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	<title>FF-vita Blog &#187; Aserbaidschan</title>
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	<description>Landschaftsnutzung und Naturschutz</description>
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		<title>Wie sich der Eee PC 1005 HA-H in Aserbaidschan bewährt hat</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 22:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstattung]]></category>
		<category><![CDATA[Eee PC]]></category>

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		<description><![CDATA[Über technische Details kann ich als Laie natürlich wenig sagen, aber schön klein ist er auf jeden Fall &#8211; er passt sogar in eine Frauenhandtasche! Und er ist leicht, kaum 2 kg machen ihn neben den neun Stunden Akkulaufzeit zum idealen Partner für unterwegs. Man kann ihn einfach überall nutzen und ist lange Zeit nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über technische Details kann ich als Laie natürlich wenig sagen, aber schön klein ist er auf jeden Fall &#8211; er passt sogar in eine Frauenhandtasche! Und er ist leicht, kaum 2 kg machen ihn neben den neun Stunden Akkulaufzeit zum idealen Partner für unterwegs. Man kann ihn einfach überall nutzen und ist lange Zeit nicht auf eine Steckdose angewiesen. Und während andere in Panik ausbrechen, wenn der Laptop auf Netzwerkbetrieb umgestellt werden möchte, bleibe ich entspannt und weiss, dass ich noch mindestens eine halbe Stunde und meist sogar noch mehr Zeit habe, um das Ladekabel zu suchen. Und selbst wenn es kurz vor knapp ist: erstmal schaltet sich der Eee PC diskret in den Standby und nichts geht verloren, nun kann man immer noch in Ruhe das Ladekabel holen. <span id="more-744"></span></p>
<p>Beworben wird das kleine Schwarze mit folgenden Besonderheiten: <em>&#8220;Intel Atom N270 1.6GHz, 1GB RAM, 250GB HDD, Grafik im Chipsatz integriert, 0.3 Megapixel Webcam, HD Audio, Stereo Lautsprecher, Mikrofon, 3 x USB 2.0, bis zu 10,5 Stunden Laufzeit, Bluetooth</em>&#8220;. Sehr praktisch für mich waren vor allem die unkomplizierte WLAN-Nutzung, die drei USB-Anschlüsse, der SD-Anschluss und das Musik hören, egal wo ich bin, auch beim kochen mit Chefkoch.de.</p>
<p><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/img_1027.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-751" title="Eee PC 1005 HA-H" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/img_1027-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/img_1153.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-749" title="Eee PC 1005 HA-H zum Arbeiten" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2010/01/img_1153-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Das Touchpad ist gewöhnungsbedürftig, aber die Tastatur ist angenehm weich und es schreibt sich fast wie von selbst mit diesem Netbook. Mit der integrierten Webcam und den Lautsprechern sowie dem Mikrofon kann man ohne weiteres via Skype mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben. Zugegeben für GIS ist der Bildschirm einfach zu klein, es geht, ist aber nicht sehr komfortabel, da lob ich mir meinen BenQ-21,5Zoll-Widescreen-Monitor. Aber man kann eben nicht alles haben! Ich denke seine Stärken sind seine Leichtigkeit, die geringe Größe und die lange Akkulaufzeit &#8211; Eigenschaften, die man eben unterwegs sehr schätzt.</p>
<p>Zu bemängeln ist lediglich das Netzteil, da es manchmal bei Stromschwankungen nicht funktioniert und man dann doch etwas in Panik gerät, wenn irgendwann mal der Akku leer ist. Dies war einige Male in Aserbaidschan der Fall, in Deutschland hatte ich damit aber bisher noch keine Probleme. Und was hat der Eee PC nun alles leisten müssen in Aserbaidschan? Naja, das übliche: Googeln, Mailen, Bloggen, Texte lesen oder/und korregieren, die Anwendung des FreeGIS <a href="http://www.gdv.com/down/scommander.php" target="_blank">GDV Spatial Commander</a>, GoogleEarth,  Skype, Facebook, Youtube, Musik abspielen etc. Da sich in in der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=K9-mt1WK2B8&amp;feature=PlayList&amp;p=2AAC156F739DD1E9&amp;index=0&amp;playnext=1" target="_blank">Generation IMM</a> das Private und Geschäftliche kaum noch unterscheiden lassen, meist alles gleichzeitig. Für den Eee PC kein Problem, eher für die langsame und limitierte Internetleitung vor Ort. Was soll ich sagen, ich liebe dieses kleine schwarze Gerät und möchte es nicht mehr missen! Wie jetzt zum Beispiel, wenn ich es mir bei dem heftigem Schneetreiben draussen, auf meinem Sofa mit Tee und Decke gemütlich machen und gleichzeitig bloggen will.</p>
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		<title>Hajigabul und Sari Su</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:32:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Important Bird Area]]></category>
		<category><![CDATA[Opel Frontera]]></category>
		<category><![CDATA[Sari Su]]></category>
		<category><![CDATA[Weisskopf-Ruderente]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wenig Vögel von den ästhetischen Ansprüchen des allgemeinen Naturliebhabers halten, der seine Beobachtungen am liebsten in der unberührten Natur erleben möchte, konnten wir gestern wieder am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir schon einige interessante Vögel auf der landschaftlich wenig ansprechenden Halbinsel Artyom gesehen haben, sind wir gestern mit dem Jeep zum Hajigabul-See gefahren, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Wie wenig Vögel von den ästhetischen Ansprüchen des allgemeinen Naturliebhabers halten, der seine Beobachtungen am liebsten in der unberührten Natur erleben möchte, konnten wir gestern wieder am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir schon einige interessante Vögel auf der landschaftlich wenig ansprechenden Halbinsel Artyom gesehen haben, sind wir gestern mit dem Jeep zum Hajigabul-See gefahren, der inmitten menschlicher Siedlungen liegt, aber immerhin ein <a href="http://www.ruffordsmallgrants.org/rsg/projects/elchin_sultanov" target="_blank">Important Bird Area </a>(IBA) ist.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignright size-full wp-image-711" title="Lake Hajigabul" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/lake-hajigabul3.jpg" alt="Lake Hajigabul" width="707" height="283" /></p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Direkt an der Autobahn stehend, hat man einen guten Blick auf den See und es ist ja auch sehr praktisch, wenn man nur die Kofferraumklappe öffnen muss und das Spektiv am Straßenrand aufbauen kann.  Und wir wissen ja mittlerweile wie unaserbaidschanisch laufen ist! <span id="more-669"></span>Aber hallo, dafür haben wir einen riesigen Schwarm Löffelenten, ca. 300 Flamingos, Krick- und Spießenten sowie Brand- und Rostgänse gesehen. Der Hajigabul und die angrenzenden Fischteiche liegen zwar inmitten eines Straßenkreuzes, dennoch haben die Flächen eine große Bedeutung  für rastende Zug- und Wintervögel, zum Beispiel für die seltene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fkopfruderente" target="_blank">Weisskopfruderente</a>. Früher gab es an diesem See wohl auch große Ansammlungen an Zwerg-, Grau-, Bläss- und Rothalsgänsen, deren Bestände jedoch in den letzten Jahren abgenommen haben. Die künstliche Unterbrechung der Wasserversorgung durch die Kura  sorgt dafür, dass der See schrumpft und die Zugvögel werden erheblich durch die Jagd gestört, die anscheinend in allen IBA´s  in Aserbaidschan üblich ist.  Oder man baut einfach ein Einkaufszentrum in den See, wie beim Red Lake, südwestlich von Baku, wo wir immerhin unsere ersten Weisskopf-Ruderenten gesehen haben.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-full wp-image-699" title="Lake Sari Su" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/lake-sari-su.jpg" alt="Lake Sari Su" width="635" height="264" /></p>
