschlafenen Dörfchen Altkünkendorf einen Besuch abstatten,  was auch sehr lohenswert wäre. Aber wir begeben uns an der alten Försterei Richtung Sperlingsherberge, an einem weiteren Waldee vorbei, gehen durch einen Buchenwald mit Perlgras und um die Wiesen und Felder wieder zurück nach Neugrimnitz. Bei diesem Weg legt man ungefähr sechs Kilometer zurück und kann in gut anderthalb Stunden wieder in Neugrimnitz sein. weiterlesen… »

Chorin ist mehr als ein Kloster

Wer noch richtigen “Urwald” erleben möchte, muss nach Chorin kommen und das Kloster mal Kloster sein lassen, also einfach links liegen lassen  oder östlich für die Geographen unter uns und sich in Richtung Golzow bewegen. Klar wird auch hier gewirtschaftet und wir haben es mit einem Nutzwald zu tun, aber wenn man mal die Polter am Wegesrand vergisst, könnte man eben doch glauben in einem Urwald zu sein. Was für Ökis “eine gute Naturverjüngung” ist, mutet für jeden Normalsterblichen mit etwas Phantasie als: “Boah was für ein Urwald” an. Man bekommt doch eine gewisse Vorstellung davon, wie sich die Römer gefühlt haben müssen und was sie meinten mit undurchdringlichem germanischen Wald. Buchenmischwald  vom Feinsten, kleine Hügelchen, die in dieser Region schon als Berge durchgehen, wie z.B. der Pferdeberg mit seinen immerhin 101,8 m üNN oder der Katzenberg mit schlappen 99,7 m üNN. Daneben kleine Moore mit Wollgras und mickrigen Birken und durchzogen wird das ganze vom Nettelgraben. Nun gut, das ist kein schönes Fließgewässer, sondern entwässert diese Region noch heute Richtung Parsteinsee, was nicht so toll ist.  Aber wer Zeit mitbringt sollte sich auch nach Brodowin begeben, sich dieses nette Ökodorf anschauen, das südlich gelegene 102-jährige Naturschutzgebiet Plagefenn nicht zu vergessen und auf dem “Königsweg” kann man in Richtung Chorin zurückgehen oder fahren. Hoffentlich gehen, Kopfsteinpflaster gut und schön, aber für Radler ist es eher eine Teststrecke als eine gemütliche Tour. Und was nützt das alles dem Orni? Wer schon frühzeitig draussen ist, wird ganz bestimmt Kraniche auf der einen oder anderen Lichtung stehen sehen. Gewiss wird man einen Schwarzspecht hören oder sehen, Hohltauben, Kolkraben, und natürlich die üblichen Verdächtigen wie Mäusebussard, Buchfink, Buntspecht, Kohl- und Blaumeisen, Ziplzalp, Amseln, Zaunkönig, Waldlaubsänger, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Garten- und Waldbaumläufer usw. usw. Ach, macht Euch doch ein eigenes Bild von der Schönheit Chorins und bei der Gelegenheit kann man sich ja auch mal die Klosterruine anschauen, die ist ja auch ganz hübsch. ;-)

Die Vogelwelt bei Trampe

Lohnenswert, in ornithologischer Hinsicht ist auch auf jeden Fall der unscheinbare Ort Trampe kurz hinter Eberswalde. Regional eher bekannt für seinen guten Bäcker bietet die parkähnliche Landschaft mit Wiesen, Feldgehölzen, Söllen und angrenzenden Wäldern allerlei Vogelarten eine Heimat. Bei meiner Ankunft kann ich gleich zwei Kraniche und einen Mäusebussard beobachten, na da hat sich das frühe Aufstehen doch wieder gelohnt. Neben Feld- und Heidelerchen, Grau- und Goldammern, Baumpiepern gibt es hier Braunkehlchen, Neuntöter, Pirol, Mönchs,-Sperber,-Zaun- und Klappergrasmücken. Auffällig sind aber vor allem die vielen Grauammern. Ui ein dicker Buchfink fliegt vorbei, ach nein, bei genauerem Hinschauen zeigt sich ein Kernbeißer in seiner ganzen Farbenpracht. In den Robinien huscht ein Grauschnäpperpärchen und Baumpieper lassen sich von Birken- oder Kiefernwipfel zu Singflügen herab. Nur die Mücken nerven und lassen sich auch nicht sonderlich vom Duft des Autans beeindrucken, so dass ich diese Gegend verlassen muss, bevor ich völlig blutleer bin.

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