FF-vita Blog

Landschaftsnutzung und Naturschutz

Archiv: Oktober 2009

Karte von Aserbaidschan

Wo wir in Aserbaidschan waren:

map azerbaijan

Unsere Fortbewegungsmittel waren dabei so vielfältig wie die Landschaft Aserbaidschans: Bus, Mashrutka, Metro, Zug, Taxi, Jeep und Pferd.

Yeni AvtovogzalSheki TaxiBesh BarmagOpel Frontera

Reiten LazaZug Aserbaidschan

Vogelzählung auf Aserbaidschanisch

Nachdem wir fast alle IBA`s digitalisiert haben und auch langsam die Saison beginnt, die Zugvögel am Kaspischen Meer zu zählen, war heute unser erster “richtiger” Birdwatchingday. Wie uns Dr. Elchin Sultanov von AOS empfohlen hat, sind wir zur Artyom-Halbinsel gefahren, um dort in den Buchten nach Zugvögel Ausschau zu halten.  Die Insel Artyom ist laut dem Trescher-Reiseführer ein: “trostloses Stück Land,… umringt von uninspirierten Wohnblöcken… Ölfeldern und Flüchtlingssiedlungen…” Tja, besser kann man diesen gottverlassenen Ort auch nicht beschreiben und Vögel gucken, stellt man sich ja irgendwie anders vor, in unberührter Natur oder sowas in der Art zumindest. Aber da wir uns schon seelisch und moralisch gut auf eine ölfverschmierte Industrielandschaft vorbereitet haben, wurden wir relativ positiv überrascht. weiterlesen… »

Herbst in Aserbaidschan

Nachdem wir letztes Wochenende noch mal Sommer pur am Kaspi geniessen konnten, war unser letzter Wochenendausflug nach Ismailly absolut herbstlicher Natur. Freitag abend machten wir uns in nordwestlicher Richtung mit einer Mashrutka auf den Weg nach Ismailly, um dort eine Peace Corperin zu besuchen. “Wir” heisst, unsere gesamte WG, zurzeit bestehend aus vier Deutschen, eine junge Couchsurferin, welche allein von Shanghai quer durch Asien nach Baku gereist ist und weiter nach Georgien, Turkei und dann nach Deutschland ziehen will und einem Franzosen, der in Baku franzoesisch lehrt.

Nach einem netten Abend mit reichlich Bier schauten wir uns am Samstag das Doerfchen Ivanovka an, in welchem es die letzte Kolchose Aserbaidschans geben soll. Dorthin gelangten wir natuerlich mit einem Taxi und nun die ultimative Frage: Wieviel Leute passen in einen лада жигули 2102 (Lada Kombi)? Inklusive Fahrer koennen sich sieben Passagiere reinquetschen. Dabei war es uns aber nicht erlaubt im Kofferraum zu sitzen, gut, dafuer hatten unsere Rucksaecke wenigstens ausreichend Platz. Da der Fahrer uebermaessig viel Angst vor der Polizei hatte, musste sich die Kleinste von uns (das war diesmal nicht ich!) bei Gefahr verstecken. Laut dem Fahrer wuerde es 20 “Rubel Straff” kosten, spaeter sogar 40 oder 50 “Rubel”, je nach Situation und Moeglichkeit den Fahrpreis zu erhoehen, was bei uns aserbaidschan-Erfahrenen aber nicht funktionierte. Uebrigens hatte ein anderer Taxifahrer ueberhaupt keine Angt vor Polizeikontrollen und wir auch nicht. Hallo?! Die Einheimischen fahren immer mit ueberfuellten Ladas rum.