<p style="text-align: justify">Weil wir weiter zum sehr viel natürlicheren See Sari Su wollten, haben wir am Hajigabul leider nicht so viel Zeit verbracht, wie man eigentlich sollte, angesichts der interessanten Vogelfauna. Ursprünglich wollten wir auch eigentlich zum Ag Göl, der gleichzeitig ein Nationalpark ist, schliesslich müssen wir ja noch unsere Nationalparktour vervollständigen, aber dort kommt man nicht so ohne Weiteres rein. Einlass wird einem wohl nur mit einer Sondergenehmigung gewährt und ich vermute mal, mit besonderen Verbindungen zur Regierung und einem Gewehr&#8230; Obwohl sich der Sari Su in nur etwa 50 km Entfernung vom Hajigabul befindet, brauchten wir noch über drei Stunden für die Anfahrt und Suche nach dem See. Es ging über Asphaltstrassen bzw. bessere Huckelpisten bis zur Stadt Saribabad, abenteuerlichen Brücken über die Kura, durch Dörfer und über Dämme, scheinbar bestehend aus Schlamm (blaue Linie stellt unseren Weg dar). Dabei hat sich übrigens der geliehene Opel Frontera meisterlich durch den Dreck gewühlt, eine gute Bodenfreiheit und vor allem einen geringen Spritverbrauch bewiesen.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-medium wp-image-703" title="Brücke über die Kura" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9538-300x225.jpg" alt="Brücke über die Kura" width="300" height="225" /><img class="alignright size-medium wp-image-704" title="Opel Frontera off-road" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9544-300x225.jpg" alt="Opel Frontera off-road" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify">Weil die Zeit aber schon derart fortgeschritten war, als wir am Sari Su ankamen und wir leider zurück nach Baku mussten, konnten wir nur einen kurzen Blick auf den See werfen. Es waren auch kaum interessante Vögel zu sehen, zumindest soweit wir das beurteilen konnten, da man wegen der natürlichen Schilfbestände den See nicht so leicht überblicken kann wie den Hajigabul, der so gut wie gar keinen Schilfgürtel hat. Naja und nicht zuletzt wegen der vielen Schüsse, die wir hörten, machten wir uns auf den Rückweg. Dieser See hat sicherlich eine Menge zu bieten, aber man braucht mehr Zeit, um ihn wirklich zu erkunden. Bei der Rückfahrt hielten wir noch einmal kurz am Hajigabul an und während die Sonne gerade unterging, standen die Flamingos zusammengedrängt im Wasser und spiegelten sich in der stillen Wasserfläche. Ansonsten möchte ich noch hinzufügen, dass der Autoverkehr weniger schlimm und chaotisch ist, als er aussieht. Die scheinbar rücksichtslosen Fahrer behandeln zwar ihre Autos wie ihre Pferde, soll heissen, die werden überall bei atemberaubenden Tempo durchgeprügelt, aber sie wollen ja auch selbst keine Beulen und so kamen wir wohlbehalten wieder in Baku an. Aber ich weiss jetzt auch, warum Ladas nur so kleine Schminkspiegel als Rückspiegel haben, sie werden ohnehin kaum benutzt, man guckt nicht nach hinten, man hupt einfach beim Ausscheren.</p>
<p style="text-align: justify"><img class="alignleft size-medium wp-image-714" title="Aserbaidschans Huckelpisten" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9548-300x225.jpg" alt="Aserbaidschans Huckelpisten" width="300" height="225" /><img class="alignright size-medium wp-image-715" title="Tiertransport" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/dscn9552-300x225.jpg" alt="Tiertransport" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">
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		<title>Tolerantes Baku?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 05:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<description><![CDATA[Leider gibt es immer noch nichts positives über die Arbeit bei AOS zu berichten und da sich dieser Blog auch in gewisser Weise, der in Aserbaidschan üblichen Zensur zu unterziehen hat, gab es bislang nur Reiseberichte&#8230;. Aber da wir das letzte Wochenende auch nicht weggefahren sind und es auch sonst nichts zu berichten gibt, schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Leider gibt es immer noch nichts positives über die Arbeit bei <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> zu berichten und da sich dieser Blog auch in gewisser Weise, der in Aserbaidschan üblichen Zensur zu unterziehen hat, gab es bislang nur Reiseberichte&#8230;. Aber da wir das letzte Wochenende auch nicht weggefahren sind und es auch sonst nichts zu berichten gibt, schon gar nichts vogeltechnisches (auch wenn wir uns in einer der interessantesten Länder für den Vogelzug befinden) sei die Frage erlaubt:  Was macht man eigentlich Freitagabend in Baku? Wir waren in einer Schwulenbar und das war nun wirklich mal interessant, denn dass es so etwas wie eine schwule oder alternative Szene überhaupt in Baku gibt, vom Rest des Landes ganz zu schweigen, hatte ich nicht wirklich erwartet. Ok, dass sich hier unsere ausländischen Freunde zu ihrer Homosexualität bekennen, ist nichts neues, ungewöhnliches oder berichtenswertes, aber dass es tatsächlich Aserbaidschaner gibt, die sich in diesem Land trauen, in aller Öffentlichkeit ihr &#8220;anders sein&#8221; zu feiern, macht Mut.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-658" title="tolerantes Baku?" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-011-300x200.jpg" alt="tolerantes Baku?" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-660" title="Baku " src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-010-300x200.jpg" alt="Baku " width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Schliesslich reicht es in Aserbaidschan schon, ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Aaecvg7xCIk" target="_blank">Video</a> über einen Esel zu drehen und einen regierungskritischen Blog zu schreiben, um zusammen geschlagen zu werden und anschliessend zu <a href="http://web.piratenpartei.de/Piratenpartei-ruft-zu-Protest-auf---Blogger-in-Aserbaidschan-zu-hohen-Freiheitsstrafen-verurteilt" target="_blank">zwei Jahren Haft</a> wegen &#8220;Rowdytum&#8221; verurteilt zu werden. Denn eigentlich gibt es im Land der übertriebenen Höflichkeit so gut wie keine Selbstreflexion, Kritik oder Zweifel, weder an der Regierung, noch an Aserbaidschan im Allgemeinen und erst recht nicht an sich selbst. <span id="more-646"></span>Hauptsache alles ist schick, wie die Plätze, die Paläste, die neuen Hochhäuser, egal, ob die Infrastruktur auch entsprechend ausgebaut wurde oder die Kacke sprichwörtlich am dampfen ist, wenn es bei Regen aus allen Gullis läuft. Immer schön den Schein wahren, besonders als Frau, das heisst, nicht rauchen und trinken in der Öffentlichkeit, nach acht Uhr am besten gar nicht rausgehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Männer können sich gern in der Gegend rumtreiben und auch mehrere Geliebte haben, auch wenn sie Frau und Kind haben, das gehört anscheinend zur alltäglichen Doppelmoral in Aserbaidschan. Aber Hauptsache, Frau ist spätestens mit 23 Jahren verheiratet und hat Kinder, sonst gibt es nicht viele Ziele zu erreichen, arbeiten kann frau schliesslich auch zu Hause. Und welche Ziele gibt es für Männer? Na klar, ganz reich werden und ein dickes Auto fahren,  so einfach ist das! Jedenfalls gehen wir kaum weg in Baku, weil wir ständig angestarrt werden, als kämen wir von einem anderen Planeten und die Musik in den Kneipen so laut ist, dass man einen Gehörsturz bekommt. Und die anderen Frauen in den Kneipen sind  normalerweise nicht zu ihrem eigenen Vergnügen da. Nur im &#8220;Paul´s&#8221; kann man als Frau unbehelligt sein Bierchen trinken, aber dafür kostet es hier auch ein Vermögen und die Atmosphäre ist irgendwie zu deutsch &#8211; ??!</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt das Crossroads, wo manchmal eine Band spielt, die ganz gut covert und tatsächlich zum tanzen einläd, aber niemand tanzt. Erst wenn die Band gegen eins aufhört zu spielen und die Musik vom Band läuft (R´n´B oder so etwas in der Art?) geht die Menge ab, aber uns kann diese Musik nicht auf die Tanzfläche locken, auch nicht mit viel Bier. Also sind wir meist bei Privatpartys der anderen Ausländer, hauptsächlich Norweger, Franzosen und US-Amerikaner. Aber manchmal entscheiden die sich auch, wegzugehen, also gingen wir mit. Zuerst waren wir in einer Kneipe, in der man zum Glück nicht um sein Gehör fürchten muss und danach in besagter Schwulenbar, die zum Glück noch nicht geschlossen wurde. Und hier war die Atomsphäre mehr als nett und entspannt, weil die Leute hier irgendwie nicht so prollig sind, man fühlte sich fast so wohl wie in Berlin. Einige Männer und Transvestiten haben ziemlich gut Karaoke und russische Lieder gesungen und wurden nicht müde zu betonen, dass sie schwul sind &#8211; und das ist auch gut so!</p>
