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	<title>FF-vita Blog &#187; Vogelwelt</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Vögel zählen im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 10:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Inzwischen dürfte es auch bei den letzten angekommen sein, dass der Frühling mit großen Schritten dem Winter auf die Pelle rückt. Eine Auswahl der aktuell zu beobachtenden Frühlingsboten haben wir auf unserer Homepage bereits vorgestellt. An dieser Stelle will ich aus gegebenem Anlass von meinen beiden ersten Vogelkartierungswochen in diesem Frühjahr 2010 erzählen. Meine hochwohlgeschätzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Inzwischen dürfte es auch bei den letzten angekommen sein, dass der Frühling mit großen Schritten dem Winter auf die Pelle rückt. Eine Auswahl der aktuell zu beobachtenden Frühlingsboten haben wir auf unserer Homepage bereits vorgestellt. An dieser Stelle will ich aus gegebenem Anlass von meinen beiden ersten Vogelkartierungswochen in diesem Frühjahr 2010 erzählen. Meine hochwohlgeschätzte Freundin und Kollegin Ninett hatte ja bereits in Aserbaidschan das unzweifelhafte Vergnügen ihre Zeit mit der Beobachtung international bedeutender Zugvogel-Rast- und Nahrungsgebiete zu verbringen. Ich allerdings habe den kompletten Winter hindurch meinem nächstwichtigsten (zumindest aus arbeitstechnischer Sicht betrachtet) Arbeitsgebiet gewidmet, der kommunalen Baumschau. Diese Tätigkeit ist nicht minder wichtig und interessant und es gibt auch einige bedeutende Parallelen. Sowohl bei der Vogelbeobachtung, als auch bei der Baumschau holt man sich mitunter einen steifen Nacken, bei beiden Tätigkeiten ist ein konzentrierter Fokus auf das Objekt der Begierde (Baum oder Vogel) von essentieller Wichtigkeit und beide Tätigkeiten können (müssen) Jahr für Jahr wiederholt von A bis Z durchgeführt werden. Na wie auch immer&#8230; In der vergangenen Woche habe ich mit dem ersten Durchgang im Zuge des &#8220;<a title="Brutvogelmonitoring" href="http://www.vogelmonitoring.de/index.php?cat=service&amp;subcat=mitmachen&amp;subsubcat=hb" target="_blank">Monitoring häufiger Brutvögel in Deutschland</a>&#8221; des Dachverbandes deutscher Avifaunisten, kurz <a title="DDA" href="http://www.vogelmonitoring.de/index.php" target="_blank">DDA</a>, gestartet und auf einer Wald und einer Offenlandfläche eine Linienkartierung durchgeführt. Es ist zwar noch recht früh im Jahr und die Artenzahlen halten sich noch in Grenzen, doch konnte ich auf der Fläche in der Döberitzer Heide immerhin einige Kraniche und Kiebitze beobachten. Auch die Heide- und Feldlerchen geben schon alles und sind überall in ihren Lebensräumen zu vernehmen. In den folgenden Kartierungsdurchgängen im April, Mai und Juni wird sich insbesondere in der Döberitzer Heide das Artenspektrum noch um ein Vielfaches erweitern. Im letzten Jahr zählten auch Klein- und Mittelspechte, Kernbeisser, Seeadler und eine Vielzahl weiterer Brutvögel zum Arteninventar.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben diesen Kartierungen für den Brutvogelatlas von Deutschland werde ich in den kommenden Monaten im Zuge des Naturschutzgroßprojektes <a title="Biodiversitäts Exploratorien" href="http://www.biodiversity-exploratories.de/" target="_blank">Biodiversitätsexploratorien</a> das alljährliche Vogelmonitoring im <a title="BSR SC" href="http://www.schorfheide-chorin.de/" target="_blank">Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin</a> durchführen. Die erste Begehung der insgesamt 100 Flächen im BSR ist habe ich in der vergangenen Woche nun nahezu abgeschlossen und da es momentan regnet und somit eine weitere Kartierung heute ausgeschlossen ist, will ich die erste Woche mal an dieser Stelle Revue passieren lassen.<span id="more-862"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Als erstes muss jedoch fernab der Vogelwelt eines hervorgehoben werden: Ein Hoch auf den Lada Niva! Im Mai letzten Jahres habe ich meinen Opel Astra bei der gleichen Tätigkeit zu (wirtschaftlichem) Schrott gefahren. Die Waldwege sind zum großen Teil völlig zerfahren durch die Holzeinschläge in den Wäldern. Harvester, Forwarder und nicht zuletzt die Transport-LKW haben die Forstwege in einen üblen Zustand versetzt. Nicht nur einmal saß ich selbst mit dem Niva im Schlamm fest und konnte mich nur mit Hilfe der Differentialsperre und der Geländeuntersetzung wieder befreien. Aber was soll ich sagen, dafür haben wir uns ja diese Russenschleuder gekauft.</p>
<p style="text-align: justify;">Es liegt bestimmt daran, dass wir in Brandenburg zweifellos mit einer der schönsten und reichhaltigsten Aivifaunen Deutschlands gesegnet sind, aber hätte ich in der vergangenen Woche für jedes von mir gesehene Kranichpaar ein Kreuzchen gemacht, so ständen bestimmt schon 50 oder 60 auf meiner Liste. Auch Rotmilane kreisen über dem Offenland in einer Anzahl, dass es eine wahre Wonne ist. Ohne auf die genaue Kartieranleitung eingehen zu wollen, sind es insgesamt 50 Grünlandflächen und 50 Waldflächen die insgesamt fünf Mal bis Mitte Juni zu begehen sind. Die Flächen wurden dabei so ausgewählt, dass möglichst alle vorkommenden &#8220;Natürlichkeitsgrade&#8221; abgebildet werden. So hat man Untersuchungsflächen in Kieferndickungen ebenso wie in naturnahen Buchenwäldern. Selbstverständlich spiegelt sich das auch jetzt schon im März  in dem vorkommenden Arteninventar wieder. Während in den Kiefernmonokulturen hauptsächlich verschiedene Meisen und Wintergoldhähnchen zu vernehmen sind, so warten die naturnahen Buchenwaldbereiche mit Kleibern, Schwarz-, Mittel- und Buntspechten, Kranichen, verschiedenen Meisen, Buchfinken, Wald- und Gartenbaumläufern usw. auf. Ebenso verhält es sich auf den Grünlandflächen. Je nach umgebender Landschaftsstruktur mehr oder weniger reichhaltig ausgeprägt. Sieht man heute im Offenland einen Schwarm von vielleicht 300 Staren, so lässt sich schon vermuten wie imposant wohl noch vor einigen Jahren (bzw. Jahrzehnten) Schwärme mit mehreren Tausend Individuen gewirkt haben müssen. Momentan sind Wiesenpieper und Feldlerchen auf dem Grünland und Grauammer, Goldammer und Heidelerche in den umgebenden Gehölzen noch tonangebend. Mit jeder weiteren Woche wird sich die Artenanzahl jedoch weiter erhöhen und so werden bald auch Neuntöter und verschiedene Grasmücken in den Frühlingsgesang mit einstimmen. Ich freue mich in jedem Fall auf den nächsten Durchgang. Doch bevor es soweit ist, stehen erst wieder einige Bäume zur Beurteilung ihrer Verkehrssicherheit auf dem Programm. Aber was soll ich sagen, schließlich lässt sich auch Innernorts parallel zur Baumschau eine besondere und einmalige Vogelwelt entdecken&#8230;..man muss nur hinschauen.</p>
