Ursprünglich wollten wir heute als Sonntagsausflug bei einer organisierten Tour zu den Flüchtlingslagern beim Berg Karabach mitfahren, weil wir auf diese Weise vielleicht die Möglichkeit gehabt hätten, zu den Rötelfalkenkolonien bei Agcabedi zu kommen. Aber da wir keine Rückmeldung erhalten haben, ob denn noch zwei Plätze frei sind, entschieden Martina, Birgit und ich einen Sonntagsausflug zu den Schlammvulkanen bei Qobustan zu machen. Nach der gestrigen Abschiedsparty einer Französin, die wir noch nie in unserem Leben gesehen haben, einigen Bieren, Martini und einem kurzem Abstecher zum “Oktoberfest” im “Paul`s” hatten wir heute morgen einen einigermaßen schummrigen Schädel, kamen aber denoch gegen zehn Uhr los. weiterlesen… »
Nachdem wir gestern tatsaelich das Buero gefunden haben – aehm, wir wurden von einem Mitarbeiter vom Bahnhof abgeholt, wer weiss, wie lange wir sonst… Nun gut, interessanter Weise wurden wir dann von Dr. Elchin Sultanov gefragt, was wir eigentlich bei AOS (Azerbaijan Ornithological Society) machen wollen ??? weiterlesen… »
Ninett Hirsch,
24.09.2009, 15:25 | Abgelegt unter: Allgemeines,Aserbaidschan,Vogelwelt | RSS 2.0 | TB | Tags: AOS, Aserbaidschan, Feuchtgebiete, Greifvogel, GTZ, Limikolen, Ornithologe, Schwarzkehlchen, Seidenreiher, Vogelwelt | Keine Kommentare
Am Sonntag sind wir der Monsterstadt Baku entflohen und haben uns mit einem Bus in Richtung Quba begeben, um gemeinsam mit Micha, unserem Guide auf Zeit (leider reist er am Donnerstag ab) den Berg Besh Barmag (Fuenf-Finger-Berg) zu “besteigen”. Beim NABU als Highlight fuer Ornithologen beschrieben, ist dieser Berg vor allem eine heilige Staette fuer die Einheimischen. Der Busfahrer liess uns an der Strasse direkt am Berg aussteigen. Hier konnte man sich noch mal staerken oder auf die Toilette gehen.


Nach Ueberquerung der Gleise kamen wir durch eine kleine Siedlung, querten noch eine Baustelle einer neuen Pipeline und begannen unseren Aufstieg des Berges vom Osten bzw. der Meerseite aus. weiterlesen… »
Tja, da wir am Freitag unser Buero nicht gefunden haben und Samstag war, nutzten wir die Gelegenheit uns die Stadt Baku anzuschauen. Dafuer hatten wir einen sehr erfahrenen Guide, der seit drei Monaten im Rahmen seines Projektes die Stadt erkundet hat – Micha. Wir sind mit der Seilbahn zur Maertyrerallee hochgefahren und hatten bei der “Ewigen Flamme” den ersten umfassenden Blick ueber diese krasse Stadt. Hochhaeuser so weit das Auge reicht, Bohrtuerme, rostende Schiffe und Kraene im Meer und irgendwo mittendrin im Haeusermeer die ehrwuerdige Altstadt. Das war dann auch unser naechstes Ziel und vom “Maedchenturm” aus hatten wir wieder einen interessanten Blick ueber diese seltsame Mischung aus orientalischem Flair und Hochhaeusern, die in den letzten 10 Jahren aus dem Boden gestampft wurden. Weiter ging es am Hafen, vorbei an einer Art Kirmis zu einem Ausflugsschiff, dass uns vom Wasser aus wieder eine neue Perspektive auf diese ausufernde Stadt und dem Bauwahnsinn eroeffnete. Rauchen ist auf dem Boot sinnvoller Weise verboten, weil sich wohl bei der Entsorgung der Kippe die huebsch schimmernde Wasseroberflaeche entzuenden wuerde. Nach einer groben Abmessung in GoogleEarth hat diese Stadt eine Ost-West-Ausdehnung von mindestens 15 km, obwohl ich auch nicht weiss, wie aktuell die Satellitenbilder sind. Jedenfalls konnte man vom Schiff aus erahnen, wie riesig die Flaeche sein muss, die von diesem stadtplanerischem Monstrum vereinahmt wird.
Alles begann mit einer ziemlich chaotischen Taxifahrt vom Flughafen zur unserer WG hier in Baku. Natuerlich kennen die aserbaidschanischen Taxifahrer keine Strassennamen, ich hatte auch nichts anderes erwartet, aber der aufdringlichste von ihnen wusste angeblich wohin und koenne uns fuer 20 Manat (ca.20 Euro) dorthin bringen, kein Problem. Mit meiner ausgedruckten Google-Map konnte er nichts anfangen, wahrscheinlich hat er zum ersten Mal in seinem Leben eine Stadtkarte gesehen. Nach dem Verlassen des Flughafens hat er dann jemanden angerufen, um nach dem Weg zu fragen und dann direkt den Preis auf 25 Manat erhoeht, weil es schliesslich ziemlich weit waere. Nach einigem Rumirren in der Stadt und dem Fragen vieler Passanten hat er tatsaechlich die Strasse gefunden und ist mitten auf der Kreuzung stehen geblieben. weiterlesen… »