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		<title>Karawanserei, Halva und der Khanpalast</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 07:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sheki]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle schwärmen von Sheki &#8211; ich auch. Das letzte Wochenende hat unsere WG wieder genutzt, um mehr von Aserbaidschan zu sehen und dem Moloch Baku zu entkommen. Das Gute ist, man kann mit dem Nachtzug nach Sheki fahren und dort mehr oder weniger ausgeschlafen ankommen, aber man muss sich frühzeitig um Tickets kümmern. Das haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Alle schwärmen von Sheki &#8211; ich auch. Das letzte Wochenende hat unsere WG wieder genutzt, um mehr von Aserbaidschan zu sehen und dem Moloch Baku zu entkommen. Das Gute ist, man kann mit dem Nachtzug nach Sheki fahren und dort mehr oder weniger ausgeschlafen ankommen, aber man muss sich frühzeitig um Tickets kümmern. Das haben wir getan und auch die zwei Manat Aufpreis für einen Schlafplatz im Coupé nicht gescheut. Leider kann man keine Rückfahrkarten kaufen, auch nicht an der Kasse bei der Ankunft in Sheki. So muss man also darauf vertrauen, irgendwie wieder nach Baku zurückzukommen, aber dazu später mehr &#8211; es ist schliesslich sehr unaserbaidschanisch im Voraus zu planen. Es ist übrigens auch sehr unaserbaidschanisch praktisch zu sein, in jeder Lebenslage und natürlich befindet sich der Bahnhof nicht etwa in der Stadt, sondern fünf Kilometer südlich entfernt. Also wird man bei seiner Ankunft von Taxifahrern umringt, die glauben, jeder halbwegs nach Touri aussehende Fahrgast ist dumm wie Brot und lässt sich völlig überteuert nach Sheki fahren. Wir haben uns für vier Manat nach Sheki bringen lassen und weitere Preiserhöhungs-Versuche seinerseits eiskalt abblitzen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-614" title="Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/markt_eingang-300x199.jpg" alt="Sheki" width="300" height="199" /><img class="alignright size-medium wp-image-615" title="Karawanserei Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/karawanserei-300x200.jpg" alt="Karawanserei Sheki" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dafür hat uns der etwas enttäuschte Fahrer bei einem Büro abgesetzt, bei dem man angeblich Rückfahrkarten kaufen kann. Aber natürlich war es noch geschlossen, es war schliesslich erst acht Uhr und wir konnten überhaupt froh sein, um diese Zeit schon Frühstück essen zu können &#8211; oder so etwas in der Art. In einer Bäckerei gab es, neben sehr süßen Speisen, nur Kakao, sehr süßen Kakao,  oder sollte ich besser sagen &#8211; dunkelbraunes Zuckerwasser? <span id="more-587"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Nun denn, da das Büro immer noch geschlossen war, riefen wir den Fahrkahrtenverkäufer an bzw. aus dem Bett und machten solange einen Rundgang durch Shekis Basare und versuchten es dann erneut.  Leider war es der falsche Laden, schade auch für den Fahrkartenverkäufer, der nun wahrscheinlich umsonst aufgestanden ist. Aber hier konnte man nur Zugfahrkahrten nach Russland kaufen. Ich mein, auch gut zu wissen, falls man mal von Sheki nach Jekaterinenburg oder so fahren möchte. Nebenan war wohl der richtige Fahrkartenverkaufsladen, aber dort wurde uns nur ein Zettel in die Hand gedrückt. Darauf stand der ominöse Name &#8220;Hamlet&#8221;, was auch ein Code sein könnte, und eine Telefonnummer, welche man um acht Uhr abends anrufen solle.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir stellen generell keine Fragen mehr in diesem Land und suchten uns als nächstes ein Hotel. Zur Auswahl standen <strong>die</strong> Karawanserei und das &#8220;Panorama Hotel&#8221;, was ideal für einen schmalen Geldbeutel sein soll und dazu seinem Namen wohl alle Ehre macht. Als Anhaltspunkt zum Auffinden des Hotels galt aus der Beschreibung eines Freundes ein Fussballstadion, das wir auch gefunden haben. Das Stadion wurde anscheinend anlässlich der Bewerbung Bakus  für die Olympischen Spiele 2016 gebaut. (Irgendwie überkommt mich bei dem Gedanken, dass sich Aserbaidschan ernsthaft als Austragungsort der Olympischen Spiele beworben hat, ein fast schon mütterliches Gefühl, dann möchte ich dieses kleine niedliche Land in den Arm nehmen und trösten.) Aber das &#8220;Panorama Hotel&#8221; selbst haben wir nicht gefunden und da sich langsam Unmut breit machte, schliesslich wollte man gern mal auf Toilette gehen, duschen etc., gingen wir weiter zur Karawanserei und das war auch gut so. Denn das hatte nun wirklich Stil, den gewissen Flair aus 1001 Nacht, den Hauch orientalischer Exotik und das Ganze für zwölf  Manat pro Nacht und Nase.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-618" title="Karawanserei Eingang" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/karawanserei_eingang-300x200.jpg" alt="Karawanserei Eingang" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-619" title="Karawanserei Zimmer" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/karawanserei_zimmer-300x200.jpg" alt="Karawanserei Zimmer" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die drei grossen Karawansereien in Sheki stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und zeugen  von seiner Bedeutung als Handelsplatz auf der Handelsroute zwischen Dagestan und der südlich vom Kaspischen Meer verlaufenden Seidenstrasse. Auch wenn Sheki nicht direkt auf der Seidenstrasse liegt und die örtliche Seidenproduktion &#8220;nur&#8221; auf die Sowjetära zurückgeht, welche immerhin die grösste Seidenfabrik der UdSSR war und den wenig überraschenden Namen &#8220;Lenin Kombinat&#8221; trug (<em>Oppeln, Aserbaidschan, Trescher Verlag 2009</em>),  so fühlt man dennoch diesen orientalischen Hauch in den ehrwürdigen Mauern der Karawanserei.