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		<title>Winterbeobachtungen und die Vorfreude auf den Frühling</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 14:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da soll doch noch einer sagen, es gäbe zur Zeit nichts vogeltechnisch Interessante zu beobachten. Wie ich so durch den Kiefernforst (übrigens rücksichtsvoll neben der Loipe) stapfe und denke, ach scheiss doch der Hund drauf, dann beobachte ich halt die vielen wuselnden Wintergoldhähnchen und Haubenmeisen in den Wipfeln. Sind ja auch niedlich, vor allem die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da soll doch noch einer sagen, es gäbe zur Zeit nichts vogeltechnisch Interessante zu beobachten. Wie ich so durch den Kiefernforst (übrigens rücksichtsvoll <em>neben</em> der Loipe) stapfe und denke, ach scheiss doch der Hund drauf, dann beobachte ich halt die vielen wuselnden Wintergoldhähnchen und Haubenmeisen in den Wipfeln. Sind ja auch niedlich, vor allem die Wintergoldhähnchen, wie sie flink über die Zweige der Kiefern wuseln. Da sehe ich auch einen Kleiber beim Trommeln &#8211; ??! Ach nee, das ist ja gar kein Kleiber, das ist ein Kleinspecht, da brat mir doch einer einen Storch, was macht der denn hier im Kiefernforst? Ich schaue noch einmal genauer mit dem Fernglas hin und verfolge ihn bei seiner Futtersuche in den dürren Birken- und Kiefernästen. Tatsächlich, dieser Winzling unter den Spechten ist mit seiner Querbänderung auf Flügel und Rücken über jeden Zweifel erhaben &#8211; ein Kleinspecht (<em>Dendrocopos minor</em>). Nun gut, die Schwärze und der Schwärzesee sind mit ihren auwaldartigen Erlenbrüchen nicht so weit entfernt. Vielleicht ist dieses Männchen aber auch nur ein Durchzügler? Na ich werde der Sache im März nachgehen, wenn der Schnee weg ist und man endlich wieder Fahrrad fahren kann. Schöne Winterlandschaft hin oder her, aber so langsam freue ich mich auf den Frühling.</p>
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		<title>Still und starr ruht der See</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 13:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, das sind schwere Zeiten für Ornis! Denn der Winter hat unsere Landschaft fest im Griff und (fast) alle Seen der näheren Umgebung um Eberswalde liegen zur Zeit unter einer dicken Schnee- und Eisdecke. So war ich erfolglos am Grimnitz,- und Parsteinsee sowie den umliegenden kleineren Seen sowieso. Nicht einmal Wildgänse liessen sich auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, das sind schwere Zeiten für Ornis! Denn der Winter hat unsere Landschaft fest im Griff und (fast) alle Seen der näheren Umgebung um Eberswalde liegen zur Zeit unter einer dicken Schnee- und Eisdecke. So war ich erfolglos am Grimnitz,- und Parsteinsee sowie den umliegenden kleineren Seen sowieso. Nicht einmal Wildgänse liessen sich auf den Feldern blicken. Wenigstens schien gestern zum ersten Mal seit Wochen wieder die Sonne und durchbrach das ewige Weiss-Grau des Januars. Auf dem Weg zum Grimnitzsee sah ich, dass aber zumindest der Werbellinsee offen ist und so hielt ich auf dem Rückweg am Ufer zwischen Altenhof und Eichhorst an. Aber auch hier war nichts Interessantes zu sehen, ausser Stockenten, Blässrallen, Haubentaucher und wunderschöne Eisskulpturen&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8320.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-819" title="Werbellinsee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8320-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8328.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-820" title="Eisskulpturen am Werbellinsee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG8328-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Natürlich waren am anderen Ufer riesige Ansammlungen von Wasservögeln, welche aber auf dieser Entfernung nur schemenhaft zu erkennen waren. Und natürlich ist die Straße am scheinbar vogeltechnisch besseren Ufer zwischen Eichhorst und Joachimsthal wegen Bauarbeiten gesperrt. <span id="more-817"></span>Aber ich entschloss mich dennoch, zu sehen, wie weit man auf der anderen Seite kommt und ob ich dort nicht mehr Glück habe. Und wie ich so zurück zum Auto laufe, mit aufgeschultertem Spektiv und dem &#8220;Svensson&#8221; bewaffnet, denke ich, wenigstens einpaar Tafel- oder Reiherenten könnten ja mal in den Stockentenschwärmen mitschwimmen! Noch bevor ich den Gedanken zu Ende denken konnte, sah ich einpaar weisse Flecken zwischen den Stockenten aufblitzen und Tatsache: ca. 20 Reiherenten, na wenigstens was&#8230;</p>
<p>Am Café Wildau bzw. dem Ablauf des Sees in den Werbellinkanal gab es noch größere Ansammlungen von Blässrallen, Stockenten und auch einige Kormorane, na super, dafür schleppe ich nicht das Spektiv durch die Gegend.  Also fuhr ich weiter und dann hatte ich endlich etwas mehr Glück, in der Bucht nördlich vom Strand &#8220;Am Spring&#8221; haben sich auch einige Tafel- und Schellenten mitunter gemischt. Ansonsten konnte ich noch ein einzelnes Gänsesägerweibchen entdecken. Ach, da macht es bald mehr Spaß die Trupps aus Grünfinken, Erlenzeisigen, verschiedenen Meisen, wie beispielsweise Sumpf- oder Schwanzmeisen in den Erlen am Ufer zu beobachten. Aber schön war es dennoch am Werbellinsee. Vor allem der Strand, absolut weiss und ohne Menschen, hatte eine ganz besondere Stimmung und zu hören war nur das Rufen des Schwarzpechtes, das Gemecker der Enten und das Gezwitscher der Meisen und Zeisige.</p>
