FF-vita Blog

Landschaftsnutzung und Naturschutz

Archiv: August 2009

Konstanten im Leben

Seit ich mit meiner ersten Spiegelreflexkamera, einer Praktica MTL5 auf Pirsch ging und man noch nicht “analoge Spiegelreflex” sagte, sind nunmehr über 14 Jahre vergangen. Für das Fotografieren von Krabbeltieren hat man einfach Zwischenringe verwendet und schwarz-weiß-Filme  noch selbst entwickelt. Danach kam die analoge Nikon F70 mit einem zusätzlichen 300er Teleobjektiv und Nahlinsen, wobei das alte Orwo-Papier bereits im Keller verstaubte. Und nun habe ich mir auch endlich eine digitale Spiegelreflexkamera, die Canon EOS 450D zugelegt, obgleich ich mich jahrelang gegen diese digitale Rumknipserei verwehrt habe. Während früher noch mit Bedacht Fotos gemacht wurden und der spannendste Augenblick das Einlegen des belichteten Fotopapiers im Entwicklerbad war, aber natürlich erst nach Aufbauen und Mischen der Chemikalien sowie Entwickeln des Films, kann man sich heute mit einem Klick anschaun, was man verzapft hat. Krass – aber die Grundprinzipien der Fotografie, das Zusammenspiel von Blendenöffnung und Belichtungszeit, welche die Menge des auf den Film fallenden Lichtes bestimmen, sind auch heute noch gültig. Es ist schön, dass es noch Konstanten im Leben gibt und ein kleiner Spiegel in der Kamera nach oben schnellt, auch wenn kein Film mehr im Apperat liegt und keine chemischen Reaktionen mehr auf ihm ablaufen. Besonders gefallen hat mir beim ersten Ausflug die manuelle Auswahl des Autofocus-Messfeldes. So braucht man die Kamera nicht mehr bewegen, wenn man Punkte außerhalb der Mitte scharf haben möchte. Irre praktisch sind natürlich auch die halbautomatische Blenden- oder Zeiteinstellung, die aber schon die Nikon und sogar bessere Modelle der alten Praktica hatten. Naja und sonst liegt ja der Hauptvorteil nun mal im Geld  und Zeit sparen, einfach SD-Karte in PC stecken und man hat Fotos, keine Entwicklerei oder Film-Wegbringen-und-Heiden-Geld-Bezahlerei mehr. Früher war eben mitnichten alles Besser.

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Vögel beobachten am Oberuckersee

Kürzlich habe ich das Buch, mit dem etwas seltsam klingenden Titel: “Vögel beobachten in Ostdeutschland” geschenkt bekommen und ich muss schon sagen, es macht wirklich sehr viel Lust auf Entdeckungstour zu gehen. In diesem Jahr erst erschienen, knüpft es an die beiden bereits erschienenen Titel “Vögel beobachten in Süddeutschland” und “Vögel beobachten in Norddeutschland” an und schliesst somit eine Lücke. Darin werden die besten Beobachtungsgebiete in den neuen Bundesländern beschrieben. Neben Gebietsbeschreibungen, Karten und Anfahrtsmöglichkeiten mit Auto, Bahn oder Fahrrad werden die Beobachtungspunkte  mit anzutreffenden Vogelarten detalliert beschrieben. Also zum Fernglas greifen und los!

Heute war ich denn auch in Fergitz am Oberuckersee und wurde nicht enttäuscht. Für eine Beobachtung der Wasservögel fehlte leider das Spektiv, aber es war dennoch ein lohnenswerter Ausflug. Bei meiner Ankunft dösten noch die Rauch- und Mehlschwalben auf der Stromleitung und Kraniche trompeteten auf den umliegenden Weiden. Beim ersten Schluck Kaffee beobachtete ich ein Mönchsgrasmückenweibchen beim Naschen an den ersten reifen Holunderbeeren. Eine Ricke lief dabei lässig mit ihren beiden Kitzen nicht unweit vom Beobachtungsturm durch einen wilden Obstgarten. Der Versuch eines ihrer Kitze von den roten Äpfeln zu kosten scheitert, sie sind zu glatt und rund.  Jedenfalls ein schöner Flecken Erde mit einem breiten Schilfgürtel, übergehend in eine vorgelagerte Halbinsel und  einer weiteren Schilfinsel. Zu hören oder sehen waren unter anderem Wachtelkönig, Bartmeise, Weidenmeise, Neuntöter, Pirol, Bluthänfling und Grünfink.

Oberuckersee

Oberuckersee

Kompromissloser Geländewagen

Und da ist er, der LADA NIVA, oder wie er in Deutschland lieblos heisst: 4×4. Aber ist er nicht einfach wunderschön? Jetzt ist kein Weg mehr zu schlammig, sandig, steinig oder was auch immer, jetzt gibt es nur noch eine Richtung und kein Halten mehr. Er ist rustikal, riecht innen nach PVC und Auto fahren geht noch bei längeren Strecken mit Schmerzen im Lenk-Arm und Gas-Bein einher. So muss es sein und wenn mich ein SUV überholt kann ich nur Schmunzeln und denke, warte ab, wenn wir im Gelände sind, dann werden wir ja sehen, wer wen überholt. Ach die würden ja eh nicht ins Gelände fahren, da könnte ja der hübsche Lack zerkratzen, nee fahrt Ihr mal mit Euren Riesenkarren einkaufen, ich fahr Fahrrad in der City und überhol Euch an der Ampel. ;-)

Lada Niva

Lada Niva

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