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einem zweiten Frühstück mit Kaffee (!) in der Gelersen Görarsen Festung war auch unser Wasser endlich angeheizt und wir konnten duschen, etwas relaxen und weitere Schritte planen. Wir entschieden uns natürlich für den Khan-Palast (Xan Saray) und einer Besichtigung der Seidenfabrik oder doch zumindest des Seidenfabrik-Shops, um endlich einige vernünftige Souveniers zu ergattern. Echte Seidentücher aus Sheki, das hätte was, aber wir haben den Laden nicht gefunden und die Seidenfabrik machte nicht den Eindruck, dass sie Gäste willkommen heisst. Dafür war der Kahn-Palast sehr beeindruckend, er ist laut <em>Oppeln, Aserbaidschan (Trescher Verlag, 2009)</em> &#8220;<em>die wohl berühmteste Attraktion Shekis</em>&#8221; und &#8220;<em>wurde Ende des 18. Jahrhunderts im osmanischen Stil erbaut</em>&#8220;. Aber auch die beiden 480-jährigen Platanen auf dem Palast-Hof, die in den schönsten Herbstfarben ihre Aufwartung machten, waren durchaus sehenswert. Ansonsten sollte man sich auf jeden Fall den Basar in Sheki anschauen, aber dafür war es dann leider schon zu spät, die Stände wurden gerade abgebaut, man kann nicht alles haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-623" title="Khan-Palast Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/khan-palast-300x200.jpg" alt="Khan-Palast Sheki" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-624" title="Markt Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/markt-sheki-300x200.jpg" alt="Markt Sheki" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Na dann fehlte eigentlich nur noch die Verköstigung einer besonderen &#8220;<em>Baklava-Spezialität</em>&#8221; aus Sheki: &#8220;Halva&#8221;. Gut, Baklava ist ja in der Regel schon sehr süss und generell wird hier sehr viel Zucker verwendet, zum Beispiel fünf Teelöffel Zucker pro Teeglas, aber das man süss, süsser, am süssesten geschmacklich noch steigern kann, war dann doch überraschend. Wir kauften also in einen der vielen Halva-Läden eine geheimnisvolle Holzschachtel und öffneten sie direkt einige Meter weiter, um den Inhalt zu probieren. Wir waren schliesslich neugierig, hockten uns an den Strassenrand, fast wie die Einheimischen und versuchten nun mit einem Opinel-Messer Herr über diese klebrige Masse aus Honig und gehackten Nüssen zu werden. Nach dem jeder ein Stückchen probiert hat und sich bei jedem das Gesicht zusammenzog, packten wir die Schachtel wieder ein und hielten es für eine bessere Idee, diese besondere Baklava-Spezialität aus Sheki am nächsten Tag mit zum Wandern zu nehmen. Das gibt Energie und wenn man nur genügend Hunger hat, wird man es schon essen, dachten wir.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen entschieden wir uns jedoch dafür, die Schachtel samt ihrem süssesten Inhalt im Zimmer liegen zu lassen. Auch wenn es gemein war, diese besondere Spezialität aus Sheki einfach so zurückzulassen, aber sie hätte sicherlich den kompletten Inhalt eines Rucksackes verklebt und das wollte nun wirklich keiner von uns. Da das Wetter nicht so toll war und wenig zu Wanderungen in den Bergen einlud, fuhren wir mit einer Mischung aus LKW und Bus nach Kisch und guckten uns eine albanische Museumskirche an. Kisch lag komplett in den Wolken und man sah leider nicht viel, dafür war die Theorie des experimentellen Archaeologen Thor Heyerdahl, &#8220;<em>der eine historische Verbindung Norwegens und Aserbaidschans unter anderen an den Petroglyphen von Qobustan erkennen </em><em>will</em>&#8221; recht interessant: Also, die blondhaarigen und blauäugigen Albaner, die wenig mit den heutigen Albanern zu tun hatten, deren Name sich vielmehr von dem Wort Albino ableiten lässt, sind wohl mal nach Norwegen gewandert und haben sich dort niedergelassen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Gut, ich habe dann nicht mehr wirklich zugehört, obwohl ich grossen Respekt vor Heyerdahl und seinen Expeditionen habe. Statt Berge der näheren Umgebung zu erklimmen, sind wir nach Sheki zurückgelaufen, wobei wir mehrmals von vorbeifahrenden Leuten gefragt wurden, ob wir denn nicht mit wollen. So wie wir uns über viele Dinge wundern, wundern sich nämlich auch die Aserbaidschaner über diese seltsamen Deutschen, die mit einem Vogelbuch und Fernglas in die Berge <strong>gehen</strong>, die alte, ganz normal beladene Ladas fotografieren und im Restaurant nicht im Separé sitzen wollen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-628" title="a laden Lada" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0944-300x200.jpg" alt="a laden Lada" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-629" title="Lada in Sheki" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0946-300x200.jpg" alt="Lada in Sheki" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aber über eines darf ich mich noch wundern, wie man in Aserbaidschan an Zugtickets kommt. Denn wir haben diesen ominösen Hamlet angerufen und er hat wohl vier Tickets für uns &#8220;reserviert&#8221;, aber ohne sich die Namen oder irgendetwas zu notieren, während in Baku beim Verkauf die Vorlage des Reisepasses notwendig ist. Am Sonntag weit vor der geplanten Abreise sind wir also sicherheitshalber mit einem Taxi zum Bahnhof gefahren und haben dort gewartet, bis der Schalter geöffnet wurde. Nachdem Martina an der &#8220;Kassa&#8221; gesagt hat, dass wir Hamlet angerufen haben und die Tickets mit der Hand ausgefüllt wurden, fuhren wir wieder nach Sheki, denn wir hatten noch über zwei Stunden Zeit. Die haben wir sinnvoll im gleichen netten Sheki-Seray-Restaurant wie am vorigen Abend verbracht. Schliesslich hat es viele Vorteile, wenn einen die Kellner schon kennen, denn dann wissen sie beispielsweise schon, dass man Bier bevorzugt kalt und nicht aus Gläsern trinkt. (Was insbesondere bei den hiesigen Bieren wie das gängige Xirdalan von besonderer Wichtigkeit ist, da sie einen kleinen Hang zum Schnell-Schal-Werden haben, aber das nur am Rande.)</p>
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		<title>Das große Blubbern</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 09:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit in Aserbaidschan sind definitiv die Schlammvulkane bei Qobustan, die wir ja schon mal in Angriff genommen hatten, aber dann doch irgendwie in Sumgayit gelandet waren. Aber mit unserem Leihwagen sollte es nun kein Problem sein, zu dieser geologischen Besonderheit zu gelangen. Aber was sind überhaupt Schlammvulkane? Sie sind keine Vulkane im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit in Aserbaidschan sind definitiv die Schlammvulkane bei Qobustan, die wir ja schon mal in Angriff genommen hatten, aber dann doch irgendwie in Sumgayit gelandet waren. Aber mit unserem Leihwagen sollte es nun kein Problem sein, zu dieser geologischen Besonderheit zu gelangen. Aber was sind überhaupt Schlammvulkane? Sie sind keine Vulkane im eigentlichen Sinne, sie speien vielmehr graue Blubber-Blasen, sind kühl und entstehen aus unterirdischen Gasvorkommen. Das Gas wird durch geologische Faltungsprozesse zusammengepresst und besteht zu mindestens 90 Prozent aus Methan. Es ist deshalb leicht entzündlich und so kann es auch mal vorkommen, dass die Schlammvulkane wie ihre Magma speienden Brüder, richtige Flammen in den Himmel schiessen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-558" title="Schlammvulkane" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0885-300x200.jpg" alt="Schlammvulkan" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-559" title="Qobustan" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0900-300x200.jpg" alt="Qobustan" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wir fuhren also nach Qobustan und gingen irgendwie davon aus, dass die Dinger leicht zu finden sind, wir hatten schliesslich eine Wegbeschreibung im Reiseführer und von einem Ortskundigen, da kann doch eigentlich nichts schief gehen &#8211; denkt man. Und obwohl es GPS-Koordinaten im Reiseführer gibt, haben wir das GPS-Gerät schlauer Weise in Baku gelassen, das wäre nun auch zu einfach und wenig aserbaidschanisch. Aber selbst damit hätten wir immer noch das Problem gehabt, einen befahrbaren Weg dorthin zu finden, denn das war das wirkliche Abenteuer. <span id="more-554"></span> Zum Glück hatten wir mit Birgits Freund einen guten Fahrer, der hier als Mann so richtig auf seine Kosten kam und ein SUV, das auch durch Schlamm schlittern kann. Obwohl wir mit dem Hyndai Tucson auch einige Male aufgesetzt sind, also mehr Bodenfreiheit wäre durchaus wünschenswert bei diesem Modell. Nachdem wir einige Wege ausprobiert hatten und verschiedene Leute, auch Taxifahrer nach dem Weg gefragt haben, haben wir letztlich einen der Taxifahrer eingepackt und uns von ihm zu den Schlammvulkanen lotsen lassen. Leider kannte er auch keinen richtigen Weg und so wurde die Geländegängigkeit des Hyundais auf eine harte Probe gestellt, so das selbst ein hartgesottener aserbaidschanischer Taxifahrer sichtlich Mitleid mit dem Auto hatte. Auf meine Frage, wo er denn mit seinem Lada langgefahren wäre, meinte er, einen anderen Weg über die Strasse in Richtung Älet &#8211; Aha! Irgendwann kamen wir aber dennoch bei einer Gruppe Schlammvulkanen auf einem Hügel an und irgendwie sind diese, vor sich hin sabbernden und blubbernden Schlammvulkane echt niedlich.