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		<title>Unteres Odertal &#8211; Singschwäne und mehr</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 11:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Zeit tummeln sich Hunderte Singschwäne und Wildgänse auf den Stoppelfeldern rund um Schwedt. Am 20. und 21. Februar wird es auch wieder die Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal geben. Dieses Spektakel wollten Florian und ich uns nicht entgehen lassen, außerdem soll es im Odertal während des Winterzuges sogar die seltenen Zwerg- und Rothalsgänse als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zur Zeit tummeln sich Hunderte Singschwäne und Wildgänse auf den Stoppelfeldern rund um Schwedt. Am 20. und 21. Februar wird es auch wieder die <a href="http://blog.mitkid.de/singschwaene-im-odertal/" target="_blank">Singschwantage</a> im <a href="http://www.nationalpark-unteres-odertal.de/" target="_blank">Nationalpark Unteres Odertal</a> geben. Dieses Spektakel wollten Florian und ich uns nicht entgehen lassen, außerdem soll es im Odertal während des Winterzuges sogar die seltenen Zwerg- und Rothalsgänse als Gäste aus dem hohen Norden geben. Schon bei der Anfahrt auf der B2 nach Schwedt sollte man Ausschau auf die angrenzenden Felder halten. Wir bogen von der B2 in Richtung Criewen ab, übrigens ein Ort, in dem ich schon gern meine Kindheit mit Reitferien verbracht habe! Dann fuhren wir am Vorwerk vorbei und hielten  ersteinmal an einem Rastplatz für sicherlich tausend Bläss- und Saatgänse und mehr als Hundert Singschwänen.  <span id="more-759"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Danach ging es weiter durch den Ort Criewen, Richtung Criewener Polder. Schon beim Überqueren der Brücke über die Hohensaaten-Friedrichtsthaler-Wasserstraße wurden wir von einem Schwarzspecht willkommen gerufen und auf dem offenen Wasser tummelten sich Stockenten, Blässrallen und Höckerschwäne. Die Polderflächen zwischen der Wasserstraße und der Oder gehören zum Nationalpark Unteres Odertal, der sich als Deutschlands einziger Auen-Nationalpark rühmen kann. Wenngleich seit achtzig Jahren das Wasserregime mit Dämmen und Schöpfwerken reguliert wird, aber das ist eine andere Geschichte&#8230; Wie auch immer, der Anblick ist jedenfalls dennoch beeindruckend: eine weite glatte Schneefläche, so weit das Auge reicht und dazwischen Bäume, wie steckengeblieben in Eis und Schnee.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Nationalpark-Unteres-Odertal.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-778" title="Nationalpark Unteres Odertal" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Nationalpark-Unteres-Odertal-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Criewen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-779" title="Criewen" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/Criewen-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Aus ornithologischer Sicht jedoch waren die Stoppelfelder weitaus interessanter, denn auf den Polderflächen sind die Gänse und Schwäne dem eisigen Wind schutzlos ausgeliefert und da es keine offenen Wasserstellen gibt, kann man auch nach Enten lange suchen. Fast schon etwas schadenfroh nahm ich zur Kenntniss, dass wenigstens ein Seeadler etwas Bewegung in den Stockentenschwarm brachte. Aber es lohnt sich auf dem Damm entlang  der Wasserstraße weiterzugehen und aufmerksam nach Vögeln zu schauen. Wir konnten jedenfalls einige Zwergsäger, Gänsesäger und Schellenten beobachten und in den Bäumen oder Gärten tummelten sich Schwärme von Grünfinken, Wacholderdrosseln und Goldammern.</p>
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		<title>Hajigabul und Sari Su</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:32:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie wenig Vögel von den ästhetischen Ansprüchen des allgemeinen Naturliebhabers halten, der seine Beobachtungen am liebsten in der unberührten Natur erleben möchte, konnten wir gestern wieder am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir schon einige interessante Vögel auf der landschaftlich wenig ansprechenden Halbinsel Artyom gesehen haben, sind wir gestern mit dem Jeep zum Hajigabul-See gefahren, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Wie wenig Vögel von den ästhetischen Ansprüchen des allgemeinen Naturliebhabers halten, der seine Beobachtungen am liebsten in der unberührten Natur erleben möchte, konnten wir gestern wieder am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir schon einige interessante Vögel auf der landschaftlich wenig ansprechenden Halbinsel Artyom gesehen haben, sind wir gestern mit dem Jeep zum Hajigabul-See gefahren, der inmitten menschlicher Siedlungen liegt, aber immerhin ein <a href="http://www.ruffordsmallgrants.org/rsg/projects/elchin_sultanov" target="_blank">Important Bird Area </a>(IBA) ist.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignright size-full wp-image-711" title="Lake Hajigabul" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/lake-hajigabul3.jpg" alt="Lake Hajigabul" width="707" height="283" /></p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Direkt an der Autobahn stehend, hat man einen guten Blick auf den See und es ist ja auch sehr praktisch, wenn man nur die Kofferraumklappe öffnen muss und das Spektiv am Straßenrand aufbauen kann.  Und wir wissen ja mittlerweile wie unaserbaidschanisch laufen ist! <span id="more-669"></span>Aber hallo, dafür haben wir einen riesigen Schwarm Löffelenten, ca. 300 Flamingos, Krick- und Spießenten sowie Brand- und Rostgänse gesehen. Der Hajigabul und die angrenzenden Fischteiche liegen zwar inmitten eines Straßenkreuzes, dennoch haben die Flächen eine große Bedeutung  für rastende Zug- und Wintervögel, zum Beispiel für die seltene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fkopfruderente" target="_blank">Weisskopfruderente</a>. Früher gab es an diesem See wohl auch große Ansammlungen an Zwerg-, Grau-, Bläss- und Rothalsgänsen, deren Bestände jedoch in den letzten Jahren abgenommen haben. Die künstliche Unterbrechung der Wasserversorgung durch die Kura  sorgt dafür, dass der See schrumpft und die Zugvögel werden erheblich durch die Jagd gestört, die anscheinend in allen IBA´s  in Aserbaidschan üblich ist.  Oder man baut einfach ein Einkaufszentrum in den See, wie beim Red Lake, südwestlich von Baku, wo wir immerhin unsere ersten Weisskopf-Ruderenten gesehen haben.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-full wp-image-699" title="Lake Sari Su" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/lake-sari-su.jpg" alt="Lake Sari Su" width="635" height="264" /></p>