IsmaillyIvanovka

Das unbeugsame Kolchosen-Dorf war weniger spektakulaer als erwartet und man konnte dort nicht mal den beruehmten Ivanovka-Kaese oder -Wein kaufen. Auffaellig waren allein die riesigen Ackerschlaege rund um das Dorf, ein Anblick, den besonders wir “Ossis” aus LPG-Zeiten kennen. Nach einer erfolgreichen Flucht vor einer illustren russischen Runde mit betrunkenen Maennern, die leider alle Klischees erfuellten und uns unbedingt einladen wollten, mit ihrem ohnehin schon ueberfuellten Bus mitzufahren, gingen wir zu Fuss zurueck nach Ismailly. weiterlesen… »

Absheron Nationalpark

Gestern haben Birgit und ich unsere  aserbaidschanische Nationalparktour fortgeführt und waren an der Nehrungsküste Absheron, östlich von Baku. Dieser Nationalpark wurde 2005 gegründet und ist der kleinste in Aserbaidschan – klein, aber fein. Obwohl ich schon darum gebeten worden bin, doch mal wieder was positives über Aserbaidschan zu schreiben, muss ich mich nach diesem Sonntagsausflug nicht mal der Beeinflussung bezichtigen lassen. Ich kann tatsächlich mit Fug und Recht behaupten, dass diese ehemalige Sperrzone im Südost-Zipfel der Absheron-Halbinsel ein schöner Flecken Erde ist.

Absheron Nationalpark Heuschrecke

Aber ersteinmal, wie kommt man dahin? Wir fuhren mit der U-Bahn zur Metrostation Azis Beyov, um von dort einen Bus nach Zirya zu nehmen, ein kleiner Ort, ca. 40 km von Baku entfernt, um dann mit dem Taxi weitere 8 km durch karges Land zu überwinden.  Der Taxifahrer wusste natürlich weder, was ein “Milli Parki” ist, noch wo das sein könnte, zum Glück gibt es kaum Möglichkeiten sich zu verfahren. Anscheinend hegen nicht so viele den Wunsch, von Zirya zum Nationalpark gebracht zu werden, wir waren auch die einzigen Gäste an diesem herrlichen Sonntag. Hat man jedenfalls am Eingangstor (natürlich wieder im sozialistischen Stil errichtet) sein Bilet bezahlt, kann man endlich einen traumhaften Strand betreten und sich ein wahrlich erfrischendes Bad im Kaspischen Meer gönnen. weiterlesen… »

Der EeePC 1005 HA-H ist da…

…oder des Mannes neues Spielzeug. Na wie man den frischen FF vita – Zuwachs auch immer nennen möchte (für Namensvorschläge bin ich immer dankbar), er wurde wie bestimmt viele andere seiner Art, vom Postboten gebracht. Zwar nicht traditionell durch den Schornstein, sondern durch die Vordertür, aber ich denke dies war dem übermenschlichen Arbeitspensum geschuldet, dass so ein Paktebote in Zeiten des Internetversands zu bewerkstelligen hat.  Jetzt ist er da, kaum größer als DIN A5 kommt er daher und begeistert durch eine Vielzahl technischer Spielereien und Möglichkeiten.

Ich bin ganz sicher kein PC-Experte und sollte mich daher mit einer rein technischen Interpretation der Komponenten fein zurück halten, dennoch bin ich jahrelanger Computernutzer und erkenne was Spaß macht und was nicht. Er macht Spaß! Und zwar viel und ausdauernd. Der Akku hat bereits nach dem ersten Laden gut und gerne neun Stunden ausgehalten ohne zu mucken. Auch ist das Teil im direkten Vergleich schneller am Start als mein “großer”, der immerhin mit einem modernen QuadCore Prozessor und reichlich Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Schaut man sich das Gehäuse an findet man allerhand Anschlüsse, die dem uneingeschränkten mobilen Einsatz ganz sicher zuträglich sein werden. Schließlich wurde das Gerät nicht nur zum Zeitvertreib angeschafft, sondern es soll eine Investition in die Zukunft unserer Selbständigkeit darstellen.

Jetzt geht der Kleine erstmal auf Wanderschaft. Wie jeder Zögling großer Familien soll auch er die Welt bereisen, Erfahrungen sammeln und Patina ansetzen. So sende ich ihn zu meiner werten Geschäftspartnerin, die gerade bemüht ist einen kleinen Beitrag zur Rettung der aserbaidschanischen Vogelwelt zu leisten. Sie weilt, wie sie ja bereits beschrieben hat in der dreckigsten Stadt der Welt: in Baku. Ich habe ihn hier mit allen nützlich Programmen ausgestattet, so dass er dann vor Ort direkt einsatzbereit ist. Vielleicht schickt er ja mal ne ecard aus der Ferne…wer weiß.

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