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-561" title="Hyundai Tucson" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0879-300x200.jpg" alt="Hyundai Tucson" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-562" title="Schlammvulkan bei Qobustan" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/img_0897-300x200.jpg" alt="Schlammvulkan bei Qobustan" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir mindestens einmal in alle Blubberlöcher geguckt hatten und sich ein guter Meter Schlamm unter unseren Schuhen angesammelt hatte, sind wir zurück nach Qobustan gefahren, haben unseren Taxifahrer wieder an seinem Taxistand abgesetzt und sind weiter Richtung Shirvan-Nationalpark gefahren.  Wenn Birgits Freund schon in Aserbaidschan ist, muss er auch die Kropfgazellen sehen und das haben wir auch. Aber leider waren keine Flamingos, Pelikane oder anderen spektakulären Vögel am Aussichtspunkt im Shirvan, aber dafür lief uns gleich am Anfang ein Halsband-Frankolin-Pärchen vors Auto. Wir sahen auch noch eine Steppenweihe und einen Adlerbussard, was Birgits Freund nun aber weniger vom Hocker gerissen hat. Gut dafür hatte er ja auch ein Off-Road-Abenteuer, dafür lohnt sich eine Reise nach Aserbaidschan allemal.</p>
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		<title>Reiten am Shadag und SUV fahren</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 08:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
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		<description><![CDATA[Laut dem Lonely Planet und Trescher Reiseführer gehört eine Reittour im &#8220;Umfeld des Shadag-Massivs, dessen vergletschter Gipfel mit 4243 Metern der zweithöchste im Land ist&#8230; zu den Höhepunkten einer Reise nach Aserbaidschan&#8220;. Na das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Und weil die Bergdörfer nur mit einem Jeep zu erreichen sind, haben wir für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Laut dem Lonely Planet und Trescher Reiseführer gehört eine Reittour im &#8220;<em>Umfeld des Shadag-Massivs, dessen vergletschter Gipfel mit 4243 Metern der zweithöchste im Land ist&#8230; zu den Höhepunkten einer Reise nach Aserbaidschan</em>&#8220;. Na das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Und weil die Bergdörfer nur mit einem Jeep zu erreichen sind, haben wir für die Tour ein Auto gemietet. Also einen Hyundai Tucson &#8211; ja, ich geb es zu, es ist ein SUV (Sport Utility Vehicle) und was hab ich über diese Autos geschimpft, aber einen Lada Niva auszuleihen ist halt auch bedeutend schwieriger hierzulande. Und ich muss sagen, dass ich nun die Aserbaidschaner mit ihrer Affinität zu SUV´s besser verstehen kann, denn diese Mischung aus Familienvan mit sehr viel Komfort und gleichzeitiger Geländegängigkeit macht in diesem Land durchaus Sinn. Und bei einem Benzinpreis von 60 Cent/Liter braucht sich auch niemand ernsthafte Gedanken ums Spritsparen zu machen. Man braucht auch einfach einen Jeep, wenn man Baku und die drei Hauptstrassen nach Norden, Westen und Süden verlassen will oder muss.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-542" title="Reiten am Shadag" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-135-300x200.jpg" alt="Reiten am Shadag" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-543" title="Hyundai Tucson" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-144-300x200.jpg" alt="Hyundai Tucson" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">In den Bergdörfern stehen natürlich nach wie vor, vor jedem Haus Lada Nivas, aber ich denke, wenn die Leute mehr Geld hätten, würden sie auch lieber einen Toyota Land Cruiser Prado oder was auch immer fahren wollen.  Nun gut, wir sind also mit dieser wuchtigen Riesenkarre zuerst nach Sumgayit gefahren, um Birgits Freund die verseuchteste Stadt der Welt zu zeigen, den &#8220;postindustriellen Albtraum&#8221; Aserbaidschans. Die verlassenen Fabrikanlagen sind ja wohl auch ein Highlight von Aserbaidschan, dass man gesehen haben muss. <span id="more-529"></span>Nur leider sind wir in die Stadt eingebogen und an der Strandpromenade entlang gefahren, nicht wissend, dass man den besten Blick von der Hauptstrasse hat, so sind wir um die wirklich krassen Anblicke gekonnt drumherum gefahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-535" title="Sumgayit_Strandpromenade" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-017-300x200.jpg" alt="Sumgayit_Strandpromenade" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-536" title="Sumgayit" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-024-300x200.jpg" alt="Sumgayit" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Naja man kann nicht alles haben, das nächste Ziel waren die Candy Mountains und der Besh Barmag, bevor wir weiter Richtung Qusar und zu unserem wirklichen Ziel, dem &#8220;Königsberg&#8221; Shadag fuhren. Von Quasar führt ein 40 km langer Weg entlang des Qusarcay-Flusses zum Dorf Laza, das auf einer Höhe von 1850  Metern liegt. Der Weg dorthin ist schon ein kleines Off-Road-Abenteuer, zum Glück war es schon dunkel und so konnten wir nicht sehen, wie steil es neben dem Weg bergab ging. Dort angekommen fragten wir den erstbesten Herren, der alt genug aussah, um wahrscheinlich Russisch sprechen zu können. Und er bat uns auch gleich ein Zimmer für eine Übernachtung, Abendessen, Frühstück und Dusche für 50 Manat an.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wussten, dass der Preis viel zu hoch ist, hatten aber keine Lust zu verhandeln. Dafür gab es nach meinen Geschmack das beste Essen, was ich jeh in Aserbaidschan zu mir nahm (Bratkartoffeln mit Bouletten) und eine kuschelig warme Stube. Er konnte uns auch drei Pferde für den nächsten Tag und seinen Sohn als Führer anbieten. Wenigstens haben wir den Preis für die Pferde von 100 auf 70 Manat runterhandeln können. Aber dafür hat auch alles reibungslos geklappt, die Dusche war morgens angeheizt, das Frühstück kam pünktlich und die Pferde standen tatsächlich um kurz nach neun bereit. Unser Guide ging zu Fuss, worüber ich  mich erst gewundert habe, aber gut, er war auch bedeutend schneller als wir zu Pferd. Er führte uns auf einem schmalen, steinigen Weg noch höher in die Berge, über einen Kamm und ins nächste Dorf Sudur. Spannend fand ich vor allem, dass hier oben auf 2000 Meter Höhe nicht nur Heu für den Winter gewonnen wird, sondern auch Ackerbau, wenn auch auf kleinen Flächen betrieben wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-548" title="Laza" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-082-300x200.jpg" alt="Laza" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-549" title="Sudur" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/11/laza-122-300x200.jpg" alt="Sudur" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">In Sudur konnten wir bei einem Freund unseres Führers einkehren, Tee trinken, Brot und Dolma essen. Die Männer leerten noch zwei Wodkaflaschen, während wir draussen warteten und uns fragten, was die da eigentlich so lange machen. Wir wollten noch am selben Tag zurück nach Baku fahren und hatten es entsprechend etwas eilig. Aber bald ging es auch schon weiter bzw. zurück, denn leider sind wir auf dem gleichen Weg zurück geritten, was ich eigentlich gar nicht mag. Aber andererseits war ich auch so glücklich mal wieder auf einem Pferderücken zu sitzen und gleichzeitig ein grandioses Bergpanorama geniessen zu können, dass es mir relativ schnuppe war, wo wir langreiten. Also ich kann nur bestätigen, dass eine Reittour am Shadag ein absolutes Highlight ist. Ich hoffe, dass wir dort noch einmal hinkommen und besser etwas länger, damit wir auch mehr Zeit für Vogelbeobachtungen haben.</p>