<p style="text-align: justify">Weil wir weiter zum sehr viel natürlicheren See Sari Su wollten, haben wir am Hajigabul leider nicht so viel Zeit verbracht, wie man eigentlich sollte, angesichts der interessanten Vogelfauna. Ursprünglich wollten wir auch eigentlich zum Ag Göl, der gleichzeitig ein Nationalpark ist, schliesslich müssen wir ja noch unsere Nationalparktour vervollständigen, aber dort kommt man nicht so ohne Weiteres rein. Einlass wird einem wohl nur mit einer Sondergenehmigung gewährt und ich vermute mal, mit besonderen Verbindungen zur Regierung und einem Gewehr&#8230; Obwohl sich der Sari Su in nur etwa 50 km Entfernung vom Hajigabul befindet, brauchten wir noch über drei Stunden für die Anfahrt und Suche nach dem See. Es ging über Asphaltstrassen bzw. bessere Huckelpisten bis zur Stadt Saribabad, abenteuerlichen Brücken über die Kura, durch Dörfer und über Dämme, scheinbar bestehend aus Schlamm (blaue Linie stellt unseren Weg dar). Dabei hat sich übrigens der geliehene Opel Frontera meisterlich durch den Dreck gewühlt, eine gute Bodenfreiheit und vor allem einen geringen Spritverbrauch bewiesen.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-medium wp-image-703" title="Brücke über die Kura" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9538-300x225.jpg" alt="Brücke über die Kura" width="300" height="225" /><img class="alignright size-medium wp-image-704" title="Opel Frontera off-road" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9544-300x225.jpg" alt="Opel Frontera off-road" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify">Weil die Zeit aber schon derart fortgeschritten war, als wir am Sari Su ankamen und wir leider zurück nach Baku mussten, konnten wir nur einen kurzen Blick auf den See werfen. Es waren auch kaum interessante Vögel zu sehen, zumindest soweit wir das beurteilen konnten, da man wegen der natürlichen Schilfbestände den See nicht so leicht überblicken kann wie den Hajigabul, der so gut wie gar keinen Schilfgürtel hat. Naja und nicht zuletzt wegen der vielen Schüsse, die wir hörten, machten wir uns auf den Rückweg. Dieser See hat sicherlich eine Menge zu bieten, aber man braucht mehr Zeit, um ihn wirklich zu erkunden. Bei der Rückfahrt hielten wir noch einmal kurz am Hajigabul an und während die Sonne gerade unterging, standen die Flamingos zusammengedrängt im Wasser und spiegelten sich in der stillen Wasserfläche. Ansonsten möchte ich noch hinzufügen, dass der Autoverkehr weniger schlimm und chaotisch ist, als er aussieht. Die scheinbar rücksichtslosen Fahrer behandeln zwar ihre Autos wie ihre Pferde, soll heissen, die werden überall bei atemberaubenden Tempo durchgeprügelt, aber sie wollen ja auch selbst keine Beulen und so kamen wir wohlbehalten wieder in Baku an. Aber ich weiss jetzt auch, warum Ladas nur so kleine Schminkspiegel als Rückspiegel haben, sie werden ohnehin kaum benutzt, man guckt nicht nach hinten, man hupt einfach beim Ausscheren.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-medium wp-image-714" title="Aserbaidschans Huckelpisten" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9548-300x225.jpg" alt="Aserbaidschans Huckelpisten" width="300" height="225" /><img class="alignright size-medium wp-image-715" title="Tiertransport" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9552-300x225.jpg" alt="Tiertransport" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify">
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		<title>Vogelzählung auf Aserbaidschanisch</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 17:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<category><![CDATA[AOS]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir fast alle IBA`s digitalisiert haben und auch langsam die Saison beginnt, die Zugvögel am Kaspischen Meer zu zählen, war heute unser erster &#8220;richtiger&#8221; Birdwatchingday. Wie uns Dr. Elchin Sultanov von AOS empfohlen hat, sind wir zur Artyom-Halbinsel gefahren, um dort in den Buchten nach Zugvögel Ausschau zu halten.  Die Insel Artyom ist laut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem wir fast alle IBA`s digitalisiert haben und auch langsam die Saison beginnt, die Zugvögel am Kaspischen Meer zu zählen, war heute unser erster &#8220;richtiger&#8221; Birdwatchingday. Wie uns Dr. Elchin Sultanov von <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> empfohlen hat, sind wir zur Artyom-Halbinsel gefahren, um dort in den Buchten nach Zugvögel Ausschau zu halten.  Die Insel Artyom ist laut dem Trescher-Reiseführer ein: &#8220;<em>trostloses Stück Land,&#8230; umringt von uninspirierten Wohnblöcken&#8230; Ölfeldern und Flüchtlingssiedlungen&#8230;</em>&#8221; Tja, besser kann man diesen gottverlassenen Ort auch nicht beschreiben und Vögel gucken, stellt man sich ja irgendwie anders vor, in unberührter Natur oder sowas in der Art zumindest. Aber da wir uns schon seelisch und moralisch gut auf eine ölfverschmierte Industrielandschaft vorbereitet haben, wurden wir relativ positiv überrascht. <span id="more-505"></span></p>
<p style="text-align: justify;">An unserem ersten Halt waren leider nur unzählige Blessrallen (<em>Fulica atra</em>) und der Wind versuchte unser Spektiv wegzupusten, so dass wir ersteinmal in einem Restaurant einkehrten, um uns an Chay aufzuwärmen. Während wir frühstückten hing man, einen bereits aus der Decke geschlagenen, Hammel direkt neben uns auf, um ihn auzunehmen und in wohlproportionierte Teile zu schneiden, wie gut, dass wir keine Vegetarier sind. Gleichzeitig flog der Hubschreiber ziemlich dicht über unseren Köpfen, der die Öl-Arbeiter regelmäßig zur weltweit einzigen Stadt auf Stelzen, Neft Daschlari bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir machten uns dann auf den Weg Richtung Strand, wieder nur Blessrallen, aber gut, wir begannen sie zu zählen und kamen auf über 800 allein an dieser Stelle.  Ansonsten tummelten sich noch 22 Kormorane (<em>Phalacrocorax spec.</em>),  19 Tafelenten (<em>Aythya ferina</em>), zwei Schnatterenten (<em>Anas strepera</em>), eine vereinsamte Rostgans (<em>Tadorna ferruginea</em>) sowie diverse Reiher und Möwen in der Bucht. Am Ufer waren Bachstelzen und Haubenlerchen unterwegs, drei Stieglitze liessen sich sehen und ein (wahrscheinlich) Rötelfalke jagte über die Ebene. Wir gingen weiter Richtung Norden, um an anderer Stelle unser Spektiv aufzustellen und zählten nochmals über 400 Blessrallen und neun Silberreiher (<em>Egretta alba</em>). So langsam dachte ich, könnte uns mal was spannenderes vor die Linse laufen, schwimmen oder fliegen und tatsächlich als wir weitergingen &#8211; endlich ein paar Limis!