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	<title>FF-vita Blog &#187; Halbernstes</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Schluss mit putzig! Kormoran ist Vogel des Jahres 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Kormoran ist zum Vogel des Jahres 2010 gekürt worden &#8211; das ist doch mal spannend! Da kommt doch mal so richtig Bewegung in die Sache.  Schluss mit hübsch, putzig oder elegant! Ich mein, so einen Eisvogel findet noch jeder schön, am liebsten in einer netten Licher-Werbung mit klarem Wasser und so schön grünen Wäldern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Kormoran ist zum Vogel des <a href="http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/vogeldesjahres/2010-kormoran/Informationen/index.html" target="_blank">Jahres 2010</a> gekürt worden &#8211; das ist doch mal spannend! Da kommt doch mal so richtig Bewegung in die Sache.  Schluss mit hübsch, putzig oder elegant! Ich mein, so einen Eisvogel findet noch jeder schön, am liebsten in einer netten Licher-Werbung mit klarem Wasser und so schön grünen Wäldern drumherum. Ja damit können wir uns identifizieren, vor allem wir Biertrinker. Wo genau liegt eigentlich dieses Licher-Land? <span id="more-411"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Na egal, so genau nimmt es der Eisvogel ja dann auch nicht und kommt sogar am dreckigen Finowkanal bei Eberswalde vor. Dennoch ist er so schön und steht symbolisch für naturnahe Fliessgewässer, dass er sogar schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gewählt wurde. Und auch die anderen Kanditaten waren regelrechte Musterknaben und Sympathieträger: der Kuckuck, wer kennt ihn nicht aus Kinderliedern, der Turmfalke, elegant und angepasst segelt er durch die Stadt, der Kleiber kann so lustig am Baum rauf und runter klettern und hat diese schönen Maskarastriche an den Augen, der Uhu macht auch was her und und und&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nun der Kormoran, alles andere als hübsch, schwarz wie die Nacht und mit diesem anmassenden Appetit auf Fisch. Würde sich der Kormoran von Blättern ernähren, ich denke, dass die Fischzüchter nicht mit dem Schutz der armen Bäume kommen würden. Und auch sonst kann man sich nur wundern über die Argumente gegen Kormorane und <em>für</em> deren &#8220;Management&#8221;. Als gäbe es keine Möglichkeiten Fischzuchtanlagen vor Kormorane zu schützen und als sei Angeln ein Menschenrecht. Und als sei es ist nicht genug, dass Menschen sehr viel Raum für ihre Städte, Strassen und Landnutzung (einfach mal beim nächsten Malle-Flug aus dem Fliegerfenster schauen!) oder vielseitigen Hobbys einnehmen. Nein, auch der letzte halbwegs natürliche See muss noch für den Menschen nutzbar sein. Und sei es nur, um sehr männlich einen Fisch zu angeln, sich mit Müll zu verewigen und dem Hausdrachen wenigstens für einpaar Stunden entfliehen zu können. Das ist auch viel wichtiger als den Fisch ganz profan zu verzehren, weil er nun mal Nahrungsgrundlage ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber an mir prallen diese und die vielen anderen bestimmt ganz wichtigen Argumente ab, wie das Wasser an einem Eisvogel. Denn ich bin <a href="http://www.kormoranfreunde.de/" target="_blank">Kormoranfreund</a> und habe auch schon einen Vorschlag fürs Jahr 2011. Wie wärs mit Graureiher oder <em>Fischreiher</em>, nennen wir das Kind doch beim Namen. Noch so ein Flegel, der sich anmasst der Krone der Schöpfung den Goldfisch aus dem Teich zu stibitzen.</p>
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		<title>The World&#8217;s Dirtiest City &#8211; Baku</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 16:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<description><![CDATA[Kürzlich habe ich gelesen, dass Baku die dreckigste Stadt der Welt und Sumgayit die am meisten verschmutzte Region ist. Ich muss sagen, dass beruhigt mich sehr! Irgendwie wäre die Vorstellung, dass es eine noch  dreckigere Stadt als Baku geben könnte auch zu grausam. Gut, ich weiss nicht wie es in Dhaka ist, der Nummer zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kürzlich habe ich gelesen, dass Baku die <a href="http://www.forbes.com/2008/02/26/pollution-baku-oil-biz-logistics-cx_tl_0226dirtycities.html" target="_blank">dreckigste Stadt der Welt</a> und <a href="http://www.worstpolluted.org/projects_reports/display/27" target="_blank">Sumgayit</a> die am meisten verschmutzte Region ist. Ich muss sagen, dass beruhigt mich sehr! Irgendwie wäre die Vorstellung, dass es eine noch  dreckigere Stadt als Baku geben könnte auch zu grausam. Gut, ich weiss nicht wie es in Dhaka ist, der Nummer zwei im Ranking um den Platz &#8220;Dirtiest City&#8221;, sicherlich auch nicht viel besser. Aber den Platz eins kann nun mal nur einer belegen und da hat sich Baku diesen Titel doch redlich verdient, wie ich finde. <span id="more-392"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Und dazu tragen nicht nur die vielen Lada 2107, Toyota Landcruiser Prado  und all die anderen dicken Karren bei, die die Stadt vollstopfen, bis nichts mehr geht. Sondern auch die dezentrale Müllverbrennung am Strassenrand, die Ölverschmutzung von Land und Wasser (das Wasser schimmert auch immer so hübsch bunt) sowie die Schmutzfrachten, welche von der Kura mitgebracht werden. Gegen den wohlverdienten Titel konnte auch das &#8220;Säubern&#8221; der Ölfelder mit der sehr aserbaidschanischen Methode, einfach Sand drüber zukippen, nichts ausrichten.