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		<title>Vogelzählung auf Aserbaidschanisch</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 17:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir fast alle IBA`s digitalisiert haben und auch langsam die Saison beginnt, die Zugvögel am Kaspischen Meer zu zählen, war heute unser erster &#8220;richtiger&#8221; Birdwatchingday. Wie uns Dr. Elchin Sultanov von AOS empfohlen hat, sind wir zur Artyom-Halbinsel gefahren, um dort in den Buchten nach Zugvögel Ausschau zu halten.  Die Insel Artyom ist laut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem wir fast alle IBA`s digitalisiert haben und auch langsam die Saison beginnt, die Zugvögel am Kaspischen Meer zu zählen, war heute unser erster &#8220;richtiger&#8221; Birdwatchingday. Wie uns Dr. Elchin Sultanov von <a href="http://www.aos.az/eng/index.php" target="_blank">AOS</a> empfohlen hat, sind wir zur Artyom-Halbinsel gefahren, um dort in den Buchten nach Zugvögel Ausschau zu halten.  Die Insel Artyom ist laut dem Trescher-Reiseführer ein: &#8220;<em>trostloses Stück Land,&#8230; umringt von uninspirierten Wohnblöcken&#8230; Ölfeldern und Flüchtlingssiedlungen&#8230;</em>&#8221; Tja, besser kann man diesen gottverlassenen Ort auch nicht beschreiben und Vögel gucken, stellt man sich ja irgendwie anders vor, in unberührter Natur oder sowas in der Art zumindest. Aber da wir uns schon seelisch und moralisch gut auf eine ölfverschmierte Industrielandschaft vorbereitet haben, wurden wir relativ positiv überrascht. <span id="more-505"></span></p>
<p style="text-align: justify;">An unserem ersten Halt waren leider nur unzählige Blessrallen (<em>Fulica atra</em>) und der Wind versuchte unser Spektiv wegzupusten, so dass wir ersteinmal in einem Restaurant einkehrten, um uns an Chay aufzuwärmen. Während wir frühstückten hing man, einen bereits aus der Decke geschlagenen, Hammel direkt neben uns auf, um ihn auzunehmen und in wohlproportionierte Teile zu schneiden, wie gut, dass wir keine Vegetarier sind. Gleichzeitig flog der Hubschreiber ziemlich dicht über unseren Köpfen, der die Öl-Arbeiter regelmäßig zur weltweit einzigen Stadt auf Stelzen, Neft Daschlari bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir machten uns dann auf den Weg Richtung Strand, wieder nur Blessrallen, aber gut, wir begannen sie zu zählen und kamen auf über 800 allein an dieser Stelle.  Ansonsten tummelten sich noch 22 Kormorane (<em>Phalacrocorax spec.</em>),  19 Tafelenten (<em>Aythya ferina</em>), zwei Schnatterenten (<em>Anas strepera</em>), eine vereinsamte Rostgans (<em>Tadorna ferruginea</em>) sowie diverse Reiher und Möwen in der Bucht. Am Ufer waren Bachstelzen und Haubenlerchen unterwegs, drei Stieglitze liessen sich sehen und ein (wahrscheinlich) Rötelfalke jagte über die Ebene. Wir gingen weiter Richtung Norden, um an anderer Stelle unser Spektiv aufzustellen und zählten nochmals über 400 Blessrallen und neun Silberreiher (<em>Egretta alba</em>). So langsam dachte ich, könnte uns mal was spannenderes vor die Linse laufen, schwimmen oder fliegen und tatsächlich als wir weitergingen &#8211; endlich ein paar Limis!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben flugs unser Spektiv aufgebaut und tatsächlich waren da einige Strandläufer und Regenpfeifer. Aber während wir noch rätselten, ob es sich wohl um Sandregenpfeifer handelte, gesellte sich ein Trupp Soldaten hinzu. Uns war nicht klar, dass wir auf einem Militärgelände waren und erklärten, dass wir nur nach Vögel gucken wollen. Irgendwie fanden dann wohl alle Beteiligten die Situation ziemlich lustig, denn auch die Soldaten mussten schmunzeln bis lachen, als einer von ihnen durch unser Spektiv schaute und seinen Kumpanen bestätigen konnte, dass wir tatsächlich kleine niedliche Vögel fokussiert hatten.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-510" title="Birdwatching_Artyom" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn9154-300x225.jpg" alt="Birdwatching_Artyom" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-512" title="Artyom_Birdwatching" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0689-300x200.jpg" alt="Artyom_Birdwatching" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Nach dieser ersten illustren  Vorhut kamen weitere Soldaten mit einem wichtig dreinblickenden Herrn, der uns wieder fragte, was wir hier zu suchen hätten. Wieder unsere Erklärung in Russisch und in Zeichensprache, dass wir nur Vögel gucken, aber er wollte sich nicht davon überzeugen lassen, dass man kleine niedliche Limis sieht, wenn man durchs Spektiv schaut und bezichtigte uns der Militärspionage. Schliesslich gäbe es hier eine Rakete und überhaupt, wo wir denn herkommen würden usw., unnötig zu erwähnen, wie unglaubhaft &#8220;zu Fuss&#8221; in Aserbaidschan ist. Auf meine Frage, wo wir denn nun weiter langgehen dürften, meinte er, nirgendwo hin, wir müssten hier warten, wahrscheinlich auf einen noch wichtiger dreinblickenden Soldaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das wurde mir langsam zu blöd und ich rief Elchin an, schilderte ihm kurz die Sitation und gab das Telefon weiter an den wichtigen Soldaten. Nach einem kurzen Gespräch in seiner Landessprache gab er uns lächelnd das Telefon wieder, zeigte uns den Rückweg und verabschiedete uns freundlich, er sagt sogar &#8220;<em>cpacibo</em>&#8220;. Wir wissen bisher noch nicht, was Elchin gesagt hat, aber es hat gewirkt und wir konnten abziehen. Puh, wir hatten auch eigentlich wenig Lust, Zeit auf einem Polizeirevier zu verbringen, um zu Protokoll zu geben, dass wir Vögel beobachtet haben. Zum Glück hat der wichtige Mann meine Kamera und das GPS-Gerät nicht gesehen, denn fotografieren kann man in Aserbaidschan nur schöne Dinge. Fotographiert man Industrie-, Öl- oder was auch immer-Anlagen riskiert man einen Ausflug zur Polizei und dann kommt man noch am Besten weg, wenn man seine Bilder löscht &#8211; seltsames Absur&#8230; äh Aserbaidschan! Nun denn, wir haben noch die ca. 1500 Blessrallen auf der anderen Seite gezählt, vor welchen wir uns am Anfang gedrückt hatten und fuhren erleichtert nach Hause.</p>