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben flugs unser Spektiv aufgebaut und tatsächlich waren da einige Strandläufer und Regenpfeifer. Aber während wir noch rätselten, ob es sich wohl um Sandregenpfeifer handelte, gesellte sich ein Trupp Soldaten hinzu. Uns war nicht klar, dass wir auf einem Militärgelände waren und erklärten, dass wir nur nach Vögel gucken wollen. Irgendwie fanden dann wohl alle Beteiligten die Situation ziemlich lustig, denn auch die Soldaten mussten schmunzeln bis lachen, als einer von ihnen durch unser Spektiv schaute und seinen Kumpanen bestätigen konnte, dass wir tatsächlich kleine niedliche Vögel fokussiert hatten.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-510" title="Birdwatching_Artyom" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn9154-300x225.jpg" alt="Birdwatching_Artyom" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-512" title="Artyom_Birdwatching" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0689-300x200.jpg" alt="Artyom_Birdwatching" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Nach dieser ersten illustren  Vorhut kamen weitere Soldaten mit einem wichtig dreinblickenden Herrn, der uns wieder fragte, was wir hier zu suchen hätten. Wieder unsere Erklärung in Russisch und in Zeichensprache, dass wir nur Vögel gucken, aber er wollte sich nicht davon überzeugen lassen, dass man kleine niedliche Limis sieht, wenn man durchs Spektiv schaut und bezichtigte uns der Militärspionage. Schliesslich gäbe es hier eine Rakete und überhaupt, wo wir denn herkommen würden usw., unnötig zu erwähnen, wie unglaubhaft &#8220;zu Fuss&#8221; in Aserbaidschan ist. Auf meine Frage, wo wir denn nun weiter langgehen dürften, meinte er, nirgendwo hin, wir müssten hier warten, wahrscheinlich auf einen noch wichtiger dreinblickenden Soldaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das wurde mir langsam zu blöd und ich rief Elchin an, schilderte ihm kurz die Sitation und gab das Telefon weiter an den wichtigen Soldaten. Nach einem kurzen Gespräch in seiner Landessprache gab er uns lächelnd das Telefon wieder, zeigte uns den Rückweg und verabschiedete uns freundlich, er sagt sogar &#8220;<em>cpacibo</em>&#8220;. Wir wissen bisher noch nicht, was Elchin gesagt hat, aber es hat gewirkt und wir konnten abziehen. Puh, wir hatten auch eigentlich wenig Lust, Zeit auf einem Polizeirevier zu verbringen, um zu Protokoll zu geben, dass wir Vögel beobachtet haben. Zum Glück hat der wichtige Mann meine Kamera und das GPS-Gerät nicht gesehen, denn fotografieren kann man in Aserbaidschan nur schöne Dinge. Fotographiert man Industrie-, Öl- oder was auch immer-Anlagen riskiert man einen Ausflug zur Polizei und dann kommt man noch am Besten weg, wenn man seine Bilder löscht &#8211; seltsames Absur&#8230; äh Aserbaidschan! Nun denn, wir haben noch die ca. 1500 Blessrallen auf der anderen Seite gezählt, vor welchen wir uns am Anfang gedrückt hatten und fuhren erleichtert nach Hause.</p>
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		<title>Absheron Nationalpark</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 15:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern haben Birgit und ich unsere  aserbaidschanische Nationalparktour fortgeführt und waren an der Nehrungsküste Absheron, östlich von Baku. Dieser Nationalpark wurde 2005 gegründet und ist der kleinste in Aserbaidschan &#8211; klein, aber fein. Obwohl ich schon darum gebeten worden bin, doch mal wieder was positives über Aserbaidschan zu schreiben, muss ich mich nach diesem Sonntagsausflug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern haben Birgit und ich unsere  aserbaidschanische Nationalparktour fortgeführt und waren an der Nehrungsküste Absheron, östlich von Baku. Dieser Nationalpark wurde 2005 gegründet und ist der kleinste in Aserbaidschan &#8211; klein, aber fein. Obwohl ich schon darum gebeten worden bin, doch mal wieder was positives über Aserbaidschan zu schreiben, muss ich mich nach diesem Sonntagsausflug nicht mal der Beeinflussung bezichtigen lassen. Ich kann tatsächlich mit Fug und Recht behaupten, dass diese ehemalige Sperrzone im Südost-Zipfel der Absheron-Halbinsel ein schöner Flecken Erde ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-430" title="Absheron Nationalpark " src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/absheron1-300x200.jpg" alt="Absheron Nationalpark " width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-431" title="Heuschrecke" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/heuschrecke-300x200.jpg" alt="Heuschrecke" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aber ersteinmal, wie kommt man dahin? Wir fuhren mit der U-Bahn zur Metrostation Azis Beyov, um von dort einen Bus nach Zirya zu nehmen, ein kleiner Ort, ca. 40 km von Baku entfernt, um dann mit dem Taxi weitere 8 km durch karges Land zu überwinden.  Der Taxifahrer wusste natürlich weder, was ein &#8220;Milli Parki&#8221; ist, noch wo das sein könnte, zum Glück gibt es kaum Möglichkeiten sich zu verfahren. Anscheinend hegen nicht so viele den Wunsch, von Zirya zum Nationalpark gebracht zu werden, wir waren auch die einzigen Gäste an diesem herrlichen Sonntag. Hat man jedenfalls am  Eingangstor (natürlich wieder im sozialistischen Stil errichtet) sein Bilet bezahlt, kann man endlich einen traumhaften Strand betreten und sich ein wahrlich erfrischendes Bad im Kaspischen Meer gönnen. <span id="more-420"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Weit in der Ferne kann man dabei Baku in einer Smogglocke ausmachen und hier etwas Ruhe von all dem Hupen, Chaos und der schrecklichen Luft geniessen.  Zu sehen gab es ersteinmal nicht so viel aufregendes, einpaar Bachstelzen, Seidenreiher und Kormorane. Jaja, ich weiss, ich bin ja jetzt <a href="http://www.nabu.de/kormoranfreunde/kormoran-freunde.php" target="_blank">Kormoranfreund</a> und sollte mich entsprechend mehr darüber freuen, welche zu sehen. Aber wir haben natürlich mit spannderen Vogelarten und mindestens ein paar Kaspirobben gerechnet. Wir wollten schliesslich nicht umsonst das Spektiv mitgeschleppt haben und uns deswegen noch mehr angaffen lassen als sonst. Aber wir wurden auch entlohnt, denn als wir uns auf den Weg zur Nehrungsspitze machten, liess sich ein Trupp von ca. 10 Sandregenpfeifer vor uns nieder. Wir konnten sie in aller Ruhe beobachten und trieben sie noch eine Weile vor uns her. Eine Kaspirobbe haben wir auch gesehen, aber leider nur noch den hinteren angefressenen Teil. Man kann nicht alles haben, dafür haben wir eine ziemlich große Würfelnatter gesehen.</p>