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-453" title="Baku" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/cimg8298-300x225.jpg" alt="Baku" width="300" height="225" /> <img class="alignright size-medium wp-image-458" title="markenzeichen_baku" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/markenzeichen_baku1-200x300.jpg" alt="markenzeichen_baku" width="200" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify;">Hier in Baku kann man jedenfall tief durchatmen und dabei die Luft förmlich schmecken, hier kann man echte &#8220;Ölsardinen&#8221; angeln und fühlen wie Hochhäuser aus dem Boden gestampft werden. Hier ist noch jeder Gang durch die City ein kleines Abenteuer, jede erfolgreiche Straßenüberquerung einen neuen Geburtstag wert. Und wie in Berlin auch, sollte der Blick beim Durchqueren Bakus immer nach unten gerichtet sein, aber nicht wegen Hundekot, sondern wegen dem Müll und vor allem den offenen Gullideckeln, was besonders nachts tükisch ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider verstehe ich vieles nicht in und an Aserbaidschan. Zum Beispiel ist mir immer noch ein Rätsel, wie die Leute immer so schnieke aussehen können bei diesem Smog, Staub und Schmutz in den Straßen. Haben die Klamotten mit Nanopartikeln und Schuhe mit Lotusblüteneffekt an? Wie können alle kreuz und quer auf der Straße fahren und dabei kaum Unfälle verursachen? Wie können die ihre Autos so haarscharf und eng durch den Verkehr lotsen, als wären sie mit ihnen verwachsen? Vielleicht sind die Autos tatsächlich ein Teil der Aserbaidschaner? Denn sie laufen im Allgemeinen nicht und sie waschen ihre Autos anscheinend mehr als&#8230; Ok, das kann ich nicht wirklich beurteilen, aber oft kommt es vor, dass der Wasserdruck nicht ausreichend ist zum Duschen, aber den Autowäschern auf der Straße scheint nie das Wasser auszugehen, während die Wohnungen oberhalb der Stadt nur stundenweise Wasser haben. Neulich sah ich sogar Leute, die ein PLAKAT mit einem Feuerwehrschlauch abgespritzt haben und da war mir einiges klar. Denn, was ich schon begriffen habe: dass hier die Fassade wichtiger ist als das marode Haus dahinter, was auch gern als Metapher verstanden werden darf. Höflichkeit ist wichtiger als Ehrlichkeit und planen oder zukunftsorientiert denken ist wohl eher was für Deutsche und andere Europäer.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Altiaghaj Nationalpark</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 17:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag war es wieder soweit, wir mussten Baku dringend verlassen und frische Landluft schnappen. Nachdem wir bereits im Shirvan-und Hirkan-Nationalpark waren, haben wir mittlerweile den Anspruch alle Nationalparke in Aserbaidschan kennenzulernen. Nun denn, unser ultimativer Vogel-Reisefuehrer  &#8221;Birdwatching in Azerbaijan &#8211; a guide to nature and landscape&#8221; lockt mit: &#8220;Wolves and Caucasian Brown Bears still roam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am Sonntag war es wieder soweit, wir mussten Baku dringend verlassen und frische Landluft schnappen. Nachdem wir bereits im Shirvan-und Hirkan-Nationalpark waren, haben wir mittlerweile den Anspruch alle Nationalparke in Aserbaidschan kennenzulernen. Nun denn, unser ultimativer Vogel-Reisefuehrer  &#8221;<em>Birdwatching in Azerbaijan &#8211; a guide to nature and landscape</em>&#8221; lockt mit: &#8220;Wolves and Caucasian Brown Bears still roam the national park, which is espacially beautiful in early October, when the trees are in full autumn colours.