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		<title>Herbst in Aserbaidschan</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 11:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Waldnutzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir letztes Wochenende noch mal Sommer pur am Kaspi geniessen konnten, war unser letzter Wochenendausflug nach Ismailly absolut herbstlicher Natur. Freitag abend machten wir uns in nordwestlicher Richtung mit einer Mashrutka auf den Weg nach Ismailly, um dort eine Peace Corperin zu besuchen. &#8220;Wir&#8221; heisst, unsere gesamte WG, zurzeit bestehend aus vier Deutschen, eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem wir letztes Wochenende noch mal Sommer pur am Kaspi geniessen konnten, war unser letzter Wochenendausflug nach Ismailly absolut herbstlicher Natur. Freitag abend machten wir uns in nordwestlicher Richtung mit einer Mashrutka auf den Weg nach Ismailly, um dort eine <a href="http://www.peacecorps.gov/" target="_blank">Peace Corperin </a>zu besuchen. &#8220;Wir&#8221; heisst, unsere gesamte WG, zurzeit bestehend aus vier Deutschen, eine junge Couchsurferin, welche allein von Shanghai quer durch Asien nach Baku gereist ist und weiter nach Georgien, Turkei und dann nach Deutschland ziehen will und einem Franzosen, der in Baku franzoesisch lehrt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einem netten Abend mit reichlich Bier schauten wir uns am Samstag das Doerfchen Ivanovka an, in welchem es die letzte Kolchose Aserbaidschans geben soll. Dorthin gelangten wir natuerlich mit einem Taxi und nun die ultimative Frage: Wieviel Leute passen in einen лада жигули 2102 (Lada Kombi)? Inklusive Fahrer koennen sich sieben Passagiere reinquetschen. Dabei war es uns aber nicht erlaubt im Kofferraum zu sitzen, gut, dafuer hatten unsere Rucksaecke wenigstens ausreichend Platz. Da der Fahrer uebermaessig viel Angst vor der Polizei hatte, musste sich die Kleinste von uns (das war diesmal nicht ich!) bei Gefahr verstecken. Laut dem Fahrer wuerde es 20 &#8220;Rubel Straff&#8221; kosten, spaeter sogar 40 oder 50 &#8220;Rubel&#8221;, je nach Situation und Moeglichkeit den Fahrpreis zu erhoehen, was bei uns aserbaidschan-Erfahrenen aber nicht funktionierte. Uebrigens hatte ein anderer Taxifahrer ueberhaupt keine Angt vor Polizeikontrollen und wir auch nicht. Hallo?! Die Einheimischen fahren immer mit ueberfuellten Ladas rum.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-469" title="Ismailly" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0519-300x200.jpg" alt="Ismailly" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-470" title="Ivanovka" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0491-300x200.jpg" alt="Ivanovka" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Das unbeugsame Kolchosen-Dorf war weniger spektakulaer als erwartet und man konnte dort nicht mal den beruehmten Ivanovka-Kaese oder -Wein kaufen. Auffaellig waren allein die riesigen Ackerschlaege rund um das Dorf, ein Anblick, den besonders wir &#8220;Ossis&#8221; aus LPG-Zeiten kennen. Nach einer erfolgreichen Flucht vor einer illustren russischen Runde mit betrunkenen Maennern, die leider alle Klischees erfuellten und uns unbedingt einladen wollten, mit ihrem ohnehin schon ueberfuellten Bus mitzufahren, gingen wir zu Fuss zurueck nach Ismailly. <span id="more-465"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Gastgeberin hat am Abend ihr rationiertes Wasser mit einem Ofen fuer uns erhitzt und wir nahmen alle eine absolut notwendige Dusche. Meine Frage, warum es nur in der Nacht Wasser gaebe, waehrend es an anderen Stellen verschwendet wird, wurde von den anderen mit einem mueden bis genervten: &#8220;Mann, wir sind in Aserbaidschan!&#8221; beantwortet. Stimmt, hier sollte man sich das viele Nachfragen abgewoehnen.  Am Sonntag morgen trafen wir unseren Polizei-Fuerchtigen Taxifahrer zufaellig wieder und liessen uns von ihm ins nette Berg-Doerfchen Lahic bringen. Dort angekommen, brachten wir einen Teil unseres Gepaeckes in der Touristeninfo unter und wanderten los, um ein Castle, Wasserfall oder was auch immer anzuschaun. Mir wars egal, ich war einfach froh zu wandern und erfreute mich an der herbstlichen Berglandschaft.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-483" title="Lahic" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0665-300x200.jpg" alt="Lahic" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-487" title="Herbst" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0644-300x200.jpg" alt="Herbst" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wir hatten von der Touri-Info eine Schwarz-Weiss-Kopie einer topographischen Karte sowie unsere sehr grobe Autokarte von Aserbaidschan dabei und wie immer lag mein Kompass  in sicherer Vewahrung in Baku. So raetselten wir schon am Dorfausgang, welcher der richtige Weg sein mochte. Wir entschieden uns, ein Flussbett nach oben zu gehen, um dann irgendwann logischerweise zu dem Wasserfall zu kommen. Diese Entscheidung wurde von einem Hinweis-Schild mit dem rechten Weg zum &#8220;Garden of Paradise&#8221; noch bekraeftigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Weg war steinig, aber wir suchten ja gerade die Herausforderung und ich kann nicht genug meine Meindl-Wanderschuhe loben. Jedoch war auch unser Franzose mit seinen Chucks erstaunlich gut unterwegs und sprang gazellengleich ueber Steine und Baeche. Absolut unverstaendlich blieb mir jedoch wie man hier mit Esel oder Pferd Holz von den Gipfeln der Berge holen kann und vor allem warum pflanzt man keinen Wald in Dorfnaehe an? Jaja, keine Fragen stellen! Trotzdem verdienen die Menschen und Packesel von Lahic unseren Respekt fuer ihre taegliche Leistung das Dorf mit Feuer- und Bauholz zu versorgen und in einpaar Jahren wird es dort ohnehin keinen Wald mehr geben. Vielleicht wird Lahic dann auch mit Gas versorgt, welches abenteuerlich durch die Berge verlegt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer weiss, wir durchquerten jedenfalls die Anhoehe mit Birken, Pappeln und Buchen, welche fleissig gerodet werden und konnten einen Sattel zwischen zwei felsigen Gipfeln sehen. Nach einiger Diskussion, ob man den gleichen Weg zurueck geht oder es ueber den Sattel versucht, um auf der anderen Seite runterzugehen (ich hasse es, den gleichen Weg zurueckzugehen!), entschieden wir uns mehr oder weniger demokratisch fuer den weiteren Aufstieg. Die Aussicht war grandios, aber leider ging es ca. 20 m vor dem Sattel nicht weiter, sehr aergerlich.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-494" title="Holzversorgung in Lahic" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0658-300x200.jpg" alt="Holzversorgung in Lahic" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-493" title="am Sattel" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/img_0656-300x200.jpg" alt="am Sattel" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aber unsere tapferen Vorkletterer, welche sich eigentlich wie Steinboecke am Berg bewegen konnten, kamen mit der Nachricht zurueck, das man keinen Halt finden kann, weil die Steine einfach zerbroeseln und null Halt geben. Nicht ganz unproblematisch waren auch die unkontrolliert runterpurzelnden Steine fuer uns Nachruecker und so entschieden wir uns fuer den geordneten Rueckzug, nicht zuletzt weil wir noch gern im Hellen wieder in Lahic sein wollten. Wir schafften es auch kurz vor Sonnenuntergang wieder im Dorf zu sein. Weil es keine Taxis oder andere Moeglichkeiten gab, nach Ismailly zurueck zufahren, riefen wir unseren Stammtaxifahrer an. Er holte uns auch tatsaechlich ab, aber bis er im Dorf war, hatten wir endlich die Gelegenheit etwas zu essen. Bei Anbruch der Dunkelheit fuhren wir dann nach Ismailly und von dort fuhren wir mit einem anderen Taxi (oder sowas in der Art, aber das ist eine andere Geschichte) nach Baku zurueck. Aber halt, ein kleines Detail unseres Ausfluges darf ich nicht verschweigen. Natuerlich zeigte uns der Taxifahrer an der Raststelle in Shamakhi noch den armen Baeren im Kaefig,  der eine gewisse traurige Beruehmtheit in Aserbaidschan erlangt hat.</p>
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		<title>Absheron Nationalpark</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 15:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninett Hirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Absheron Nationalpark]]></category>
		<category><![CDATA[Baku]]></category>
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		<category><![CDATA[Kormoran]]></category>
		<category><![CDATA[Sandregenpfeifer]]></category>
