Diebstahl
Viele verteidigen ja noch immer, den aus dem Amt geschiedenen Verteidigungsminister zu Guttenberg – warum eigentlich? Sie sagen beispielsweise, er hätte so tolle Arbeit geleistet, sei so sympathisch und man wollte ihn ihn doch nur aus dem Amt mobben. Wer eigentlich? Viele glauben man habe etwas gesucht, um ihn zu denunzieren. Dabei war es ein Zufall, dass jemand seine Doktorarbeit in weiten Teilen als Plagiat entlarvte. Weil er selbst nicht denken konnte, schrieb er eben ab. Dieser Wortlaut stammt übrigens aus dem Lied “Schilddrüsenunterfunktion” von Funny van Dannen. Seine Arbeit als Verteidigungsminister kann ich nicht beurteilen, dafür weiss ich zu wenig über die Ausübung dieses Amtes, wie viele andere wahrscheinlich auch.
Ich frage mich nun aber, wie es mir wohl ergehen würde, wenn ich etwas haben möchte, was mir nicht gehört und weil ich keine Lust oder Zeit habe, dafür zu arbeiten, es einfach stehlen würde. Sagen wir mal einen Geländewagen von Mercedes oder einen BMW ActivHybrid7. Ob man mich dann auch noch sympathisch finden würde und mich mit meiner tollen Arbeit als Naturschützer verteidigt? Da in unserer differenzierten Arbeitswelt nicht jeder wissen kann, was so ein Naturschützer eigentlich genau macht, wäre es ein leichtes eine Kampagne für mich bei Facebook zu starten.
Vielleicht werde ich ja erwischt, nein ganz sicher würde irgendwann die Polizei vor meiner Tür stehen und unverschämt fragen, wem denn dieser tolle Wagen da gehört. Ich würde dann einfach antworten, na mir und wenn man mir Diebstahl vorwirft, sage ich ersteinmal, dass diese Anschuldigung ja wohl völlig abstrus sei. Bei Festhalten an dieser abstrusen Behauptung, die schließlich nur dazu dient, meinen guten Namen zu ruinieren, gebe ich immerhin zu, noch mal in den Fahrzeugpapieren nachsehen zu müssen, vielleicht habe ich da beim Namen des Halters nicht richtig hingeschaut. Wenn mir die Polizei dann tatsächlich Diebstahl nachweisen kann, gebe ich zu, mich da wohl tatsächlich vertan zu haben. Ups ist ja gar nicht mein Auto, aber verzeihen Sie Herr Kommissar, ich war viel zu beschäftigt, um darauf hinarbeiten zu können. Außerdem gibt es ja wohl gerade wichtigere Dinge zu bereden, beispielsweise das Artensterben…