&#8221; <span id="more-360"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Und das war nun wirklich nicht zu viel versprochen, wir waren definitiv zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Beeindruckend sind natuerlich auch die beruehmten Candy Cane Mountains, wenn man bei Gilaezi nach Westen abbiegt. Aber leider hat unser Rally-Taxi-Fahrer hier nicht angehalten, so dass wir unbedingt noch einmal herkommen muessen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-361" title="Herbst im Altiaghaj" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0347-300x200.jpg" alt="Herbst im Altiaghaj" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-364" title="Candy Cane Mountains" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0344-300x200.jpg" alt="Candy Cane Mountains" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Tour war weniger ein ornithologischer Ausflug als eine Begegnung mit vielen Absonderlichkeiten, zumindest aus deutscher Sicht. Wenngleich wir aus aserbaidschanischer Sicht wohl auch als sehr absonderlich aussahen, schon allein, weil wir <strong>gelaufen</strong> sind. Dazu noch unsere komisch-praktische Kleidung, Wanderschuhe, Rucksaecke, Fotoapperate und Fernglaeser. Ich habe mich auch ganz kurz gefragt, was eigentlich der Taxifahrer dachte, als er uns beim netten Oertchen Altiaghaj rausgelassen hat, um uns am Abend im naechsten Dorf wieder einzusammeln, habe diese Frage aber schnell wieder verworfen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-374" title="Schutzzaun" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0355-300x200.jpg" alt="Schutzzaun" width="300" height="200" /><img class="alignleft size-medium wp-image-375" title="Kaffee" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0361-300x200.jpg" alt="Kaffee" width="300" height="200" />Ausserdem wurden unterwegs genuegend andere Fragen aufgeworfen, zum Beispiel was wird hier eigentlich geschuetzt oder ist dieser Zaun nur wieder Ausdruck der aserbaidschanischen Eigenheit Fassaden aufzubauen? Und warum hat der Kaffee hier nie so grosse Bedeutung erlangen koennen wie bei uns?</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-380" title="Lada Niva" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0397-300x200.jpg" alt="Lada Niva" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-381" title="Personenkult" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0371-300x200.jpg" alt="Personenkult" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Sind Schafe gute Fussballspieler? Warum wird der Lada Niva von SUVs abgeloest? Was hat es mit diesem Personenkult in Aserbaidschan auf sich und was bedeuten die Schilder mit Spruechen des Praesidenten den Einheimischen? Warum sind die Eingaenge der Nationalparke in Aserbaidschan im sowjetischen Stil errichtet, obwohl das Land seit 1991 unabhaengig vom grossen Bruder ist? Wie kann es sein, dass anscheinend alle aelteren Maenner der postsowjetischen Laender, insbesondere Aserbaidschans waehrend der Sowjetzeit in der &#8220;GDR&#8221; in Magdeburg stationiert waren und wenn ja, waren das dann mehr Soldaten als es Buerger in der DDR gab? Ich werde noch viel darueber nachdenken koennen, wenn ich mal wieder im Buero der AOS darauf warte, dass der Rechner <em>irgendetwas</em> macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls wurden wir von einem sehr zuvorkommenden Aserbaidschaner eingeladen, der beim Kaffee aufgeregt von seiner Zeit in der &#8220;GDR&#8221; berichtet hat. Und da wir nun schon kein Brot angenommen haben und nicht zum Abendessen bleiben konnten, obwohl er ein Huhn fuer uns geschlachtet haette, gab er uns wenigstens noch suesse Quitten mit auf den Weg. Koffeingestaerkt fuehrten wir nun unseren Weg durchs Dorf weiter, als zwei riesige Greifvoegel ueber uns schwebten. Sicherlich war das seltsame Verhalten voegelbeobachtender Großstaedter beim Anblick von kreisenden Gaensegeiern in der Luft nicht nur fuer unsere Begleiter ein putziger Anblick. Panisch stellten Birgit und ich unsere Rucksaecke ab, zueckten die Fernglaeser, holten den Svensson raus und liefen aufgeregt die Strasse auf und ab, um noch einen Blick auf die Voegel erhaschen zu koennen. Gaensegeier, krass &#8211; na da hat sich der Ausflug doch wieder gelohnt!</p>
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		<title>Ich bin zu alt für den Scheiß</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 12:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Share and discover what’s happening right now, anywhere in the world- twitter.com, Facebook helps you connect and share with the people in your life&#8230;  Also ich weiss nicht, hat das alles mit sms begonnen oder schon mit Papierrollen ?  Menschen kommunizieren halt gern, aber ich bin wohl sehr altmodisch, ich rede lieber beim Bier auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Share and discover what’s happening right now, anywhere in the world- twitter.com, Facebook helps you connect and share with the people in your life&#8230;  Also ich weiss nicht, hat das alles mit sms begonnen oder schon mit Papierrollen ?  Menschen kommunizieren halt gern, aber ich bin wohl sehr altmodisch, ich rede lieber beim Bier auf dem Balkon oder gemütlich auf dem Sofa mit analogen Menschen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin nicht technik-feindlich eingestellt, gar nicht und ich lobe auch die Vorzüge des Internet, des Bloggens und der Informationsbereitstellung. Ich gehör doch auch irgendwo zur Youtube-,Wiki-, GMX- und Skype-Generation.  