<p style="text-align: justify;">An der Nehrungsspitze angekommen, mussten wir eigentlich auch schon bald zurück, um zur verabredeten Zeit wieder am Tor zu sein und uns vom Taxifahrer wieder nach Zirya bringen zu lassen. Aber ersteinmal stellten wir das Spektiv auf, um auf der vorgelagerten Sandinsel Kaspirobben, möglichst noch lebend zu beobachten, konnten aber leider keine entdecken. Dafür sahen wir ein paar Löffelenten und einen riesigen Schwarm Tafelenten. Jetzt wo es spannend wurde, mussten wir natürlich umkehren und gingen im Stechschritt die ca. 6 km zum Eingangstor zurück. Unterbrochen wurde der Weg durch einen See, den man wegen dem Schlamm nicht durchwaten konnte und so mussten wir noch einen relativ großen Umweg machen. So langsam wurden wir auch etwas panisch, unseren Taxifahrer zu verpassen, natürlich waren auch unsere Handyakkus leer, wenn schon, denn schon. Aber mit deutscher Pünktlichkeit erreichten wir doch noch genau um fünf Uhr das Tor und machten uns auf den ca. dreistündigen Rückweg nach Baku. Damit ging ein schöner Tag am Meer mit ziemlich verbrutzelter Haut zu Ende.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-440" title="Absheron" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/absheron2-300x200.jpg" alt="Absheron" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-451" title="Baden im Kaspi" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn8952-300x225.jpg" alt="Baden im Kaspi" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Schluss mit putzig! Kormoran ist Vogel des Jahres 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Kormoran ist zum Vogel des Jahres 2010 gekürt worden &#8211; das ist doch mal spannend! Da kommt doch mal so richtig Bewegung in die Sache.  Schluss mit hübsch, putzig oder elegant! Ich mein, so einen Eisvogel findet noch jeder schön, am liebsten in einer netten Licher-Werbung mit klarem Wasser und so schön grünen Wäldern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Kormoran ist zum Vogel des <a href="http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/vogeldesjahres/2010-kormoran/Informationen/index.html" target="_blank">Jahres 2010</a> gekürt worden &#8211; das ist doch mal spannend! Da kommt doch mal so richtig Bewegung in die Sache.  Schluss mit hübsch, putzig oder elegant! Ich mein, so einen Eisvogel findet noch jeder schön, am liebsten in einer netten Licher-Werbung mit klarem Wasser und so schön grünen Wäldern drumherum. Ja damit können wir uns identifizieren, vor allem wir Biertrinker. Wo genau liegt eigentlich dieses Licher-Land? <span id="more-411"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Na egal, so genau nimmt es der Eisvogel ja dann auch nicht und kommt sogar am dreckigen Finowkanal bei Eberswalde vor. Dennoch ist er so schön und steht symbolisch für naturnahe Fliessgewässer, dass er sogar schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gewählt wurde. Und auch die anderen Kanditaten waren regelrechte Musterknaben und Sympathieträger: der Kuckuck, wer kennt ihn nicht aus Kinderliedern, der Turmfalke, elegant und angepasst segelt er durch die Stadt, der Kleiber kann so lustig am Baum rauf und runter klettern und hat diese schönen Maskarastriche an den Augen, der Uhu macht auch was her und und und&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nun der Kormoran, alles andere als hübsch, schwarz wie die Nacht und mit diesem anmassenden Appetit auf Fisch. Würde sich der Kormoran von Blättern ernähren, ich denke, dass die Fischzüchter nicht mit dem Schutz der armen Bäume kommen würden. Und auch sonst kann man sich nur wundern über die Argumente gegen Kormorane und <em>für</em> deren &#8220;Management&#8221;. Als gäbe es keine Möglichkeiten Fischzuchtanlagen vor Kormorane zu schützen und als sei Angeln ein Menschenrecht. Und als sei es ist nicht genug, dass Menschen sehr viel Raum für ihre Städte, Strassen und Landnutzung (einfach mal beim nächsten Malle-Flug aus dem Fliegerfenster schauen!) oder vielseitigen Hobbys einnehmen. Nein, auch der letzte halbwegs natürliche See muss noch für den Menschen nutzbar sein. Und sei es nur, um sehr männlich einen Fisch zu angeln, sich mit Müll zu verewigen und dem Hausdrachen wenigstens für einpaar Stunden entfliehen zu können. Das ist auch viel wichtiger als den Fisch ganz profan zu verzehren, weil er nun mal Nahrungsgrundlage ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber an mir prallen diese und die vielen anderen bestimmt ganz wichtigen Argumente ab, wie das Wasser an einem Eisvogel. Denn ich bin <a href="http://www.kormoranfreunde.de/" target="_blank">Kormoranfreund</a> und habe auch schon einen Vorschlag fürs Jahr 2011. Wie wärs mit Graureiher oder <em>Fischreiher</em>, nennen wir das Kind doch beim Namen. Noch so ein Flegel, der sich anmasst der Krone der Schöpfung den Goldfisch aus dem Teich zu stibitzen.</p>
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		<title>Shirvan-Nationalpark</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/10/shirvan-nationalpark/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 11:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Trescher-Reiseführer Aserbaidschan weiss zu berichten, dass der Shirvan-Nationalpark 2003 als erster aserbaidschanischer Nationalpark gegründet und 2006 für Besucher eröffnet wurde. Er umfasst 65 000 ha Steppe, Halbwüste, einen unberührten Küstenstreifen, Lagunen, Binnengewässer mit beeindruckendem Schilfgürtel und lockt den Naturfan unter anderem mit Kropfgazellen, Wölfen, Schakalen, Flamingos, Pelikanen, Weisskopfruderenten und Rötelfalken. Das konnten wir uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Trescher-Reiseführer Aserbaidschan weiss zu berichten, dass der Shirvan-Nationalpark 2003 als erster aserbaidschanischer Nationalpark gegründet und 2006 für Besucher eröffnet wurde. Er umfasst 65 000 ha Steppe, Halbwüste, einen unberührten Küstenstreifen, Lagunen, Binnengewässer mit beeindruckendem Schilfgürtel und lockt den Naturfan unter anderem mit Kropfgazellen, Wölfen, Schakalen, Flamingos, Pelikanen, Weisskopfruderenten und Rötelfalken. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so machten wir uns am Mittwoch morgen auf den Weg Richtung Älät und von dort weiter zum &#8220;Shirvan Milli Parki&#8221;. Der Fahrer und die beiden anderen Fahrgäste im Lada, dem &#8220;russischen Mercedes&#8221; haben zum ersten Mal in ihrem Leben den Eingang zum Nationalpark bewusst wahrgenommen, obwohl sie wahrscheinlich schon tausende Male vorbei gefahren sind. Der Eingang ist im sozialistischem Stil errichtet worden und soll wohl Respekt einflössen, nicht zuletzt durch die Herren im Anzug, die einem Einlass gewähren, indem sie die Kette wegnehmen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-337" title="Eingang Shirvan Nationalpark" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn8778-300x225.jpg" alt="Eingang Shirvan Nationalpark" width="300" height="225" /><img class="alignright size-medium wp-image-340" title="Kropfgazellen" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn8717-300x225.jpg" alt="Kropfgazellen" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify;">Einer von ihnen spricht Englisch und brachte uns zum Gästehaus. Auf dem Weg dorthin warnte er uns eindringlich vor Wölfen, Schlangen und erwähnte, dass es Mäuse im Gästehaus gäbe, von denen wir aber nichts zu befürchten hätten. Ok, das Gästehaus stank bestialisch nach Mäusekot, aber es gab Betten, also abgesehen vom &#8220;Bad&#8221;, was nun wirklich das ekelhafteste war, was ich je gesehen habe, konnte man zumindest ohne Zelt übernachten. Wir warens zufrieden, stellten unsere Rucksäcke ab und machten mit dem Fernglas einen Erkundungsgang. Nachdem wir unsere ersten Rötelfalken beobachtet haben, ohne sie wirklich sicher von Turmfalken unterscheiden zu können, kam der Leiter des Nationalparkes Hartmut Müller. <span id="more-332"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Er sammelte uns mit seinem Auto ein und fuhr uns zu einem Straßenkaffee. Nach dieser willkommenen Stärkung fuhren wir zum Beobachtungsturm, dabei erklärte er uns die Unterscheidungsmerkmale zwischen Rötel- und Turmfalken, deutete auf einen Schlangenadler und zeigte uns einen guten Beobachtungsspunkt am See. Dabei querten tatsächlich einige  der angepriesenen Kropfgazellen unseren Weg, die hier im Park ihre Scheu vor dem Menschen weitestgehend abgelegt haben. Denn hier werden sie nicht gejagd und haben durch die Anwesenheit der Arbeiter einer kleinen Ölförderanlage gelernt, dass keine Gefahr vom Menschen ausgeht. Man fühlt sich dabei schon etwas in die afrikanische Steppe versetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf den ersten Blick eine ziemlich unspektakuläre Landschaft, aber durchaus etwas ganz besonderes in Aserbaidschan, zum Beispiel weil es hier keinen Müll gibt. Darauf achtet der Leiter auch peinlich genau und hebt sogar schimpfend einen Zigarettenstummel auf, aber man muss sagen, der Erfolg gibt ihm Recht. Wer in Aserbaidschan eine Landschaft ohne Müll sehen möchte, muss zum Shirvan-Nationalpark kommen. Wir hatten Glück mit dem Wetter, die Sicht war so klar, dass man die schneebedeckten Gipfel des großen Kaukasus und gleichzeitig die Hügel der Hirkanwälder in der Ferne ausmachen konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir gingen mit Spektiv zum See, den man über eine Steganlage durchs dichte Schilf gut erreichen kann. Bei unserer Ankunft schwirrten Eisvögel vorm Steg und Blauwangenspinte über uns. Wir bauten das Spektiv auf und wussten nicht wohin wir es als erstes schwenken sollten, zu einem Paar Purpurhühner, das durchs Schilf schlich, den Silber-, Seiden- und Graureihern im seichten Randbereich oder der Gruppe Pelikane auf dem See. Wir konnten Rohrweihen und Fischadler bei der Jagd sowie Knäk-, Tafel- und Kolbenenten, Kormorane, Zwergtaucher, eine Lachsseeschwalbe und eine Weißkopfmöwe beobachten. Beseelt von diesem einzigartigen Naturerlebnis machten wir uns in der untergehenden Sonne auf den Weg zum Beobachtungsturm, um dort auf Herrn Müller zu warten.</p>
<p style="text-align: justify;">Unterm Dach sitzend hörten wir auch schon alsbald das Getrappel hunderte ausfliegender Fledermäuse. Als Höhepunkt des Tages erwarteten wir eigentlich noch den Ausflug der Schleiereule, die ebenfalls am Gebäude brütet, aber der Wachmann wollte uns zum Abendessen überreden und da ich das russische Wort für Schleiereule nicht kannte, mussten wir aus Höflichkeit einwilligen. Er hatte leckere Bratkartoffeln mit Ei zubereitet und schenkte uns Chai ein. Pünktlich zum Essen kam auch Herr Müller, welcher sich ebenfalls nicht gegen die Einladung wehren konnte und so sassen wir gemeinsam bei Kerzenschein und diskutierten über Naturschutz in Deutschland, in Aserbaidschan und im Allgemeinen. Die ausgeflogenen Schleiereulen konnten wir dennoch beobachten und hörten in ca. 20 m Entfernung Schakale jaulen, was ebenfalls ziemlich aufregend war.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-346" title="Beobachtungsturm Shirvan Nationalpark" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/beobachtungsturm-300x199.jpg" alt="Beobachtungsturm Shirvan Nationalpark" width="300" height="199" /><img class="alignright size-medium wp-image-347" title="shirvan_see" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/shirvan_see-300x199.jpg" alt="shirvan_see" width="300" height="199" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Leiter fuhr uns dann zum Gästehaus und wir fielen einigermassen müde ins Bett. Aber an Schlaf war überhaupt nicht zu denken, wobei uns weder irgendwelche Wölfe, Schakale noch die keckernden Elstern draussen wach halten konnten. Nein es waren die zahlreichen Mäuse, die lautstark über den PVC-Boden flitzten. Oh mann &#8211; dachten wir, da muss man einfach versuchen trotzdem einzuschlafen, solange es keine Ratten sind&#8230; Irgendwann machten wir uns dann doch Sorgen um unser Essen und hängten es an die Tür, nachdem eine freche Maus schon mal die Tüte angenagt hat. Ich hätte nie gedacht, dass Mäuse an Stühlbeinen aus Metall hoch klettern können, aber sie können! Wieder kroch ich in meinen Hüttenschlafsack und versuchte einzuschlafen. Beim Einnicken dachte ich noch so bei mir, sag mal kann es sein, dass da grad eine Maus an meinem Bett hochklettert? Nee wird schon nicht und überhaupt warum sollte sie, aber weit gefehlt, denn da spür ich auch schon was auf meiner Schulter und schrecke hoch. Brrr &#8211; mir lief ein Schauer über den Rücken und die Maus weg. Das gibt es doch nicht, wie soll man denn da schlafen können? Natur gut und schön, aber da hört meine Naturverbundenheit definitiv auf. Ich möchte keine Mäuse in meinem Bett! Mit dem kleinen Licht am Feuerzeug schaute ich mir das Bett und seine Umgebung noch mal genauer an, um zu entdecken, dass überall Mäuseköttel rumlagen, na wunderbar. Das war ganz klar ein Mäusehaus und wir die nicht willkommenen Gäste.