		<category><![CDATA[Würfelnatter]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern haben Birgit und ich unsere  aserbaidschanische Nationalparktour fortgeführt und waren an der Nehrungsküste Absheron, östlich von Baku. Dieser Nationalpark wurde 2005 gegründet und ist der kleinste in Aserbaidschan &#8211; klein, aber fein. Obwohl ich schon darum gebeten worden bin, doch mal wieder was positives über Aserbaidschan zu schreiben, muss ich mich nach diesem Sonntagsausflug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern haben Birgit und ich unsere  aserbaidschanische Nationalparktour fortgeführt und waren an der Nehrungsküste Absheron, östlich von Baku. Dieser Nationalpark wurde 2005 gegründet und ist der kleinste in Aserbaidschan &#8211; klein, aber fein. Obwohl ich schon darum gebeten worden bin, doch mal wieder was positives über Aserbaidschan zu schreiben, muss ich mich nach diesem Sonntagsausflug nicht mal der Beeinflussung bezichtigen lassen. Ich kann tatsächlich mit Fug und Recht behaupten, dass diese ehemalige Sperrzone im Südost-Zipfel der Absheron-Halbinsel ein schöner Flecken Erde ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-430" title="Absheron Nationalpark " src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/absheron1-300x200.jpg" alt="Absheron Nationalpark " width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-431" title="Heuschrecke" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/heuschrecke-300x200.jpg" alt="Heuschrecke" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aber ersteinmal, wie kommt man dahin? Wir fuhren mit der U-Bahn zur Metrostation Azis Beyov, um von dort einen Bus nach Zirya zu nehmen, ein kleiner Ort, ca. 40 km von Baku entfernt, um dann mit dem Taxi weitere 8 km durch karges Land zu überwinden.  Der Taxifahrer wusste natürlich weder, was ein &#8220;Milli Parki&#8221; ist, noch wo das sein könnte, zum Glück gibt es kaum Möglichkeiten sich zu verfahren. Anscheinend hegen nicht so viele den Wunsch, von Zirya zum Nationalpark gebracht zu werden, wir waren auch die einzigen Gäste an diesem herrlichen Sonntag. Hat man jedenfalls am  Eingangstor (natürlich wieder im sozialistischen Stil errichtet) sein Bilet bezahlt, kann man endlich einen traumhaften Strand betreten und sich ein wahrlich erfrischendes Bad im Kaspischen Meer gönnen. <span id="more-420"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Weit in der Ferne kann man dabei Baku in einer Smogglocke ausmachen und hier etwas Ruhe von all dem Hupen, Chaos und der schrecklichen Luft geniessen.  Zu sehen gab es ersteinmal nicht so viel aufregendes, einpaar Bachstelzen, Seidenreiher und Kormorane. Jaja, ich weiss, ich bin ja jetzt <a href="http://www.nabu.de/kormoranfreunde/kormoran-freunde.php" target="_blank">Kormoranfreund</a> und sollte mich entsprechend mehr darüber freuen, welche zu sehen. Aber wir haben natürlich mit spannderen Vogelarten und mindestens ein paar Kaspirobben gerechnet. Wir wollten schliesslich nicht umsonst das Spektiv mitgeschleppt haben und uns deswegen noch mehr angaffen lassen als sonst. Aber wir wurden auch entlohnt, denn als wir uns auf den Weg zur Nehrungsspitze machten, liess sich ein Trupp von ca. 10 Sandregenpfeifer vor uns nieder. Wir konnten sie in aller Ruhe beobachten und trieben sie noch eine Weile vor uns her. Eine Kaspirobbe haben wir auch gesehen, aber leider nur noch den hinteren angefressenen Teil. Man kann nicht alles haben, dafür haben wir eine ziemlich große Würfelnatter gesehen.</p>
<p style="text-align: justify;">An der Nehrungsspitze angekommen, mussten wir eigentlich auch schon bald zurück, um zur verabredeten Zeit wieder am Tor zu sein und uns vom Taxifahrer wieder nach Zirya bringen zu lassen. Aber ersteinmal stellten wir das Spektiv auf, um auf der vorgelagerten Sandinsel Kaspirobben, möglichst noch lebend zu beobachten, konnten aber leider keine entdecken. Dafür sahen wir ein paar Löffelenten und einen riesigen Schwarm Tafelenten. Jetzt wo es spannend wurde, mussten wir natürlich umkehren und gingen im Stechschritt die ca. 6 km zum Eingangstor zurück. Unterbrochen wurde der Weg durch einen See, den man wegen dem Schlamm nicht durchwaten konnte und so mussten wir noch einen relativ großen Umweg machen. So langsam wurden wir auch etwas panisch, unseren Taxifahrer zu verpassen, natürlich waren auch unsere Handyakkus leer, wenn schon, denn schon. Aber mit deutscher Pünktlichkeit erreichten wir doch noch genau um fünf Uhr das Tor und machten uns auf den ca. dreistündigen Rückweg nach Baku. Damit ging ein schöner Tag am Meer mit ziemlich verbrutzelter Haut zu Ende.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-440" title="Absheron" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/absheron2-300x200.jpg" alt="Absheron" width="300" height="200" /><img class="alignright size-medium wp-image-451" title="Baden im Kaspi" src="http://blog.ff-vita.de/wp-content/uploads/2009/10/dscn8952-300x225.jpg" alt="Baden im Kaspi" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Der EeePC 1005 HA-H ist da&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 07:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstattung]]></category>
		<category><![CDATA[Eee PC]]></category>
		<category><![CDATA[Kartierung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;oder des Mannes neues Spielzeug. Na wie man den frischen FF vita &#8211; Zuwachs auch immer nennen möchte (für Namensvorschläge bin ich immer dankbar), er wurde wie bestimmt viele andere seiner Art, vom Postboten gebracht. Zwar nicht traditionell durch den Schornstein, sondern durch die Vordertür, aber ich denke dies war dem übermenschlichen Arbeitspensum geschuldet, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;oder des Mannes neues Spielzeug. Na wie man den frischen FF vita &#8211; Zuwachs auch immer nennen möchte (für Namensvorschläge bin ich immer dankbar), er wurde wie bestimmt viele andere seiner Art, vom Postboten gebracht. Zwar nicht traditionell durch den Schornstein, sondern durch die Vordertür, aber ich denke dies war dem übermenschlichen Arbeitspensum geschuldet, dass so ein Paktebote in Zeiten des Internetversands zu bewerkstelligen hat.  Jetzt ist er da, kaum größer als DIN A5 kommt er daher und begeistert durch eine Vielzahl technischer Spielereien und Möglichkeiten.</p>
<p>Ich bin ganz sicher kein PC-Experte und sollte mich daher mit einer rein technischen Interpretation der Komponenten fein zurück halten, dennoch bin ich jahrelanger Computernutzer und erkenne was Spaß macht und was nicht. Er macht Spaß! Und zwar viel und ausdauernd. Der Akku hat bereits nach dem ersten Laden gut und gerne neun Stunden ausgehalten ohne zu mucken. Auch ist das Teil im direkten Vergleich schneller am Start als mein &#8220;großer&#8221;, der immerhin mit einem modernen QuadCore Prozessor und reichlich Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Schaut man sich das Gehäuse an findet man allerhand Anschlüsse, die dem uneingeschränkten mobilen Einsatz ganz sicher zuträglich sein werden. Schließlich wurde das Gerät nicht nur zum Zeitvertreib angeschafft, sondern es soll eine Investition in die Zukunft unserer Selbständigkeit darstellen.</p>
<p>Jetzt geht der Kleine erstmal auf Wanderschaft. Wie jeder Zögling großer Familien soll auch er die Welt bereisen, Erfahrungen sammeln und Patina ansetzen. So sende ich ihn zu meiner werten Geschäftspartnerin, die gerade bemüht ist einen kleinen Beitrag zur Rettung der aserbaidschanischen Vogelwelt zu leisten. Sie weilt, wie sie ja bereits beschrieben hat in der dreckigsten Stadt der Welt: in Baku. Ich habe ihn hier mit allen nützlich Programmen ausgestattet, so dass er dann vor Ort direkt einsatzbereit ist. Vielleicht schickt er ja mal ne ecard aus der Ferne&#8230;wer weiß.</p>
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