Aber der Sinn vom twittern und chatten will sich mir einfach nicht erschließen, was kann man beispielsweise in 140 Zeichen mitteilen? Bitte sprechen Sie in ganzen Sätzen, ich lese <a href="http://www.zeit.de/2009/12/Martenstein-12" target="_blank">Die Zeit</a>! Nun habe ich mich kürzlich auch bei Facebook angemeldet, obwohl ich darin bisher ebenfalls keinen Sinn gesehen habe.  Aber nun gut, eine Freundin hat mir mehrmals eine Freundschaftseinladung an meine Mailadresse geschickt und irgendwann dachte ich &#8211; ja, ist ja schon gut, wieder so ein Zeitfresser, aber ich machs! Erstaunlich fand ich, dass mir bei der Anmeldung gleich eine Latte von Leuten als Freunde angeboten wurden, die ich tatsächlich alle kenne. Heidewitzga, Big Brother is watching you! Während des Studiums war ich bei Studivz angemeldet, aber habe mich irgendwann davon verabschiedet, weil ich zu viel Zeit darin verbracht habe. Viele haben sich dort abgemeldet, aber aus Datenschutzgründen und sich bei Facebook &amp; co. angemeldet, naja. Es ist gerade schwer einen zusammenhängenden Gedanken zu fassen und einen Blogeintrag zu schreiben, weil ich parallel von zwei Leuten angeskypt werde und mein PC diverse Updates möchte. Mein bester Freund empfiehlt mir außerdem Thunderbird, da kommen dann alle Mails an und es ploppt jedes Mal auf der Menüleiste auf, wenn ich eine Mail bekomme.  Aber dann kann ich gar nichts mehr schreiben, dann müsste ich wohl in ein anderes Zimmer gehen und den Text, an dem ich arbeite auf einem Rechner schreiben, der nicht ans Internet gestöpselt ist oder womöglich noch auf Papier. Oje, natürlich könnte ich auch an diesem Rechner das DSL-Kabel rausziehen, manchmal kommt man auf die einfachsten Sachen nicht. Wo war ich? Ach ja, Facebook, ja das ist toll, ich kann jetzt mit Leuten in Kontakt treten, die gerade im Tienshan-Gebirge oder sonstwo sind. Ich kann mir über Youtube bzw. dem Profil bei Facebook eines Bekannten ein Video anschauen, was er gestern, sagen wir mal, auf den Straßen in Kathmandu gedreht hat. Das ist wirklich Wahnsinn, man braucht nicht mehr Monate oder Jahre auf Reiseberichte zu warten. Aber wäre es nicht schöner, sich zu treffen und bei einem Essen  in Ruhe darüber zu berichten? Sich dabei Fotos anzuschaun, Gedankenaustausch zuzulassen, Nachfragen zu gewähren? Mir scheint vieles banaler zu werden, selbst Weltreisen, denn alles wird ganz knapp und hipp in kleinen Kommentaren zusammengefasst, dazu lustige Bilder und Videos und schaut ma Leute, wie cool ich bin. Vielleicht wäre ich gern selbst so cool und vielleicht habe mich auch bei Studivz abgemeldet, weil mir nie tausend Leute auf meine Pinnwand geschrieben haben oder ich zweitausend &#8220;Freunde&#8221; hatte. Aber ich verbringe dann auch lieber Zeit mit echten Freunden in der Wirklichkeit, ich bin auch einfach zu alt für den Scheiß.</p>
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		<title>Ein Leben ohne Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 06:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unvorstellbar &#8211; ein Leben ohne Internet, also ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Rechner, ohne Musik und natürlich auch ohne Arbeit! Was macht man, wenn man  morgens beim Kaffee als erstes Mails checkt, aber der Rechner die Hufe hochgerissen hat? Wenn man sich nicht in Arbeit stürzen kann? Wenn sich das ganze Leben auf diese Kiste  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Unvorstellbar &#8211; ein Leben ohne Internet, also ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Rechner, ohne Musik und natürlich auch ohne Arbeit! Was macht man, wenn man  morgens beim Kaffee als erstes Mails checkt, aber der Rechner die Hufe hochgerissen hat? Wenn man sich nicht in Arbeit stürzen kann? Wenn sich das ganze Leben auf diese Kiste  mit DSL-Anschluss eingestellt hat? Wie soll man dann überhaupt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können ohne bvg.de, ach wie findet man überhaupt Adressen ohne GoogleMaps? Wie kann man Leute anrufen, deren Telefonnummer nur Online verfügbar sind? Wie lädt man neue Musi auf den iPod? Seit einem Monat muss ich mir diese Fragen stellen, seit einem Monat hat mein Targa-Notebook keine Lust mehr hochzufahren. Ok, ganz sauber ist er nie gelaufen, hat oft gemuckt, hatte wohl zu wenig Arbeitsspeicher und musste sanft behandelt werden. Also beispielsweise nicht anfassen diese kleine Mimose, wenn er größere Daten zu verarbeiten hat oder noch nicht ganz hochgefahren ist. Dann hatte er diese gruselige Eigenschaft nach dem Runterfahren wieder eigenständig hochzufahren, also immer Strom im richtigen Moment ausschalten. Gut, das sind alles Sachen, mit denen man leben kann. Aber