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir entschieden uns Herrn Müller im benachbarten Haus zu fragen, ob er auch Mäuse hat und wenn nicht, ob er noch zwei Schlafgelegenheiten hat. Leider hatte er auch nur ein Bett, fragte aber sehr interessiert, was es denn für Mäuse seien, Wühl- oder Hausmäuse, was uns in dieser Situation eher völlig schnuppe war. Wir versuchten auch nicht die Art zu bestimmen, sondern trotz des Getrappels irgendwie zu schlafen. Aber dafür waren die Mäuse umsomehr an uns interessiert, eine besonders dreiste Maus lief Birgit sogar über den Kopf! Ich möchte behaupten, dass ich noch nie so froh war, dass die Morgensonne ins Zimmer lachte und es Zeit wurde aufzustehen. Wir schüttelten alle Sachen aus, prüften Rucksack, Schlafsack, einfach alles, wo Mäuse reinkrabbeln könnten und verliessen dieses unheilvolle Haus.</p>
<p style="text-align: justify;">Halbwegs entschädigt wurden wir an diesem Morgen ohne Kaffee (!) durch viele ornithologische Besonderheiten wie einer Steppenweihe auf dem Weg zum See. Dort begrüßten uns Bartmeisen, welche ich zum ersten Mal in meinem Leben gesehen habe und mich besonders erfreuten, wie so freundlich und ungeniert auf den Schilfbüscheln schaukelten. Am See natürlich wieder das Eisvogelpärchen, die Blauwangenspinte, das Purpurhuhn-Paar und besonders schön war natürlich der Anblick von ca. 10 Löfflern. Flamingos waren zwar keine da, aber dafür wieder der Trupp Pelikane und ich sah eine Rohrdommel ins Schilf fliegen, auch zum ersten Mal in meinem Leben. Über die Rückfahrt nach Baku könnte ich auch noch einiges berichten, aber das ist eine andere Geschichte.</p>
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		<title>Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/09/aserbaidschanische-vogelexkursion/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 14:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-288" title="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/09/dscn8651.jpg" alt="Vogelexkursion auf Aserbaidschanisch" width="697" height="523" />Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben &#8211; aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof  abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst&#8230; Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? <span id="more-274"></span>Nachdem wir daraufhingewiesen haben, dass eigentlich klar ist, was wir zu tun haben und es eine ziemlich genaue  Projektausschreibung gibt, meinte er, dass wir ja morgen ersteinmal bei einer Vogelexkursion gemeinsam mit der &#8220;Dschitisiii&#8221; (<a href="http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/5466.htm" target="_blank">GTZ</a>) mitfahren koennen. Gut: Gesagt &#8211; Getan. Treffpunkt war heute morgen um halb neun (reichlich spaet fuer Voegel gucken, oder?) an der Metrostation Genschlik, am Hotel Genschlik. Eine nette Beschreibung fuer einen Treffpunkt, wenn nirgendwo eine Name steht und das sogenannte &#8220;Hotel Genschlik&#8221; ein verfallenes Hochaus ist, das hoffentlich schon glanzvollere Zeiten erlebt hat. Weil wir nicht wussten, wo dieses Hotel sein soll haben wir eine Mitarbeiterin angerufen und festgestellt, dass wir zufaellig am richtigen Ausgang waren. Sie hat uns dann eingesammelt und ist mit uns zum Treffpunkt gegangen. Gegen halb zehn waren denn auch alle da und wir konnten losfahren. Die Maedels hatten sich entsprechend auf die Exkursion eingestellt und ausnahmsweise mal keine hochhakigen Schuhe an, sondern duenne Turnschuhe oder Ballerinas, gern auch in weiss. Unterwegs haben wir noch einen erfahrenen deutschen Ornithologen und GTZ-Mitarbeiter eingesammelt. Der GTZ-Bus brachte die illustre Runde dann bis kurz vor den Berg Besh Barmag ans Ufer des Kaspischen Meeres und wir machten uns mit Spektiv und Fernglaesern bewaffnet auf den Weg die vorgelagerten Lagunen vogeltechnisch zu erkunden. Es gab auch einiges Interessante zu sehen: Alpen-, Temminck- und Sichelstrandlaeufer, Steinwaelzer, Kormorane, Seiden- und Graureihertrupps, Zwerg- Steppen und Lachmoewen und dazwischen eine Trauerseeschwalbe im Schlichtkleid. Hinter den Wasserflaechen ueberm Schilf drehten Rohrweihen ihre Runden und direkt hinter uns in den Seggen schaukelten Schwarzkehlchen auf den abgestorbenen Struenken. Die in weiter Ferne ausgemachten Flamingos stellten sich beim Naeherkommen leider als Eisenflamingos heraus. Ich habe mit vielem in Aserbaidschan gerechnet, aber nicht, dass sich Aserbaidschaner irgendwelche Eisentiere in die Lagune vors Haus stellen, wie der Deutsche den Kranich in den Vorgarten. Nunja, der GTZ-Ornithologe hoffte eigentlich auf einen Zug Steppenadler, aber man kann sein Glueck halt nicht erzwingen und so gingen wir mehr oder weniger langsam zum Bus zurueck, wo Puten-Sandwiches auf uns warteten. Als wir auf die Ironie aufmerksam machten nun gleich Voegel zu essen, meinte Dr. Elchin, dass Huehner keine Veogel seien, da hat er nun auch wieder recht und manche hatte wohl so einen grossen Hunger, dass sie foermlich zum Bus gerannt sind. Der Busfahrer hat nach dem Essen mit aller Selbstverstaendlichkeit seine PET-Flasche und die Verpackung des Sandwiches nach draussen in die Botanik geworfen. Darueber waren wir Deutsche natuerlich einigermassen entsetzt und fragten uns, ob es ihm die anderen wohl gleichtun werden. Aber wir waren erleichtert, dass alsbald eine grosse Tuete fuer den Muell rumging und auch die achtlos nach draussen geworfene PET-Flasche ihren Weg in die Tuete fand, auch wenn der Unterschied in der Landschaft nicht aufgefallen waere. Auf dem Rueckweg sah unser GTZ-Ornithologe noch einige Waldwasserlaeufer neben dem Weg und nach diesem kurzen Stopp fuhren wir in Richtung Baku zurueck. Obwohl es erst um zwei war und wir eigentlich gern noch weiter Voegel beobachtet haetten, aber die Mehrheit war wohl fuer den Antritt der Heimreise.</p>
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