man ist doch ziemlich ratlos, wenn er gar nicht mehr hochfährt  und nicht mal von der Installations-CD bootet. Inzwischen war er zweimal beim Hersteller und mehrere Male beim PC Spezialisten, aber niemand hat eine Lösung für das Problem und ich langsam keinen Nerv mehr für weitere Lösungsvorschläge. Ich werde den Eindruck nicht los, dass er mich verkackeiern will! Denn fahre ich mit ihm zum PC Spezialisten und er fährt einwandfrei hoch, ich fahre wieder nach Hause, er fährt NICHT hoch. Ich fahre wieder zum PC Spezialisten und er fährt mit einer Selbstverständlichkeit hoch, dass ich ihm gern mal das Fliegen beibringen möchte. Die denken doch, ich bin verrückt, völlig gaga oder in einer der jungen Männer dort verliebt. Also das bin ich NICHT! Ich möchte doch nur einen funktionierenden Computer &#8211; meine Herren. Ich möchte wieder mein Leben mit Internet zurück, eine eigenständiges, selbstbestimmtes Leben, ohne ständig zu Freunden fahren zu müssen, um dort &#8220;mal was am Rechner zu machen&#8221;. So wie jetzt grad: 2,5 Stunden Bahnfahrt für diesen Blogeintrag, das ist doch irgendwie tragisch, oder?</p>
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		<title>Asche auf mein Haupt&#8230;&#8230;ich wracke ab!</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/05/asche-auf-mein-hauptich-wracke-ab/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 12:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was habe ich zu Beginn meiner Schreiberei gewettert gegen den blanken Hohn einer als &#8220;Umweltprämie&#8221; getarnten Massenabzocke ohne Sinn und Verstand einst bekannt als  &#8220;Abwrackprämie&#8221;. Nun ist es doch passiert, mein über Jahre treuer Begleiter, ein güldener Opel Astra, ein Quell der Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit, reist die Hufe hoch. Die letzten fünf Jahre waren einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Was habe ich zu Beginn meiner Schreiberei gewettert gegen den blanken Hohn einer als &#8220;Umweltprämie&#8221; getarnten Massenabzocke ohne Sinn und Verstand einst bekannt als   &#8220;Abwrackprämie&#8221;. Nun ist es doch passiert, mein über Jahre treuer Begleiter, ein güldener Opel Astra, ein Quell der Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit, reist die Hufe hoch. Die letzten fünf Jahre waren einfach zu viel für ihn&#8230;.er ist ein Stadtauto, vielleicht für eine kleine Familie geeignet, die er sicher und gemütlich durch kleinere und größere Ortschaften, über Land und an entfernte Reiseziele bringen kann, doch meiner Beanspruchung war er nicht gewachsen. Ich habe ihn benutzt wie eine alte rostige Schubkarre, die von Baustelle zu Baustelle gefahren wird, um sie wieder und wieder mit Dreck zu beladen, sie durch den Schlamm zu schieben, um dann schließ und endlich den Feierabend nur als kleine Verschnaufpause vor dem nächsten Arbeitseinsatz zu genießen. Jetzt ist es so weit&#8230;.das Ende ist nah.</p>
<div id="attachment_126" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-126" title="astra2" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/05/astra2-300x225.jpg" alt="mein Astra" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">mein Astra</p></div>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-121"></span>Doch mein Freund straft mich nicht etwa mit hoffnungslosem Versinken im Wald oder einer gebrochenen, bzw abgerissenen Achse, nein&#8230;.die &#8220;Gurtpeitsche&#8221; besiegelt das Ende dieser Ära. Mir war bis zur letzten Woche sowohl der Begriff fremd, als auch der dafür zu löhnende Preis in meiner sonst vielgelobten Opelfachwerkstatt. Gefasst war ich auf nen &#8220;Fuffi&#8221;&#8230;..der Werkstattmeister kam jedoch mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Kostenvoranschlag in der Hand aus seinem Büro und verkündete mir, dass dieser Opel mit Gurtstraffern ausgerüstet sei und die Reparatur dadurch sich auf rund 360 Euronen belaufen würde!!! Mein entsetzter Blick tat wohl sein übriges und der Meister, der meinen Wagen nunmehr schon seit Jahren begleitet, sagte mir mit einem noch viel größeren Lächeln auf den Lippen, dass sich aber mit der Reparatur auch der Wert meines Fahrzeugs auf immerhin 360 Euro steigern würde. Seine Freude darüber konnte ich zu diesem Zeitpunkt leider nicht teilen, es machte sich lediglich ein ungläubiges Entsetzen bei mir breit.<!--more--></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Lange Rede wenig Sinn, jetzt wracke ich mein Auto ab. Ich kassiere die Prämie von Vater Staat und führe meine eigenen Ausführungen über die umweltrelevanten Mängel in den Vorgaben zum Erhalt der Prämie ad absurdum. Ich kaufe als aktiver Naturschützer nicht etwa einen Toyota Prius oder eine vergleichbare Umweltschüssel, nein, ich kaufe einen LADA NIVA! Ja! 15 Liter Stadtverbrauch Ja! Minimal 10 Liter bei Überlandfahrten!</p>
<p style="text-align: justify;">Ende des Monats soll er da sein und was soll ich sagen, ich freue mich wie ein Honigkuchenpferd. Endlich ein Geländewagen, endlich brauche ich mir nicht auf jedem gefahrenen Waldkilometer (in der letzten Woche waren es immerhin 1100km) endlose Sorgen um den Zustand meiner Ölwanne machen und endlich habe ich Nägel mit Köpfen gemacht. Mein bisheriger Wagen war mir ein stets treuer Begleiter und es schmerzt mir in der Seele, dass ich seine Treue verkauft habe für 2500 Euronen, doch als angehender Selbständiger kann ich es mir nicht leisten Geld zu verschenken. Also bekommt der Astra eine anständige letzte Ölung und wird mit viel Emotion auf den Autofriedhof in Eberswalde gebracht. In dieser Woche wird er seine letzten Kilometer durch die wunderschönen hiesigen Wälder drehen, um dann seinen wohlverdienten Ruhestand anzutreten. Ich werde in einer eigens für meinen Astra angelegten Kategorie bestimmt noch so manche Anekdote zum Besten geben über unsere gemeinsame Zeit. Bis dahin hoffe ich auf treue Dienste bis zum Schluss und auf einen reibungslosen Start mit dem Niva.</p>
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		<title>Mein Nebenjob als Suchmaschine</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 15:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
		<category><![CDATA[Buchhändler]]></category>
		<category><![CDATA[Feuchtgebiete]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor es für mich auch bald so richtig losgehen kann mit der Selbstständigkeit arbeite ich noch nebenbei bei einer großen Buchhandlung in Berlin, der Name tut dabei nichts zur Sache, die sehen sowieso bald alle gleich aus. Und was man da so alles erleben kann, darüber könnte ich auch ein Buch schreiben, aber Erfahrungsberichte gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 10]><br />
<mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --></p>
<p><!--[endif]--></p>
<p style="text-align: justify;">Bevor es für mich auch bald so richtig losgehen kann mit der Selbstständigkeit arbeite ich noch nebenbei bei einer großen Buchhandlung in Berlin, der Name tut dabei nichts zur Sache, die sehen sowieso bald alle gleich aus. Und was man da so alles erleben kann, darüber könnte ich auch ein Buch schreiben, aber Erfahrungsberichte gibt es ja schon so viele und überhaupt will ich mich ja den wirklichen Feuchtgebieten widmen, den Vögeln und all dem da draußen. Ähm, sorry ich meine natürlich Outdoor.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls habe ich eine Beobachtung bei der Spezies Kunde <span id="more-99"></span>machen müssen, die ich sehr bedenklich finde und mich irgendwie an „Matrix“ erinnert. In meiner Naivität dachte ich immer, Computer sind nur so schlau wie die Menschen, die sie programmiert und mit Daten gefüttert haben, aber die Kunden der großen Buchhandlung in Berlin wissen da anscheinend mehr als ich. Man wird als Buchhändler nämlich nicht mehr gefragt, ob man dieses oder jene Buch hat, sondern, ob man mal im Computer nachschauen könne, ob dieses oder jene Buch da ist. Wenn man dann mit dem Kunden zum Regal gehen möchte, ist er oder sie irritiert und fragt noch mal mit Nachdruck: „KÖNNEN SIE DA NICHT MAL IM PC NACHSCHAUEN??“</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich hat die große Buchhandlung in Berlin wie jeder, der was im Einzelhandel auf sich hält, ein Warenwirtschaftssystem, aber dieses kann eben nur registrieren, was rein kommt und wieder rausgeht. Was geklaut wird, im Lager schlummert oder anders, als der ach so schlaue PC mit seinem arroganten Warengruppenvorschlag, verräumt wurde, kann der Herr PC nämlich nicht wissen, oder? Wenn doch, leben wir alle in einer Matrix, na Herzlichen Glückwunsch.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn etwas im PC zu finden ist kinderleicht, das könnten heute schon Erstklässler und wären wahrscheinlich sogar schneller als mancher altmodische Buchhändler. Aber zu wissen, ob Anne Franks Tagebuch real (das heißt also in FirstLife) bei Geschichte, Jugendbüchern oder in der Belletristik steht, das weiß dann eben doch nur der Buchhändler. Ob Effi Briest real bei den Taschenbüchern, in der Auslage (weil doch grad der Kinofilm lief) oder bei den Klassikern steht, kann ein Computer nicht wissen. Wenn der altmodische Buchhändler dann doch mal im Computer nachschaut, wie das Buch eigentlich genau heißt oder der Autor, da gibt es ja die wildesten Sachen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls um Anhaltspunkte bei der Suche zu bekommen oder zu sehen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, ob ein Titel da ist, kommt prompt die Frage: „Und? Ist es da?“ Dann sagt der professionelle Buchhändler, kleinen Moment bitte, ich geh mal nachschauen. „Wie? Sehen sie das denn nicht im Computer, meine Fresse, was für ein mittelalterlicher Laden ist das hier eigentlich!“</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ja, das ist tatsächlich sehr altmodisch, konservativ möchte ich schon sagen, Bücher im Bücherregal zu suchen, aber sicherlich gibt es da bald technische Lösungen. Wenn die Ortungssysteme genauer arbeiten, also eine Genauigkeit von wenigen Zentimetern erreichen, kann man Bücher mit einem Peilgerät ausstatten und am Eingang der Buchhandlung kann sich jeder Kunde ein GPS-Gerät ausleihen oder sich mit seinem Handy, iPod oder was auch immer einloggen und das Buch selbst finden. Mir schwebt da ein großer Book-Automat vor, dann muss man auch keine albernen Gespräche mehr mit Buchhändlern über Bücher oder mittlerweile auch DVDs führen. Diese Zeit könnte man dann besser nutzen, um zu telefonieren, Mails zu checken oder beim Einkauf zu skypen. Ich denke es wird auch Zeit dem ohnehin bald auslaufenden Ausbildungsberuf „Buchhändler“ in „Boogle“, „Booksfinder“ oder so umzubenennen, irgendwas hippes, das man endlich Bücher boogeln kann, das würde dann vielleicht der neue Trend werden und den Boogler doch noch vor dem Aussterben bewahren. Ach oder gleich downloaden, warum überhaupt noch Bücher? Schöne Neue Welt, zum Glück bin ich dann mal weg, so outdoormäßig, quasi WLAN.</p>
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		<title>Abwrackprämie &#8211; Unwort des Jahres?</title>
		<link>http://blog.ff-vita.de/2009/01/abwrackpramie-unwort-des-jahres/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 21:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Unwort des Jahres]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Januar ist gerade einmal zur Hälfte verstrichen und schon zeigt sich mit voller Überzeugung der erste Kandidat für das Unwort des Jahres 2009 &#8211; ABWRACKPRÄMIE. Es hat zwar bei weitem nicht den agentenhaften Charme des  im letzten Jahr für jeden krisengebeutelten Banker aufgespannten &#8220;SCHUTZSCHIRMS&#8221;, doch implimentiert es gerade durch seine bodenständige Schlichtheit den ernst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Januar ist gerade einmal zur Hälfte verstrichen und schon zeigt sich mit voller Überzeugung der erste Kandidat für das Unwort des Jahres 2009 &#8211; ABWRACKPRÄMIE. Es hat zwar bei weitem nicht den agentenhaften Charme des  im letzten Jahr für jeden krisengebeutelten Banker aufgespannten &#8220;SCHUTZSCHIRMS&#8221;, doch implimentiert es gerade durch seine bodenständige Schlichtheit den ernst der Lage im Konsumgulag Deutschland.<span id="more-29"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt 2500 € für die Verschrottung eines eventuell noch fahrtauglichen Kraftfahrzeugs um damit die angeschlagenen Autobauern an dem krisenvernichtendem Konjunkturpaket der Bundesregierung teilhaben zu lassen. Natürlich ist die Prämienzahlung an einigen Papierkram und verschiedene <a title="Abwrackprämie mdr" href="http://www.mdr.de/nachrichten/6058215.html" target="_blank">Vorgaben</a> geknüpft, doch bekommen kann sie anscheinend jeder, der a) ein mindestens 9 Jahre altes Auto fährt, welches b) seit mindestens einem Jahr auf ihn zugelassen ist. Hört sich ja ganz leicht an, wäre da nicht noch eine klitze kleine weitere Bedingung. Gezahlt wird nur, wenn sich im Anschluss auch fröhlich ein Neu- oder Jahreswagen gekauft wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Für mich werfen sich da zwei drei Fragen auf, die ich an dieser Stelle zumindest einmal nicht ungestellt im Verborgenen lassen will. Gibt es viele Bundesbürger, die seit neun Jahren in ihrer runtergegurkten und durchgesessenen Karre ihr trauriges Dasein damit fristen, vielleicht alleine mit den Reparaturkosten ihres Fahrzeug die Fachwerkstatt um die Ecke vorm Untergang zu retten und jetzt mit der Abwrackprämie im Nacken doch feststellen, dass sie noch irgendwo unterm Kissen 20000 Euro für nen Neuwagen haben? Geht denn mit dem abgewrackten Altwagen auch gleichzeitig die fachwerkstatt an der Ecke unter? Und warum zum Teufel wird so unglaublich viel Wert darauf gelegt, den Altwagen nun tatsächlich durch die Schrottpresse zu jagen, bloß damit kein anderer mehr damit spielen kann? Und wenn ich schon einmal dabei bin, was wird aus der Branche der &#8220;bunte Kärtchen ans Auto hefter&#8221;, hat auch mal jemand an sie gedacht, geschweige denn an all die autohungrigen Menschen in Übersee, die auf Nachschub der Kärtchenhefter zählen?</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz ehrlich muss man es auch ökologischen Gesichtspunkten heraus einmal hinterfragen, wie sinnvoll es ist Funktionierendes zu zerstören um die ressourcenverbrauchende Produktion von einem gleichwertigen Ersatz zu initiieren. Doch so lange diese Regelung gilt, werden viele Menschen entsprechend verfahren.</p>
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		<title>Österreich und der Greifvogelschutz</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 15:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halbernstes]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Greifvogel]]></category>
		<category><![CDATA[Nabu]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem aktuellen Nabu-Newsletter wird auf einen derart offensichtlichen Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie hingewiesen, dass ich dem Inhalt zunächst selbst kaum Glauben schenken konnte. Es heißt darin, dass es bei unseren österreichischen Nachbarn kurz vor Weihnachten zu einem Erlass gekommen ist, der es den Jägern erlaubt innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 Bussarde und 250 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In dem aktuellen <a title="Nabu Newsletter" href="http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/international/10456.html" target="_blank">Nabu-Newsletter</a> wird auf einen derart offensichtlichen Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie hingewiesen, dass ich dem Inhalt zunächst selbst kaum Glauben schenken konnte. Es heißt darin, dass es bei unseren österreichischen Nachbarn kurz vor Weihnachten zu einem Erlass gekommen ist, der es den Jägern erlaubt innerhalb der nächsten fünf Jahre 1000 Bussarde und 250 Habichte abzuschiessen. Um die eilige Umsetzung des Erlasses noch zu untermalen, sollen bereits bis zum 31. Januar 200 Bussarde und 50 Habichte vom Himmel geholt werden. Natürlich kann man jetzt denken &#8221; Ja haben die denn noch alle Germknödel an der Waffel?!&#8221;, aber selbstverständlich! Man kann diese Frage nur mit einem klaren JA beantworten.<span id="more-25"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Während in den meisten europäischen Ländern noch fieberhaft daran geforscht wird, wie geschützten Arten nachhaltig ihr Lebensraum gesichert werden kann und was denn nun die Hauptfaktoren für den Artenrückgang in der Kulturlandschaft sind, ist man in Österreich bereits einen Schritt weiter. Mit einer schier unglaublichen Selbstsicherheit und einer an Kühnheit grenzenden Ignoranz ist man dort den wahren Schuldigen auf die Schliche gekommen, hat sie gestellt und in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Hört sich nach Inquisition an, ist aber so. Die dortige Landesregierung scheint davon überzeugt zu sein, dass sich Habichte und Mäusebussarde in ihrer tiefsitzenden Boshaftigkeit, getrieben von allerhand krimineller Energie zusammengerottet haben um gemeinsam ein möglichst breites Spektrum bedrohter und somit geschützter Tierarten zu vernichten.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Delinquenten wird vorgeworfen sich insbesondere an den streng geschützten Arten wie Laubfrosch, Brachpieper oder Smaragdeidechse zu verlustieren, ohne sich dabei an die im menschlichen Dasein tief verwurzelten Werte wie Nachhaltigkeit im Handeln oder den respektvollen und lebensbejaenden Umgang mit allen Arten zu orientieren. &#8220;Pfui deibel&#8221; und &#8220;Kruzifixnochamoal&#8221; kann man da nur sagen. Denen geschieht es doch gerade recht so! Vom Himmel mit ihnen!&#8230;..</p>
<p style="text-align: justify;">Ach wie schön müsste das Leben doch sein, wenn nur alles so einfach wäre. Natürlich muss man Stimmen gelten lassen, die da sagen &#8220;Ja aber jagen Habichte nicht eher und häufiger durchaus größere Singvögel als den Brachpieper?&#8221; oder &#8220;Ist denn die größte Besiedlung mit Mäusebussarden nicht entlang viel befahrener Straßen, weil Aas in der Regel ihre Leibspeise ist?&#8221;. Ja klar muss man sie gelten lassen&#8230;..aber anhören muss man sie ja wohl nicht. Wo kämen wir denn hin, wenn man einer politischen Entscheidung über das Leben oder Sterben von 1250 Greifvögeln noch die Betrachtung wissenschaftlicher Fakten vorschalten müsste. Das macht doch alles nur unnötig komplizierter.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Tourismusbranche wird es der Landesregierung danken. Wie freue ich mich schon auf meinen nächsten Österreichurlaub. Im Gegensatz zu Deutschland bin ich dort dann nicht mehr gezwungen den Greifvögeln nur bei ihrer ewigen Kreiserei am Himmel oder der eleganten Beutejagd zuzusehen. Nein, die Naturbeobachtung wird um einen lottoesken Aspekt erweitert, wenn auf den Knall der Fall folgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun bleiben zunächst nur noch zwei Sachen zu sagen. Erstens hoffe ich, dass die österreichischen Jäger in der Lage sind zwischen Mäuse-, Wespen-, Rauhfuss- und Haumichblaubussard und anderen extrem seltenen und streng geschützten Greifvögeln zu unterscheiden und zweitens natürlich, dass die EU schnell und hart reagiert um dem Erlass einen Riegel vorzuschieben.</p>
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